Hmm, Du sprichst da ein mir fremdes Thema an und ich versteh�auch Deine Aufregung
nicht so recht. Was ist an der "Versionsnummervergebepolitik" so schlimm?
Die gro�en Linux-Distributoren gl�nzen zwar nicht undbedingt mit Eigenleistung,
aber wenn sie denn meinen, dank neuer Intallationsroutinen etc. die Versionsnummer
zu erh�hen, warum nicht? Eventuell gibt�s ja bei RedHat dann auch einen gescheiten
ISDN-Installer. Das w�re mir eine Nummer >9 wert.
Au�erdem unterliegt der Softwaremarkt einer st�ndigen Weiterentwicklung, auch auf
der Linux-Schiene. Wenn das nicht so w�re, Martin, h�tten wir folgendes
Horrorszenario: Alle Welt w�rde immer noch Windows 3.1 benutzen, und das schlimme:
Auch verstehen, wie�s eingerichtet wird. Und jetzt das Allerschlimmste: Wir beide
w�rden uns beim ALU-Abholen auf dem Arbeitsamt treffen.
Und dann: Warum ist die "Windows-Alternative" Laufkundschaft d�mlich? Finde ich
etwas �berheblich. Ich finde den OS-Markt eigentlich sehr spannend und wei�
genauso wie Du, das zu einem erfolgreichen Produkt nicht nur Qualit�t, sondern
auch Umsatz geh�rt, und das funktioniert eben so, mit Versionsnummern, Marketing,
Werbung und bunten Schachteln.  �brigens auch bei Audi. Der  A6 l�uft auf einem
Volkswagen-Modulchassis, nix Neues also, genauso wie der A3, der praktisch ein
Golf ist. So ist das eben.

Cheers,

Patrick

Martin Schmitt wrote:

> Mamma mia!
>
> Kaum stehen Gnome und KDE 2, sowie Linux 2.4 vor der T�r, erh�hen RedHat
> und SuSE die Majornummer und werfen ganz tolle, neue Distributionen mit der
> Version 7 auf den Markt.
>
> SuSE hat damit echte Erfahrung: Als seinerzeit 6.0 in die L�den kam, war
> eine Woche sp�ter der Kernel 2.2.0 fertig.
>
> Warum hat niemand R�ckgrat genug, einmal seine Version eine Zeitlang
> "hinterm Komma" hochzuz�hlen, wenn es au�er Kleinkram und Fixes nicht viel
> neues zu melden gibt? Was w�re an "SuSE 6.5" und "RedHat 6.3" so schlimm
> gewesen?
>
> Sich gegenseitig mit den Versionsnummern hochzuschaukeln, ist im Auge des
> ge�bten Betrachters einfach nur peinlich, insbesondere, wenn sich in
> Wirklichkeit nichts weltbewegendes getan hat. Aber klar: Die d�mliche
> "Windows-Alternative"-Laufkundschaft soll damit geangelt werden. Wenn sich
> die Version so erh�ht, mu� ja alles besser geworden sein.
>
> Versionsnummern sind zu Etiketten geworden, die beim Kunden bestimmte
> Reflexe ausl�sen sollen. Damit man am Stammtisch mit der Version seiner
> dollen Linuxdistribution prahlen kann, die man einmal im Monat per Bootmen�
> startet, weil man sich dann wie was ganz besonderes f�hlt: "Eyyy, ich hab
> SuSE 6.4 und Du nur RedHat 6.2, Lutscher!"
>
> Ich finde es schade, da� der Linuxmarkt (der ja erst seit kurzem ein
> solcher ist) von den gro�en Firmen genauso verkorkst werden soll, wie es
> �berall anders schon geschehen ist. Warum k�nnen die Firmen, die mit und
> dank Linux gro� geworden sind, nicht wenigstens einmal ansatzweise etwas
> "common sense" zeigen, und eben nicht versuchen, per Etikettenschwindel den
> Shareholder Value doch noch irgendwie zu frisieren?
>
> Erz�hlt mir nichts davon, da� SuSE und RedHat keine karitativen
> Einrichtungen, sondern Firmen sind, die Geld verdienen wollen. Man kann
> durchaus Gewinn machen, ohne in die Hand zu bei�en, die einen f�ttert.
>
> Danke f�rs Lesen,
>
> -martin
>
> --
> Eagles may soar free and proud, but weasels never get sucked into jet engines.
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