On Thursday 22 October 2015, Martin Koppenhoefer wrote: > > Im Endeffekt, das habe ich aus den letzten Jahren mitgenommen, wird > man niemanden je vor Gericht bringen, zumindest war das bisher so, > insbesondere, wenn der andere sehr groß ist.
So sehr das auch nachvollziehbar ist sollte man sich bei der Sache immer auch eines klar machen: Wenn Lizenzverletzungen ohne substantielle Folgen bleiben werden die Regelungen der Lizenz letztendlich unwirksam. Man kann sich sogar auf den Standpunkt stellen, dass in diesem Fall ein Unternehmens-Manager gegenüber den Investoren verpflichtet ist, die Lizenz-Restriktionen zu ignorieren, falls dies wirtschaftlich sinnvoll erscheint (VW lässt grüßen...) und der Unternehmer, der vorbildlich Attribution anbringt und bei seinen Kunden darauf besteht einfach ein naiver Dummkopf ist. Das einzige, was ein Lizenzverstoß derzeit für ein Unternehmen praktisch an Folgen haben kann ist ein Listing auf 'Lacking proper attribution' und ein paar nervige Mails von Mappern. Ich würde mal schätzen, dass dies im Allgemeinen wirtschaftlich nicht mal dem Arbeitsaufwand entspricht, eine korrekte Attribution in einen Kartendienst o.ä. einzubauen. Falls hingegen allein die realistische Chance bestünde, dass ein Lizenzverstoß dazu führt, dass 150k aktive Mapper das Unternehmen konsequent boykottieren, würde sich das schon schlagartig ändern. Wie groß die Chancen dafür sind, dass das bei einer Firma wie Apple passiert, kann man sich aber natürlich vorstellen... -- Christoph Hormann http://www.imagico.de/ _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] https://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

