Moin liebe Diskutanten, nun möchte auch ich noch ein paar Gedanken loswerden, die mir beim lesen dieses Threads gekommen sind. Ich verstehe das Problem, welches mit einer sturen Einteilung nach Verwaltungsklassen insbesondere in Städten und Ballungsgebieten besteht. Dass es hier mehr gut ausgebaute Straßen gibt die den Verkehr kanalisieren liegt in der Natur der Sache. Ein zusätzliches Attribut scheint mir in diesem Bereich sinnvoll.
Was mich stört ist die Darstellung der Verwaltungsklasseneinteilung. Liest man den einen oder anderen Beitrag so scheint es die Einteilung in die Verwaltungsklassen (Bundesstraße, Landes-/Staatsstraße, Kreisstraße, Ortsverbindungsstraße) sei eine vom Himmel herabgefallene Entscheidung ohne jeden Bezug zur Realität. Tatsache ist aber, dass zwischen der Einteilung in eine Straßenklasse und dem Verkehrsaufkommen ein enger Zusammenhang besteht. Auf einer Straße die dem weiträumigen Verkehr dient (Bundes- oder Landes-/Staatsstraße) herrscht in der Regel ein höheres Verkehrsaufkommen als auf Straßen die dem Verkehr zwischen Kreisen oder aber nur Gemeinden dienen. Bund und Länder achten sehr genau auf die Verkehrsbedeutung (Verkehr und Ausbauzustand). Verliert eine Straße ihre Bedeutung so kann man sie herabstufen und ein anderer Straßenbaulastträger muss sich um die Unterhaltung kümmern. Das schont den Haushalt des bisherigen Baulastträgers. Nur den Verkehr in Ballungsräumen und Städten bilden die eben aufgezeigten Definitionen nicht ab, weil hier das hohe Verkehrsaufkommen nur lokal zu bewältigen ist. Nur in diesem Bereich ist also eine zusätzliche Attributierung oder eine Loslösung von einer Eintragung nach Verwaltungsklasse geboten. Die meisten Mapper wohnen in Städten und Ballungsräumen. Das darf aber nicht dazu führen dort auftretende Probleme auch auf ländliche Regionen zu beziehen und Lösungen auch auf diese zu verallgemeinern. Gruß, Falk _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

