Am 7. September 2011 21:06 schrieb Frederik Ramm <[email protected]>: > On 09/07/2011 08:09 PM, Martin Koppenhoefer wrote: >> das schreibe ich doch oben: weil es hier m.E. ein Fall von Taggen für >> den Renderer ist. > Dass "landuse=residential auf Grundstuecken stattfindet" ist eine > Einzelmeinung von Dir, die schlicht und einfach nicht dem entspricht, was in > OSM bislang gemacht wurde.
nicht nur residential, auch industrial, commercial, retail, farmyard und cemetary. > landuse=residential ist fuer Flaechen mit "vornehmlich" Wohnbebauung, d.h. > es kann durchaus auch nicht-Wohnbebauung (Kiosk, Strasse, Park) drinliegen. > Das war schon immer so und ich bin von Deinen Argumenten fuer eine Aenderung > - die im wesentlichen auf "m.E." hinauslaufen - nicht ueberzeugt. Einen Kiosk würde ich auch problemlos im landuse=residential lassen, genauso wie den Friseur, den Bäcker oder die Eckkneipe. Ein reines Bürohaus, in dem keine Wohnung ist, würde ich dagegen als commercial taggen. Auch in der Wohnsiedlung. >> Das zielte mehr darauf ab, dass man einzelne Grundstücke (Fred >> bestätigte das gar für ganze Fabriken) unterschlagen soll. > > Nicht unterschlagen. Ein Gebiet mit "vornehmlich Wohnbebauung" aendert nicht > ploetzlich seinen Charakter, wenn dazwischen mal was ist, was fuer sich > genommen kein landuse=residential rechtfertigen wuerde. Das hört sich moderat an, hatte ich neulich anders verstanden. Da gibt es nämlich ziemlich krasse "Sondersituationen", wo ein Wohngebiet plötzlich seinen Charakter ändert durch eine einzelne Nutzung: http://www.flickr.com/photos/mecklenburg/5586760278/ Solange es sich um mit dem Wohnen verträgliche Nutzungen handelt, ist residential passend, Fabriken gehören da nicht dazu... > Dann schneide Du doch von mir aus ein landuse=retail in das Wohngebiet fuer > den Tante-Emma-Laden (und zerbrich Du Dir den Kopf darueber, was Du machst, > wenn die Tante Emma obendrueber ihre Wohnung hat). in dem Fall sehe ich 2 Möglichkeiten: man zeichnet wirklich ein retail aber schneidet das eben nicht aus, oder man sieht das auch als residential (m.E. ja) und begnügt sich für die Ladennutzung mit dem shop-tag. Das Wort "Wohngebiet" hat im deutschen Sprachgebrauch zwei Bedeutungen: zum einen ist es eine Gegend, in der vorwiegend gewohnt wird, (und wo Kindergarten, Läden, Einkaufszentrum, Straßen mit dazugehören) ein Synonym wäre "Wohnsiedlung" und es hat zum anderen auf die Baunutzung bezogen eine besondere Bedeutung, die in Verordnungen geregelt und definiert ist. Das erste ist ein Gebiet, in dem es nicht nur landuse=residential geben wird, das zweite hatte ich immer als eben genau landuse=residential gesehen. > Dem stimme ich zu. place=... als Flaechenbezeichnung hat keine Tradition, seit wann hängst Du denn so an Traditionen? Places als Flächen ist schon seit Jahren Thema, im Wiki dokumentiert, und z.B. bei cities hat fast jede Vierte einen Umriss, Tendenz steigend: http://taginfo.openstreetmap.org/tags/place=city#wiki . Und das obwohl Mapnik diese Flächen komplett ignoriert (und sich im lowzoom Bereich lieber auf parallele Daten von natural-earth verlässt). > Ich hab auf diese Diskussion jetzt echt keine Lust mehr. +1. mappt wie Ihr wollt, das habe ich auch schon mal vor ein paar Tagen geschrieben, und mich irgendwie jetzt doch noch ein paarmal hinreissen lassen. > Seit es die deutsche landuse=residential-Seite im Wiki gibt (Juni 2010), > steht da: "Ein Gebiet, das überwiegend mit Wohnhäusern und > Wohn-Geschäftshäusern aller Art bebaut ist; auch für Wohn- und Mischgebiete > vorgesehene Baugebiete." Wobei hier der Hinweis gestattet sei, dass Mischgebiet auch ein Fachwort aus der BauNVO ist, und es noch andere Arten von gemischten Gebieten gibt (Kerngebiete). "Mischgebiet" bedeutet Gebiet für Wohnen und das Wohnen nicht wesentlich störende Gewerbenutzungen (und zwar folgende: Gewerbe, Tankstellen, Schulen, Sport, Kultur, Kirche, soziale Einr., Gartenbau und Diskos in der Nähe des Gewerbes). Eigentlich seltsam, dass man auch "vorgesehene Baugebiete", auf denen de fakto also vermutlich Wiese ist, so taggen soll. Sonst heisst es ja immer dass man das taggen soll, was man vor Ort vorfindet. Wenn z.B. ein ehemaliges Fabrikareal als Wohngebiet vorgesehen ist, wie soll man das dann taggen (brownfield oder residential)? Und wie ein Gebiet welches als Mischgebiet vorgesehen ist (sprich: Planung), das aber derzeit eine andere Nutzung hat? M.E. wäre es besser, für vorgesehene Nutzungsarten (also was ein qualifizierter Bebauungsplan vorsieht) einen anderen Schlüssel als landuse zu verwenden, und "landuse" für die tatsächliche Nutzung vorzubehalten. > Du kannst > Dir meines erbitterten Widerstandes gewiss sein, wenn ich Dich dabei > erwische, wie Du Leuten erzaehlst, es waere "falsch", landuse=residential um > ein ganzes Wohngebiet zu zeichnen, denn neuerdings sei dafuer ja das neue > Tag place=neighbourhood "vorgesehen". Der einzige, der das vorsieht, bist > naemlich Du. Es gab jedenfalls auf tagging soweit ich mich erinnere keinen Kommentar, der das neighbourhood-proposal schlecht fand, und ein paar, die es gut und sinnvoll fanden. Mir ist schon länger aufgefallen, dass unterhalb von suburb noch was fehlt, und im Laufe der Diskussion hier hat sich herauskristallisiert, warum: einige Leute nutzen dafür landuse. Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

