Hallo, Am Dienstag 21 Dezember 2010 20:11:34 schrieb M∡rtin Koppenhoefer: > Am 18. Dezember 2010 14:54 schrieb Heiko Jacobs <[email protected]>: > > Am 17.12.2010 16:49, schrieb Markus: > >> Wie kann ich die Positionsgenauigkeit meines Gerätes prüfen? > > > > Spannender finde ich die dynamische Genauigkeit ... > > +1 > > die meisten Geräte kommen auf eine bessere Genauigkeit durch > "Schätzen", indem sie einen Bewegungsvektor miteinbeziehen. Wenn du dich mit dem Gerät bewegst, ist die Genauigkeit des Einzelpunktes erheblich niedriger als im Stillstand, wo der mittlere Fehler durch die größere Zahl der (idealerweise) nach allen Seiten gleich ausschlagenden Messfehler reduziert wird.
Für deinen Bewegungsvektor fehlt zunächst eine Basis. Es macht die Messung nicht genauer, wenn ich davon ausgehe, ich bin jetzt hier so +/- 10m und genau 1,7342m in Richtung NO gegangen. Das ist in etwa das gleiche wie bei einer Streckenmessung, wo wir die Kilometer schätzen und die Reststrecke genau mit dem Zollstock auf Millimeter messen. > Das mit > einer gemittelten Punktmessung zu vergleichen (die man in der Realität > beim Mappen praktisch nie hat) bringt nicht viel. +1 Die gemittelte Punktmessung hat aber auch nicht das Ziel, zu mappen, sondern das (gute) Luftbild einzurichten. > Ich würde den Fokus auf relative Genauigkeit legen (auf welcher Seite > der Straße steht die Telefonzelle, steht sie vor oder hinter der > Einmündung, etc.), also den Bezug zu den bereits vorhandenen Objekten > hoch hängen (wobei es sich gelegentlich empfiehlt, diese lagemäßig zu > korrigieren, Jetzt vermischst du Datenerfassung (Vermessung im weitesten Sinne) mit Kartografie. Bei der Datenerfassung wird natürlich auch die Nachbarschaft einbezogen, aber eher in Richtung Fehlererkennung: Ist meine Position falsch oder die der bereits eingetragenen Objekte? Bei der Kartografie dagegen muss man mit kleinerem Maßstab manche Objekte an bewusst falsche, aber richtig wirkende Positionen schieben, damit die Karte deutlich lesbar ist. > ein ziemlich mühseliges Unterfangen in der dicht > gemappten Stadt, wo man sich ziemlich gut auskennen muss (bzw. Fotos), > um nicht Folgefehler einzuführen). +1 > Dem (consumer-) GPS kann man nicht > trauen. begrenzt trauen. Man muss die Grenzen und das Verhalten kennen. > Im Prinzip braucht man es, sofern gute Luftbilder verfügbar > sind, nur selten zum Mappen ;-) Naja, es gibt so einige WiWege, wo ich im Wald anhand einer regelmäßigen Unregelmäßigkeit der Baumwipfel die Lage vermute. Vielleicht doch ganz gut, wenn da mal jemand mit GPS längskommt und wenigstens eine gewisse Plausibilität bestätigt. Von Wanderwegen gar nicht zu reden. Wobei man nicht vergessen darf, dass die ganzen Genauigkeitsüberlegungen erst ernsthaft beginnen, wenn man hochauflösende Luftbilder zur Verfügung hat. Wenn auf dem Lande ein LKW auf dem Hof nur schwer von einem Schuppen zu unterscheiden ist und in der Karte unterhalb der Kreisstraßen noch fast alles fehlt, ist man erst einmal froh, wenn die Objekte richtig erkannt wurden und so einigermaßen passen. Geschoben werden können sie dann immer noch. Ärgerlich ist nur, wenn jemand das Luftbild in josm so nimmt, wie es ist, und danach alles zeichnet oder, noch schlimmer, Vorhandenes verschiebt. Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

