Hallo, Frederik Ramm schrieb: > Ich weiss nicht genau, worum es insgesamt ging; ich habe mitgenommen, > dass Du versucht hat, von der Bahn eine interne Klassifikation von > Bahnhoefen (oder "Betriebsstaetten") zu bekommen. Mir ist nicht ganz > klar, um was fuer eine Klassifikation es geht; mal ist die Rede von > Bahnhoefen versus Haltepunkten, mal ist die Rede von "Bahnhoefen der > Klasse 4-6". Ich bitte also um Verzeihung, falls ich etwas durcheinander > bringen sollte.
Die Bahnhofsklassen sind die angebotsorientierte Klassifizierung durch die DB Station&Service AG. Die Betriebsstätten sind die technische Klassifizierung durch die DB Netz AG. Es kann Bahnhöfe geben, die zwar technisch gesehen (also z.B. mit Gleiswechselanlage) ein Bahnhof sind, aber durch das begrenzte Angebot in der untersten Serviceklasse landen. > Sie ist auch fuer uns relativ schwer pflegbar; ein solches Datum waere > in unserer Datenbank immer ein Fremdkoerper, denn es gibt fuer uns keine > Moeglichkeit, die Klassifizierung eines Supermarkts herauszufinden, > ausser eben bei Edeka nachzufragen - und das am besten einmal pro > Halbjahr, falls sie irgendwas daran aendern. Das Beispiel mit EDEKA klappt nicht, da es nachfrageabhängig und nicht monopolistisch ist. Das Warensortiment von EDEKA rotiert schnell. Es gibt Märkte, die besondere Feinkostmarken haben. Wenn die Nachfrage runtergeht, wird das Produkt eine Woche später sicher nicht mehr vorhanden sein. > Erst, wenn ich als Nutzer weiss, was diese interne Einteilung bedeutet - > z.B. "Typ A und B haben immer eine Frischkaese-Theke" oder sowas - wird > diese Information auch ausserhalb des Kreises der Edeka-Mitarbeiter > bedeutsam, und vor allem kann ich dann auch in einen Supermarkt gehen > und selber entscheiden: "Offenbar ist dies ein Typ B-Supermarkt" (selbst > wenn es in der Edeka-Liste ein Typ C sein sollte...). Achso, Du vergleichst die *technische* Struktur des EDEKAS, also den Aufbau. Der wird, meiner Erfahrung nach, nicht so schnell rotieren, wie das Sortiment. Da bei der Bahn die Bahnhofsklassen aber bei beiden Betrachtungsweisen baulicher Natur sind, sind die Veränderungen dort viel träger. > Und genau darauf habe ich mit meinen Fragen abgezielt; ich will wissen, > welche Relevanz die von Dir erfragte Klassifikation fuer uns haette. Die technische Bahnhofsklasse ist erstmal für eine längere Zeit "fest". Niemand wird von heute auf morgen die Weichen abbauen. Die service-orientierte Bahnhofsklasse (also das, was man immer sieht) ist flexibel: Heute wurden bei uns z.B. plötzlich die Bänke erneuert! > Wenn ich weiss, ein Bahnhof gehoert zur Klasse X, was kann ich daraus > folgern - und wie kann ich vor Ort pruefen, ob ein als Klasse X > eingetragener Bahnhof tatsaechlich auch die Klasse X hat? Wenn ein > derartiger Bezug zur Realitaet nicht herstellbar ist, dann handelt es > sich doch tatsaechlich um interne Informationen, die nur die DB etwas > angehen, oder? Darum wollte ich ja bei der Bahn den technischen Bezug bekommen. Dieser ist zwar schwer nachweisbar, aber er ist von längerer Tragkraft in der Realität. Wenn jemand heute einen Bahnhof (also das Gebäude mit den Einrichtungen) sieht: Fahrstuhl vorhanden, Automaten vorhanden, Gebäude mit Kiosk, würde er es sicher als "Bahnhof" taggen ... er sieht den Service. Der Kiosk kann aber abbrennen, die Fahrstühle können defekt sein... Der Realitätsbezug ist dann aus der Datenbank nicht mehr ablesbar. Dann landet er vermutlich auch bei der Klassifizierung weiter unten. Ein Bahnhof verliert die technische Einordnung aber nur recht selten: Wenn die Strecke geschlossen wird oder wenn die Weiche repariert werden müsste, aber nicht mehr gebraucht wird. Grüße Tobias _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

