Hallo, On 03/02/2011 08:23 AM, Ulf Lamping wrote:
Ein smoothness=bad ist vielleicht vom Begriff her erstmal unklarer, kann aber alle diese Frage tatsächlich beantworten - und ist letztlich einfacher zu setzen ohne noch 10 andere Tags setzen zu müssen, die letztlich auch nicht mehr sagen.
Eigentlich ist es eher nach Art von OSM, zu taggen, was "da ist", und nicht, was man in das hineininterpretiert. (=> also kein "bicycle:bla=yes" - das kann der bicycle:bla-Fahrer schon selbst entscheiden)
Zugleich ist es aber nicht nach der Art von OSM, irgendwelche Schwammkategorien zu verwenden. (=> also kein "smoothness=bad" - was fuer den einen "bad", ist fuer den anderen "superb")
Am ehesten muessten wir also die Art und Groesse der Kiesel- oder Schottersteine, die Frequenz und Groesse der Schlagloecher usw. in Zahlen angeben, und jeder kann sich dann darauf seinen persoenlichen Reim machen.
Das ist natuerlich nicht praktikabel, also haben verschiedene Leute sich da an Alternativen versucht, die alle irgendwelche Maengel haben, weil es eben ohne Maengel irgendwie nicht geht.
Fest steht, dass sich die deutsche Community mit "smoothness" zum Gespoett der internationalen OSMer gemacht hat (Stichwort "smoothness = very horrible", aus dem urspruenglichen Proposal).
Genaugenommen ist die "smoothness" auch nur eine Neuauflage des "tracktype", der ebenfalls eine OSM-unuebliche Klassifizierung darstellt, und der, genauso wie "smoothness", die Intention hatte, dass man daran erkennen koennen soll, welche Art von Fahrzeugen auf dem Weg gut fahren koennen.
Auch "tracktype" ist eine deutsche Erfindung und wird hauptsaechlich in Deutschland genutzt (Anteil aller highway=track, die damit ausgestattet sind: Deutschland 85%, Oesterreich 42%, Frankreich 33%. UK 27%).
Manch einer mag sagen, das liegt daran, dass die Deutschen beim Mappen die Arschbacken mehr zusammenkneifen, aber vermutlich ist es halt einfach so, dass bei uns solche Sachen zuerst angegangen werden, weil wir so viele Mapper haben und so viel schon erfasst ist. Ein kleines bisschen sind wir da also auch Wegbereiter fuer die, die vielleicht erst in einigen Jahren an den Punkt kommen, an dem wir jetzt sind.
Ich denke, wir tun dem Projekt insgesamt keinen Gefallen, wenn wir staendig neue Sachen erfinden, die alle "irgendwie so aehnlich" sind, bloss weil man mit dem, was die anderen machen, nicht so 100% zufrieden ist. Wir haben tracktype, wir haben surface, nun noch smoothness oder irgendwelche Eignungstags - gibt es da nicht viele Moeglichkeiten, sich taggingmaessig in den Fuss zu schiessen? Kann man das einem neuen Mapper halbwegs verstaendlich machen - oder wird der dann sagen: Oh, dann lasse ich davon lieber meine Finger?
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