Am 11. September 2011 23:10 schrieb Christian Müller <[email protected]>: > Am 11.09.2011 11:31, schrieb Martin Koppenhoefer: > Wenn admin-rechtliche Gebiete teilweise bis zur > Gemarkungsgrenze in OSM notiert werden, warum stellt man diesen Sachbezug > dann nicht auch für tiefere, innergemeindliche Gebietsgrenzen korrekt her?
Wenn es bei den administrativen Grenzen noch Lücken geben sollte, dann wird man die sicher auch noch schließen, aber ich bin nach wie vor der Meinung, dass für den Bezug hier die administrativen Grenzen nicht interessieren, sondern das Mapping unter siedlungsgeographischen Gesichtspunkten gemacht wird. Frederik hatte das in einer seiner frühen Mails zum Thema schon mal ganz gut beschrieben: vor Ort weiss jeder, wo das Wohnviertel ist, (und wenn er nachdenkt wird er vermutlich auch sagen können, wo es aufhört, also die Grenze ist), aber nach welchen Kriterien sich das genau ergibt, kann er meist nicht sagen (ein Urbanist könnte das allerdings schon, interessanterweise deckt sich das "intuitive lokale Wissen" normalerweise mit dem, was ein Urbanist nach wissenschaftlichen Kriterien herausarbeiten würde). Man muss kein Spezialist sein, oder wissenschaftliche Kriterien anwenden, um so was wie ein Wohngebiet im eigenen Lebensumfeld zu identifizieren. > Im allg. Sprachgebrauch ist das weniger wichtig, als bei der Erfassung von > Geodaten. Spreche ich z.B. mit anderen Leuten vom "Wohngebiet Hammermühle > in Zdorf" plappere ich nur nach, was ich irgendwo gehört habe. Mir ist in > dem Moment nicht bewußt, dass dieses Wohngebiet eine admin-rechtl. Grenze > hat und das dessen Name genau das Gebiet innerhalb dieser Grenze bezeichnet. und oft ist es gar keine admin-rechtl. Grenze, die das Wohnquartier definiert. > In OSM bilden wir aber die Realität ab und nicht /meine/ oder eine /andere/ > Realität. Realität ist, dass dieses Wohngebiet, das wir erfassen wollen, > bereits eine reale Grenze hat - die im Amt hinterlegt ist. das ist oft nicht so. > Und in OSM kann ich nur exakte Grenzen erfassen. Es gibt keine "fuzzy" > Grenze im Datenmodell, die müsste ein Editor dann ja als Farbverlauf > darstellen. es gibt immer eine "fuzzyness" in der Geometrie, das meiste kannst Du auch 2 Meter verschieben und die Karte ändert sich nicht, und wird vielleicht "richtiger", vielleicht "falscher" aber genau sagen kannst Du es nicht. Eine grobe Schätzung einer Fläche ist z.B. obwohl nur angenähert meistens viel aussagekräftiger als ein Node. Auch wenn man sich um einen Straßenzug vertan hat ist das meistens genau genug. Und weiter verfeinern kann man ja sowieso immer. Ansonsten: +1 zu praktisch allen Punkten Deiner vorherigen Mail von 18:31h. Ich freue mich, dass Du auch klare einfache Bedeutungsstrukturen einem komplexen Gemisch mit div. Abhängigkeiten vorziehst. Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

