Am 21.04.2011 04:23, schrieb Kai Krueger:
Fuer meine persoenlichen Nutzung finde ich ist die CC-BY-SA
deutlich einfacher.
Ist aber für Datenbanken (=> Planet File) nicht weltweit gültig => in einigen Ländern sind die Daten eigentlich vogelfrei => jemand könnte damit machen was er will und die jetzige CC ist damit praktisch ausgehebelt. Dass es bis jetzt noch nicht gemacht wurde ist relativer Zufall.

"(c)OpenStreetMap and contributors CC-BY-SA" dran schreiben.
Ist eine "willkürliche Vereinfachung" und eigentlich nicht korrekt: Du müsstest streng genommen eigetlich ALLE Beteiligte namentlich nennen. Aber das ist absolut nicht praktikabel und wir im Projekt halten uns selbst nicht daran... :-(

Mit ODbL muss ich nun mir ueberlegen ist es ein "Produced Work" oder nicht?
Immerhin kann die OSMF das sagen. Bei der jetzigen Lizenz müsstest Du von allen beteiligten ein einzelnes OK holen. Das ist nicht praktikabel.

Ich habe vor einiger Zeit mit einem Verein über die Verwendung von OSM-Kartendaten statt kommerziellen Kartendaten (Teleatlas, Navteq) diskutiert, das Nachfolgende ist ein als ein reales Beispiel. Dieser Verein würde eine mögliche Anwendung gerne "kommerzielle POI-Daten" (die Daten sind sicher nicht frei zu erhalten!) mit OSM-Daten "verschneiden" (wo diese POIs aber nur teilweise vorhanden sind und nicht alle der kommerzielle Daten beinhalten). Wenn der Verein die OSM-Daten auf seiner Website anzeigen würde und die OSM-Daten als Layer darüber legt, geht das Ganze noch. Aber sobald der Verein einen Ausdruck machen wollte geht das nicht. Mit der neuen Lizenz wäre auch der Ausdruck legal! Aus diesem Grund kann der Verein die OSM-Daten nicht verwenden (obwohl eigentlich ein Interesse daran besteht!). BTW: das ist das selbe Problem mit den STRM Daten (nur non commercial) für das Hill-Shading.

Aus meiner Sicht als hobbyist wird die Lizenz anscheinend also deutlich
komplizierter.
Viele Anwendungen gehen mit der alten Lizenz gar nicht (siehe Beispiel vorher). Teilweise ist es jetzt nicht praktisch klärbar ob es legal ist.
Irgendwie muss man vorwärts kommen.
Aus dem Beruflichen Alltag dazu eine Erfahrung die ich in den letzten ca. 15 Jahren immer wieder antreffe: es ist schlimmer für ein Projekt NICHTS zu machen (nichts zu entscheiden) als eine klare Entscheidung zu treffen. Sollte sich die Entscheidung als fehlerhaft erweisen ist es immer schlecht und bedeutet Mehraufwand es wieder zu richten. Aber nichts zu machen lähmt alles und nichts geht mehr vorwärts. Das bedeutet: Entscheidet man etwas nach angemessener Überlegung und Diskussion hat man die Chance etwas richtig zu machen, wenn man nichts macht gibt es diese Chance nicht.

Ich kann nur erneut dafür plädieren sich den Vortrag von Frederik auf der FOSSGIS anzusehen. Die URLs ware hier schon mehrfach in der Diskussion genannt. Dort wird sehr klar auf sehr viele Punkte aus der jetzigen Diskussion eingegangen.


Grüße,
Michael.


_______________________________________________
Talk-de mailing list
[email protected]
http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

Antwort per Email an