* Patrick Glanz ([EMAIL PROTECTED]) wrote/schrieb:

> Was ist an der "Versionsnummervergebepolitik" so schlimm?

Sie ist Bauernf�ngerei. Der Wettbewerber erh�ht seine Versionsnummer, also
runde ich auf die n�chste ganze Zahl auf, obwohl ich eigentlich nichts
besonderes neues zu bieten habe.

Ist Dir noch nicht aufgefallen, da� viele Softwarepakete konkurrierender
Firmen mit �hnlichen Versionsnummern umeinandereiern, nur damit es nicht den
Anschein hat, man w�re irgendwie im Hintertreffen?

Es gibt im Falle der beiden angesprochenen Distributionen /keinen/
vern�nftigen Grund, da� auf 7.0 gegangen wird. Insbesondere mit der Release
von KDE2 und Linux 2.4 in allern�chster Zukunft.

> Au�erdem unterliegt der Softwaremarkt einer st�ndigen Weiterentwicklung, auch auf
> der Linux-Schiene. Wenn das nicht so w�re, Martin, h�tten wir folgendes
> Horrorszenario: Alle Welt w�rde immer noch Windows 3.1 benutzen, und das schlimme:
> Auch verstehen, wie�s eingerichtet wird. Und jetzt das Allerschlimmste: Wir beide
> w�rden uns beim ALU-Abholen auf dem Arbeitsamt treffen.

Schwachsinn.

Mit der Windows-Versionierung war ich soweit eigentlich ganz einverstanden,
bis die Sache mit den Jahreszahlen losging.

Und mal eine Frage zum dr�ber nachdenken: Gibt es einen irgendwie rational
erkl�rbaren Grund, warum es Microsoft-Produkte immer nur in runden 
Versionsnummern mit Servicepacks gibt? Warum z�hlt man je SP nicht einfach 
hinterm Komma eins hoch? Dann w�re man jetzt bei NT 4.6a - Da w��te man 
wenigstens, wo man dran ist, und h�tte nicht ewig diesen Kindergarten von 
wegen "welches Servicepack haste denn druff?"

Wenn die Microsofties ihre Software so versionieren w�rden, wie sie es im
Gegensatz zu mir hoffentlich gelernt haben, w�ren wir deshalb wohl kaum
arbeitslos.

> Und dann: Warum ist die "Windows-Alternative" Laufkundschaft d�mlich? Finde ich
> etwas �berheblich. 

Ich wei� schon, warum ich was schreibe. Es ist n�mlich ganz genau so, da�
es sich bei einem Gro�teil der SuSE-Klientel um einen Kreis handelt, der 
nicht Linux will, sondern einen Windows-Emulator. Die ganze darunter 
liegende Unix-Philosophie wollen 90% davon lieber niemals zu Gesicht 
bekommen. Wie ich Dich kenne, wirst Du das auch ganz toll finden, nicht mit
Interna gelangweilt zu werden, aber ich sage Dir: Wenn es so weitergeht,
hat man eben irgendwann wieder Systeme, die man irgendwie unter Kontrolle 
beh�lt, aber bei denen man genauso auf den Goodwill des Herstellers 
angewiesen ist, wie heute bei Windows.  It's all just a little bit of 
history repeating.  

-martin

-- 
I haven't lost my mind; I'm sure it's backed up on tape somewhere!
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