Am 20. Oktober 2012 22:06 schrieb Bernhard Weiskopf <[email protected]>: > in Mannheim (und sicherlich auch anderswo) existieren > Straßenbeschilderungen, die eigentlich falsch sind. Zwei Beispiele:
ja, das kenne ich hier zur Genüge. Völlig ignorieren sollte man das m.E. nicht, aber auch auf die reale Situation hinweisen, gerade das "Verbot für alle Fahrzeuge" wird hier (Italien) meistens anstatt "Kfz-Verkehr verboten" (keine Ahnung, wie das genau heisst) aufgestellt, obwohl z.B. eine offizielle Fahrradroute auf der Strecke liegt. Üblicherweise setze ich dann ein vehicle=no, bicycle=permissive. > Eine kleine Verbindungsstraße entlang des Sportplatzes: Uraltes Schild: > „Verbot für alle Fahrzeuge“, darunter „Anlieger frei“. Die Straße ist aber > auch Teil der lokalen Fahrrad-Verbindungswege, gemäß Beschilderung ist aber > das Durchfahren auch mit Fahrrädern verboten. einfach für Fahrräder freigeben sollte man das m.E. nicht, es ist nämlich egal, wie alt das Schild ist, andererseits sind gerade Fahrräder in einer "Anlieger frei"-Straße sowieso meist grundsätzlich geduldet. Ich würde auch hier ein permissive setzen, wenn das die reale Situation ist. Ein bisschen muss man in Deutschland aber schon aufpassen, weil es da immer passieren kann, dass einem ein Polizist auch auf dem Fahrrad einen Strafzettel verpasst. Bevor ich in D. ein permissive taggen würde, müsste ich mir schon sehr sicher sein. > In den Feldern liegen einige Bauernhöfe und die Zufahrten erfolgen über ein > paar ordentlich asphaltierte Feldwege. Trotzdem sind an manchen dieser Wege > die üblichen Verbots-Schilder für Kfz angebracht mit den Zusatzschild > „Landwirtschaftlicher Verkehr frei“. Selbstverständlich werden die > Zufahrtswege von allen Anliegern benutzt. Du schreibst "manche der Wege", d.h. es gibt auch Wege, die allgemein befahren werden dürfen? Reichen die nicht aus, um zu allen Häusern zu kommen? Weil wenn sie ausreichen (also die Höfe erschlossen sind), dann würde ich die für den landwirtschaftlichen Verkehr reservierten Straßen nicht in OSM für alle freigeben, selbst wenn die Einheimischen diese Wege nutzen. > Ich habe vor, beide Straßentypen mit den realen Benutzungen zu taggen, also > in beiden Fällen „motor_vehicle = destination“, also kein > Fahrrad-Durchfahrverbot im 1. Beispiel und „Anlieger frei“ verbunden mit > „highway = service“ im 2. Beispiel („motor_vehicle = agricultural“ und > „highway = track“ ist nach wie vor an den Wegen, die ausschließlich von > landwirtschaftlichen Kfz und evtl. Fahrradfahrern, Reitern und Fußgängern > benutzt werden). > Wie seht ihr das? Ich würde wie gesagt im ersten Fall eher vehicle=destination, bicycle=permissive taggen und nicht komplett unterschlagen, was da für ein Schild steht. Gruß Martin _______________________________________________ Talk-de mailing list [email protected] http://lists.openstreetmap.org/listinfo/talk-de

