Markus

Wenn auch all deine Punkte durchaus mindestens diskussions-, wenn nicht wünschenswerts sind, so scheint es mir etwas utopisch den grossen Rundumschlag zu propagieren, wenn es in Wirklichkeit so ist, dass existierende, unbestritten nützliche, Teile des OSM-versums jetzt schon mangels Manpower und andere Mittel eingehen.

AIO Karten, Nominatim, XAPI nur um mal ein paar zu nennen.

Es nützt nichts, wieder und wieder gute Projekte anzureissen, wenn weder der Willen da ist, noch die Mittel, die Sachen über längere Zeit und zuverlässig zu betreiben und anzubieten, dass ist auch von einzelnen Freiwilligen zu viel verlangt. Ich bin ziemlich davon überzeugt, dass der jetzige Kernfunktionsumfang, auch ziemlich genau der ist, den man halbwegs in den jetztigen Strukturen sicher und zuverlässig anbieten kann.

Alles andere würde schlussendlich eine Professionalisierung der Strukturen benötigen und das Projekt gerundsätzlich ändern.

Simon



Am 26.03.2011 11:58, schrieb Markus:
Hallo Peter,

Ziel unseres schönen Projektes ist es,
*allen Menschen weltweit eine freie Welt-Karte verfügbar zu machen*

Wir - unsere weltweite Community - tun das höchst erfolgreich!
Wir leisten damit auch einen grenzüberschreitenden Beitrag zur Verbindung von Völkern, Kulturen, Religionen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Systemen. (vielleicht ist das nicht für jeden von uns ein bewusstes Ziel - aber es ist ein m.E. höchst wertvoller Effekt von OSM).

der erste Schritt: die Geo-Datenbank zusammenzusammeln.

Wie Du m.E. richtig schreibst: die DB ist der erste Schritt.
Aber eben nur der erste. Denn mit unprozessierten Bits kann (fast) niemand etwas anfangen.

die OSM-Standardkarten (Mapnik, Osmarender)

*Unsere Karten sind das eigentliche verwertbare Ergebnis*

Daran werden wir gemessen.
Ob man auf der Karte findet was man sucht.
Ob sie übersichtlich und "hühsch" ist.
Ob man damit von A nach B kommt, je nach Verkehrsmittel.
Welche gezielte Sichten auf die Welt damit möglich sind.
Einfach alles was Menschen bezüglich Geoinformation interesseiert :-)

Zwischen DB und verwendbarer Karte steht eine ganze *Prozesskette*
Diese Prozesskette optimal zu gestalten ist die *Kernaufgabe von OSM*.
Dazu gehören auch Datensammeln, Editieren, Doku, Hilfe, PR, etc.
Ebenso HW, Anbindung und Schnittstellen.
Und vor allem natürlich die Community und deren Entwicklung :-)

Wenn man alle möglichen Zwischenprodukte vorberechnen wollte, könnte man
die Cloud-Infrastruktur von Google vermutlich komplett auslasten

Das ist ein bisschen so wie das Schärfen der Säge der Waldarbeiter:
Nur mit performanten Strukturen und Prozessen gelingt das Werk.
Was die Community gegenüber Google als Alleinstellungsmerkmal bedeutet, könnte eine "open cloud" gegenüber den G-Serverfarmen bedeuten.

Du forderst die Berechnung der Landmasse durch OSM. Der nächste fordert

Nein, ich fordere nichts - das war nur eine Idee.
Ich wünsche mir, dass wir untersuchen was sinnvoll ist.
Sinnvoll gemessen an unsrern Wünschen - also denen der Benutzer :-)
Prozesse priorisieren, Prozesskette optimieren.

Server kosten Geld

Klar - aber es scheint ja einiges an Rechenpower zur Verfügung zu stehen, von OSM, von Firmen wie Cloudmade, Geofabrik, Strato, etc, von Universiäten, und auch von vielen Privatpersonen.

Ich würde mir wünschen, dass diese Rechenleistungen unter einer gemeinsamen universellen Schnittstelle zusammengeführt werden.
Damit der Benutzer einen möglichst "barrierefreien" Zugang zu OSM hat.

Die Software-Infrastruktur rund um OSM ist fast komplett frei

Auch da kann ich mir vorstellen, dass wir anwenderfreundlichere Zugänge schaffen können. Denn sobald der Benutzer etwas mehr braucht, als nur "Onlinekarte betrachten", wird es für Nicht-Programmierer ziemlich knifflig. Und selbst die Programmierer verzweifeln manchmal an der mangelnden Verfügbarkeit der Daten.

Mein Vorschlag, ein Skript für die Landmasse (oder eben auch andere
wiederkehrende Aufgaben) zu entwickeln und zur Verfügung zu stellen

Finde ich gut!
Den Benutzer interessiert, ob und wie er simpel findet was er braucht.
Ob das dann zentral, lokal oder aus einer "cloud" kommt ist ihm egal - für ihn ist alles eine "Black Box". Für den Programmierer ist das wahrscheinlich auch eher unerheblich. Hauptsache die Schnittstellen sind definiert und die Prozesse stimmen. Wahrscheinlich haben viele OSMer noch ungenutzte Rechenpower, die sie gern zur Verfügung stellen.

Gruss, Markus

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