Am 16.08.2010 15:21, schrieb Willi:
Das weiß ich auch und habe deshalb auch geschrieben, dass eine Strasse durch 
gedachte Mittellinie und Breite repräsentiert wird und nicht, dass die Breite 
maßstabsgerecht gezeichnet wird.
Das hängt vom Zoomlevel und der Anwendung ab. Durch eine gemeinsame Linienutzung von Mittellinie und landuse-Flächen machst Du von vorneherein unnötige Einschränkungen.
Die Datenbank und den Server möchte ich gerne sehen, der eine Weltkarte mit 
allen Details aller Objekte verarbeiten kann und die Menschen, die all dies 
eingeben können und wollen. Da es dies weder heute noch in der Zukunft geben 
wird werden bereits bei Erfassung und Eingabe Objekte
Niemand braucht einen Computer mit mehr als 640(?)kByte Speicher... Schon mal gehört?
vereinfacht oder weggelassen. Zur Zeit zum Beispiel Straßen als Linien mit 
Breite und nicht als Flächen mit stark variierender Breite. Wege über
Zur Zeit mag es noch nicht so wichtig sein die exakte, varierende Strassenbreite wiederzugeben, aber es gibt durchaus den einen oder anderen der schon exakte Flächen einträgt. Mit einer gemeinsam genutzten Linie von Strassenmittellinie und Landuse hast Du permanent das Problem dass sobald jemand an der Strasse was verschiebt auch die Flächendaten verändert werden und damit exakt eingetragene Daten verfälscht werden. Warum also diese nicht in der Realität existierende Abhängigkeit künstlich schaffen?
  Flächen ohne diese auszuschneiden. Häuser als Knoten und nicht als Polygon. 
Morgen geben vielleicht mehr Menschen mehr Details ein und die Server sind in 
der Lage dies wie gewünscht zu verarbeiten. Aber es wird immer nur ein Teil, ja 
ein Bruchteil der Wirklichkeit sein.
Es wird doch längst schon gemacht das für bestimmte Anwendungen bestimmte Daten extrahiert werden! Die Computertechnick hat bisher stets mit den wachsenden Anforderungen der Datenbedürfnisse schritt gehalten. Warum sollte sich das jetzt plötzlich ändern?
Unsere Straßengraphen sind von der
Denke her eher Routing orientiert, sie sind zur genauen Abbildung von
Straßenflächen eigentlich ungeeignet.
sieh Dir einfach mal einen Katasterplan an, und Du verstehst, warum das Quatsch 
ist
Der zumindest ursprüngliche Zweck von OpenStreetMap ist es wie der Name sagt, 
eine weltweite Straßenkarte zu erstellen und entsprechend diesem Zweck sind die 
Möglichkeiten der Abbildung in der OSM Datenbank. Wenn nun manche immer mehr 
Details hinzufügen oder Ansprüche wie an eine Katasterkarte stellen, so ist 
ihnen das nach den OSM Prinzipien unbenommen. Diese Maßstäbe sind jedoch 
wiederum nach den OSM Prinzipien nicht allgemeingültig. Es gilt sogar:

"Individual mappers have every right to tag things differently from what is stated 
in the Wiki, and it is not OK for anybody to turn the suggestions contained in the Wiki 
into strict rules that are applied automatically." 
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/Automated_Edits/Code_of_Conduct#Discuss_your_plans.
Der Name entstand zu einem Zeitpunkt als die meisten noch davon ausgingen dass OSM wieder mal so ein lächerlicher Versuch von ein paar Spinnern ist die glauben mit ihren Trackaufzeichnungen Navteq & Co konkurrenz machen zu können, kaum einer glaubte an einen nennswerten Erfolg.
-1, Wie kommst Du da drauf? Brücken, Tunnel und die entspr. Layer
sollen immer explizit angegeben werden.
Natürlich ist es wünschenswert, dass diese eingetragen werden. Aber wie ich 
schrieb, es ist nicht notwendig. Meines Erachtens ist es sogar besser, sie 
wegzulassen statt fehlerhaft einzutragen. Dann sieht jeder sofort, dass hier 
noch etwas erfasst und eingetragen werden kann. Ich kam
Irgendjemand wird sich irgendwann daran stören dass etwas fehlerhaft eingetragen ist und es korrigieren. Bis dahin kann man auch mit nicht ganz korrekten Daten leben. Darum sollte man die "tagging-Regeln" so definieren dass die Korrektur eines Objektes nicht zwangsläufig ein anderes verfälscht und wir können uns über sich kontinuierlich verbessernde
Daten freuen.
  nie auf die Idee, Brücken nach gusto oder gar Google einzutragen oder hunderte Kilometer Flüsse 
nicht nach LandSat einzuzeichnen weil ich nie auf den kreuzenden, bereits eingezeichneten Straßen 
war oder hunderte gefahrene Kilometer fehlender Straßen zweiter und dritter Ordnung nicht 
einzuzeichnen nur weil keine Zeit war nachzusehen ob gerade "Fluss im Tunnel" oder 
"Brücke über Fluss" vorliegt, geschweige denn Zeit war, Widerlager auszumessen oder weil 
in der Nacht die überquerten Flüsse erst gar nicht zu sehen waren. In einem wenig erfassten Land 
mit ein paar Aktiven sieht es anders aus als in einem Land in dem im Schnitt pro 100 qkm mehrere 
OSMer sind.
Ich habe häufig Daten (Strassen, Gewässer, Bahnlinien) aus der Erinnerung ergänzt und eingetragen. Teilweise sind das immer noch die einzigsten Daten im grösseren Umkreis, teilweise wurden sie schon umfassend ergänzt und korrigiert. Für eine (Strassen)Navianwendung ist es relativ egal ob eine einzelne Strasse in der Landschaft 100m weiter links oder rechts liegt, Die Lage von Gewässer interessiert es schon gar nicht solange es die Strasse "sieht".Es war und ist wichtig dem potentiellen Anwender zu zeigen: Es ist noch nicht alles vollständig und korrekt eingetragen, aber man kann mit den Daten schon arbeiten! Aber etwas dass nicht eingetragen ist kann man nicht nutzen. Und ein durchreisender OSMler wird ehr mal kleine Korrekturen an Dingen vornehmen die ihm als falsch aufgefallen sind als anzuhalten und die ganzen Details einer Strasse+Umgebung korrekt zu erfassen.

Garry

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