Hallo, Am Dienstag 08 Februar 2011 16:23:29 schrieb Frederik Ramm: > Hallo, > > Henning Scholland wrote: > > Sieht gut aus. Doch wäre es nicht besser, bei einem deutschen Stil nicht > > name:de dem name vorzuziehen? > > Muesste man mal drueber nachdenken. Eigentlich ist der Stil eh nur fuer > Deutschland geeignet (wegen der typisch deutschen blauen > Autobahnschilder), und da duerfte es ja keinen Ort mit name:de != name > geben, oder? Ich habe aber keinen eleganten Weg, um ausserhalb > Deutschlands einen anderen Kartenstil zu nehmen (Mapnik2 kann das, s. > open.mapquest.de) - und ausserdem ist dieser Stil z.B. fuer Spanien ja > auch nicht falscher als der Original-Mapnik-Stil.
Warum sollten wir nicht in Spanien und England die Autobahnen genauso darstellen wie in Deutschland? Man wird doch nicht gebietsweise verschiedene Signaturen verwenden. Wenn das einem Spanier oder Engländer nicht gefällt, kann er ja auf osm.org ausweichen oder einen eigenen Server aufstellen. Gerne auch mit deutschen Autobahnen im spanischen Stil. > > Bei der durchgehenden Verwendung von name:de haette ich die > Befuerchtung, dass Orte, die nur zur Nazizeit einen deutschen Namen > trugen, auf unserer Karte ploetzlich wieder mit diesem Namen erscheinen. > Das wuerde fuer den Erstbesucher ein schlechtes Licht auf das Projekt > werfen. die Befürchtung verstehe ich zwar, aber ich teile sie nicht. Mir ist nicht bekannt, dass die Nazis gezielt deutsche Namen für Orte erfunden hätten, die nie einen deutschen Namen getragen hatten. So etwas ist aus Südtirol bekannt, wo ein Italiener die Orte künstlich umbenannt hat. Da die Gebiete östlich von Deutschland traditionell (auch) deutsches Siedlungsgebiet waren, hatten viele Orte schon aus der Zeit ihre Namen. In Klaipeda z.B. liest man im offiziellen Stadtprospekt, dass die Stadt früher Memel hieß. Bei allen Problemen, die wir mit der jüngeren Geschichte haben, sollten wir nicht übertreiben. Stichworte dazu: Liudolfinger, Heinrich der Löwe, Wendenkreuzzug, deutsche Ordensritter. Zeitraum ca 1050 - 1700 (Wikipedia). Geschichtsbücher z.B. wären leichter zu verfolgen, wenn man in einer Karte geschichtliche Namen einblenden könnte. Insbesondere in Russland oder Griechenland wäre es auch hilfreich, den Namen in lateinischer Schrift lesen zu können. Wünschenswert wäre das natürlich auch für den arabischen und asiatischen Raum. Linux hat sich in vielen Ländern gerade damit durchgesetzt, dass das gesamte System relativ einfach auf die jeweiligen Landessprachen umsetzbar ist. Beispiel Norwegen neu- und altnorwegisch, Indien mit 5 lokalen Sprachen etc. Es würde OSM von g-maps abheben, wenn wir diese Fähigkeiten mehr ausbauen würden. Gruß, Wolfgang _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

