On 05.10.2010 10:06, André Joost wrote:
Am 05.10.10 09:23, schrieb Peter Körner:
Am 05.10.2010 09:05, schrieb Andreas Tille:
Natürlich wirst du dafür gesteinigt, wenn du einen Weg quer über den
Platz einzeichnest.

Der Gedanke kam mir kurz - aber dann habe ich mich schon rein intuitiv
vor der Steinigung gefürchtet und lieber noch mal nachgefragt (bloß gut!
;-)).

Na das ist ja auch ganz klar: da ist kein weg und nur weil Tool XY das
gerne so mag wird die Stadt da auch keinen bauen. Die OSM Datenbank
sollte ein möglichst genaues Abbild der Wirklichkeit darstellen und wo
kein Weg ist da sollte auch keiner eingezeichnet werden.

Wernn es bei OSM nicht so viele Dogmatiker geben würde, könnten Fläche und Linie durchaus nebeneinander existieren. Wird bei Flußläufen so gemacht, und beim Dortmunder MilimeterLuftbildprojekt kam auch die Einsicht, dass Straßenflächen und -Linien übereinander ihre Berechtigung haben. Nur bei Plätzen wollen alle mit dem Kopf durch die Wand.
+0.5

rein virtuelle Wege über Plätze einzuzeichnen erfordert dann zumindest zusätzliche Informationen dazu: 1) Ist das jetzt ein echter Weg, der vom Rest des Platzes unterscheidbar ist?
a) optisch unterscheidbar?
b) optisch mit schwacher Kontrastwahrnehmung unterscheidbar?
c) taktil unterscheidbar?
2) oder ist das eine rein virtuelle Linie, die nur für Routing-Zwecke erfasst ist?

Eine Alternative, die teilweise durchaus auch sinnvoll wäre ist, die Routen-Relationen zu verbessern, so dass sie Teile von Wegen nutzen können. Manche Straßen muss ich in 5 und mehr Teile aufsplitten, weil 'ne blöde Buslinie zwischendurch von einer Straße abbiegt und Nebenstraßen benutzt.
Aber warum ist die Route beschränkt auf ganze OSM-Wege?
Geht damit nicht der eigentliche Vorteil von wegen gegenüber dem ganz frühen Modell von Segmenten verloren? Wäre es nicht besser, eine Route "auf Weg A von Knoten B bis Knoten C" zu führen?

Was macht ihr denn, wenn ein Bus über einen ansonsten Verkehrsberuhigten Platz fährt? Fläche in die Buslinienrelation aufnehmen?
Halte ich für möglich und eigentlich ganz gut - als Idee. Ob es allerdings momentan sinnvoll wäre, ist eine andere Frage (im Hinblick auf die Unterstützung durch Anwendungen, die Routen nutzen). Was die Anwendung dann daraus macht, ist eine andere Frage: Verkürzen des Platzes zum Weg (gemeinsame Knoten einfach verbinden); Beschreibung des Platzes als Teil der Route (bei Wegbeschreibungen "überqueren Sie den foo-Platz und halten sie sich dabei leicht links") - vielleicht sind weitere Alternativen denkbar.

Wenn allerdings tatsächlich Wege über den Platz führen (z.B. Paderborner Rathausplatz, zu sehen hier http://mw2.google.com/mw-panoramio/photos/medium/26517855.jpg - wo rechts die zwei Fußgänger gehen, ist auch in der Pflasterung durch Rinnen abgegrenzt die Straße, die von Bussen benutzt wird (sonst Fußgängerzone); Bereich in OSM: http://www.openstreetmap.org/?lat=51.7173108458519&lon=8.75288218259811&zoom=18 - das Foto zeigt geradeaus den Rathausbrunnen und im Hintergrund das Rathaus (in der OSM-Karte das Gebäude, in dem der Ratskeller ist)

Gruß
Peter


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