Am 11.09.2011 23:31, schrieb ant:
Moin,

Am 09/11/2011 06:25 PM, schrieb Peter Wendorff:
Das stimmt, aber ob dieses Tool benutzungsfreundlich für nicht-techniker
bleiben kann, die sich auch nicht mit dem tagging-schema in allen
Varianten auseinandersetzen wollen oder können, bezweifle ich.
Osmosis wird durch osmembrane schon ziemlich benutzerfreundlich, finde
ich. Trotzdem muss der Nutzer immer noch ein natürlich sprachlich
formuliertes Problem irgendwie in die Filter umsetzen.
wenn ich in Potlatch ein Restaurant eintragen will, klicke ich auf das
Symbol mit Messer und Gabel und fertig. Das kommt der sprachlich
formulierten Aufgabe schon sehr nahe. Wer dennoch spezielle Tags
eintragen möchte, klickt auf "Advanced" und tippt Schlüssel und Wert
ein. Dieses Konzept lässt sich auf beliebige Anwendungen übertragen.
Für die Eingabe von Daten stimme ich dir da voll zu - und das funktioniert ja auch weitgehend recht gut.
Bei einer guten Export-GUI müsste ein Datennutzer nicht unbedingt
wissen, welche Tools im Hintergrund die Arbeit machen, welche Entity
Streams wie gefiltert werden usw.
Das Problem dabei ist aber, dass der Ersteller der Tools die Vorgabe gibt, welche Tags betrachtet werden und welche nicht. Da ist dann schnell die Ausgabe für die Tonne, weil gerade im von mir betrachteten Gebiet eine sonst seltener vorkommende Variante für das Taggen von Feature X benutzt wird, die im Export-Tool nicht vorkommt. Diese Fehler wird man aber nichtmal merken, weil man nichtmal mehr darüber stolpern kann, wenn man nur noch die GUI benutzt. Die Pflege entsprechenden Mappings wird also richtig schwer, wenn das Tool nicht an Wert verlieren soll.
Im Übrigen geht es mir nicht primär um die Tags - ich gehe davon aus,
dass ein potenzieller Nutzer der Daten weiß, an welchen Tags er
interessiert ist. Anders sieht es jedoch bei der Kenntnis der
Kommandozeilentools - die nötig ist, um OSM-Daten nutzbar zu machen - aus.
Die Kommandozeilentools braucht man dank OSMembrane nichtmal.
Die Filterung zu formulieren selbst ist aber häufig schon zu schwierig (Welche Tags muss ich in welcher Reihenfolge rausfiltern, um mein Ziel zu erreichen)?

Wie man das aber noch mehr vereinfachen kann, da hab ich echt noch keine Idee.
Klar, man könnte eine Datenbank von pipelines anbieten, die häufige
Aufgaben einfach abrufbar macht ((warum) gibt's das eigentlich noch
nicht?). Aber es wird immer wieder Anfragen geben, die in dem Katalog
nicht da sind, oder Facetten, die eben anders interpretiert werden
könnten. Gehören Verkehrsflächen jetzt zu den Wohngebieten dazu oder
nicht? Gehören Treppen zu den Wegen oder nicht?

Wenn man sich mit den Tags selbst auseinandersetzen will/kann, dann gibt
es die entsprechenden Tools.
Wenn nur eine Frage in natürlicher Sprache vorliegt, wird kein Tool im
Allgemeinen die Antwort liefern können.
Um beim Potlatch-Bild zu bleiben: "Simple" hieße bei unserem Tool
nunmehr Tag-Kombinationen eingeben, Bbox ziehen und Enter drücken;
BBox ziehen einverstanden,
Tag-Kombinationen eingeben: Da weiß ich schon nicht mehr, wie das so geht, dass es "so richtig" einfach wird.
"advanced" hieße, bei Bedarf die Prozess-Pipeline an den gewünschten
Stellen manipulieren zu können.
Richtig.

Alles in Allem schreit das für mich nach 'ner Aufgabe für osmembrane: Die Karte zur bbox-Auswahl sollte nicht so kompliziert sein, ein Polygon zu zeichnen auch nicht, bleibt die Vereinfachung der Tag-Auswahl.

Gruß

Peter

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