>>>>> "Tobias" == Tobias Kranz <[EMAIL PROTECTED]> writes:

 Tobias> Hi, 1. du w�rdest einen guten Journalisten abgeben (die guten
 Tobias> Sachen rausmachen und die gew�nschten drinnlassen) 

Ich halte das f�r h�flich - damit muss man nicht so lange �ber die
alten Texte scrollen.  Und mit einem Tastendruck komme ich an die
Bezugsmails - viel bequemer geht es kaum.

Noch etwas zum Verfahren - kannst Du zwischen dem zitierten Text und
Deinem neuen jeweils eine Leerzeile machen?  Das macht das viel besser
lesbar.

[Sun und Apache und Java]

 Tobias> �hm, danke. Jetzt weiss ich, dass du auf etwas
 Tobias> anspielst. . . . Aber immer noch nicht auf WAS, was ja
 Tobias> eigentlich auch ganz interessant zu wissen w�re. *g*

Mal sehen, ob ich eine geeignete URL noch wiederfinde.  Zur Zeit
nicht...

 > Und am Ende ist die Java-Lizenz fr�her mal nicht so gewesen, dass
 > sie den Debian Free Software Guidelines entsprach.
 Tobias> Das oben versteh ich nicht wirklich. Bitte um Erl�uterrung,
 > D.h. ich kann damit immer das Problem bekommen, das ich bei Closed
 > Source habe - ich als Nutzer kann nicht so, wie ich das will.
 >>
 Tobias> Theoretisch: ja.  (retorisches) Aber...es mu� auch jemanden
 Tobias> geben, der davon profitiert.

 >> Ach!  Nur sind das nicht unbedingt die Anwender (oder ich).  Bin
 >> ich nicht nett egoistisch?

 Tobias> Damit war Sun gemeint. H�ttest du nicht den n�chsten Satz
 Tobias> gel�scht, w�re es jedem klar geworden, dass ich __nicht__ auf
 Tobias> die Benutzer abgezielt hab, sondern auf diejenigen, die die
 Tobias> Entscheidungen f�llen.

Das ist schon klar gewesen - worum es mir geht ist der eindeutige
Interessenskonflikt, der hier zwischen Sun und den (m�chtegern?)
Java-Anwendern besteht.

[Ergonomie]

 Tobias> Fr�her, ok, du hast dieses Wort ins Spiel gebracht.  Fr�her:
 Tobias> - hat mein Chef seine Diplomarbeit mit Tex geschrieben und es
 Tobias> dauerte zwischen 10 und 30 Minuten, bis sie formatiert
 Tobias> war. 

500 Seiten auf 386/33, 12MB Speicher, Tabellen, Bilder, Index,
Querverweise: 15 Minuten bis zum PS-File.  Ein Kapitel per
\includeonly war in brauchbarer Zeit formatiert - und ich konnte den
Kram einfach zur Uni tragen und drucken.  Das hat sonst *keine* andere
Software geboten.

 Tobias> H�tten alle damals so wie du gedacht: "Das ist
 Tobias> langsam. L�sch es!!", wurden Leute wie DU heute nicht Spr�che
 Tobias> wie "...Dann nimm doch LaTex, Word ist nunmal sch$��$ !!" 
 Tobias> bringen k�nnen. 

LaTeX war damals hinreichend schnell und hat seinen Zweck einwandfrei
erf�llt.  Viele der Java Tools die ich kenne tun das f�r viele Leute
auch.  F�r andere allerdings nicht ;-)

 Tobias> - ..  - ..  - sagten Leute unbequeme Sachen und ver�nderten
 Tobias> damit was.

Der Leidensdruck sorgt f�r Ver�nderungen, da hast Du recht.  Aber
nicht jede Ver�nderung ist auch besser.

 >> Ja, da installiere ich das mit "apt-get install" ;-) Bei Java
 >> Programmen sieht's bei Debian d�ster aus.

 Tobias> Hm, mal sehen die Kernaussage ist wohl wie folgt: "Debian hat
 Tobias> keine Java-Unterst�tzung, darum ist Java scheise! C-Rockt!".

Nein - meine Aussage ist anders:  Den Java-Kram zusammen zu suchen ist
l�stig und aufw�ndig - unter anderem wegen der Java Lizenz.  Daher ist
auch nicht absehbar, dass sich die Lage jemals bessern wird.  Und so
hoch ist mein Leidensdruck zu Java-Programmen nicht, wenn es denn
brauchbaren und einfach verf�gbaren Ersatz gibt.

 Tobias> Du bildest da wohl das Kernst�ck der OS-Gemeinde,
 Tobias> mit dem Gedanken "Hm, das geht nicht, aber da GNU keine Firma
 Tobias> ist, kann ich jetzt gar nicht sagen 'GNU ist scheise!', hm,
 Tobias> was mache ich denn jetzt....

Dann solltest Du mal �berlegen, an welchen Ecken ich immer mal wieder
kratze und das was ich kann verbessere.  GNU/Linux ist kein
Allheilmittel - erst letztes Wochenende habe ich es einem Bekannten
ausgeredet.

 Tobias> dann ist halt Java doof. Aber
 Tobias> Hauptsache mein Lebensmotto: 'ALLES BLEIBT, WIE ES IST!' 
 Tobias> bleibt erhalten!". Gut, weiter so!!  Blo� nichts
 Tobias> konstruktives tun....

Definiere "konstruktives".  Bei meinem Problem (XSL-Transformatoren)
lese ich die Docbook-apps Liste mit, auf der neulich �ber die
Reimplementierung der Java-Extentions f�r xsltproc geredet wurde - aus
den bekannten Gr�nden.  Bis das fertig ist werde ich mit den Java
Tools arbeiten - aber danach wird es eine besser geeignete L�sung
geben.  Pragmatismus, nicht Dogmatismus.

 Tobias> Warum zum Teufel benutzt du Linux? ;-)
 >> Weil ich's bequem mag.
 Tobias> Kein Kommentar, da aus dem Kontext gerissen. (billige
 Tobias> PR-Nummer)

Du kannst gerne das Quoting wieder erg�nzen.

 Tobias> 3. Mit verschiedenen Lizenzen: Auch hier Frage ich: IST DAS
 Tobias> BEI C ANDERS?

 >> Nein, aber bei Debian habe ich eine passende Vorselektion - das
 >> ist mir wichtig - und ich bin faul.

 Tobias> HALLLLLLLOOOOO!  Wir sprechen hier �ber 2 Dinge: 1. C 2. Java
 Tobias> Ich kann da jkein Debian sehen....

Ich benutze Debian, da ist f�r mich viel vorgekaut.  C Programme
kriege ich noch kompiliert, Java-Programme habe ich noch nicht
kompilieren wollen/m�ssen. 

Worauf willst Du hinaus?  Es gibt kein eindeutiges "A ist besser als
B", denn das h�ngt von den Anforderungen und dem Umfeld ab.  Ich habe
meines beschrieben, und warum ich *f�r* *mich* die "Java-Entscheidung"
getroffen habe.

Du hast au�er allgemeinem "Es gibt keine Bufferoverflows, darum ist
java das beste Ding seit geschnittenem Brot" nicht viel zu Deinem
Umfeld erz�hlt.

Ich wechsele jetzt mal zu einer Server-Anwendung (in Java unter
Tomcat/Apache), die $Kunde hat.  Das Ding ist h�bsch bunt, kann
ziemlich gut per Klicken konfiguriert werden und ist normalerweise
hinreichend schnell - und $Kunde hat (naja fast) die freie
Plattform-Wahl ($Lieferant w�rde seinen Applikationsserver verkaufen
wollen).

Trotzdem ist das Teil im dauerhaften Einsatz nicht besonders stabil
gewesen.  Bananensoftware halt, da hat auch Java nichts dran ge�ndert.
Ich sehe durchaus Vorteile f�r Java, aber die 30 Jahre alte Aussage
"There is no silver bullet" trifft noch immer zu.

 Tobias> Wie bei allem hat auch Java Nachteile. Ja das ist die
 Tobias> Geschwindigkeit. Aber da h�rts dann auch schon auf!

 >> Nicht ganz.  Einige Softwarehersteller "unterst�tzen" Linux, weil
 >> es ein Java GUI gibt (sagte jemand SAP).  Und?  Das Teil ist so
 >> grottenlangsam, dass es kein Anwender auf Dauer ohne Jammern
 >> benutzen wird.  Ich kenne meine Anwender und br�uchte damit
 >> garnicht erst zu kommen (selbst das Motif-GUI ist damals
 >> durchgefallen).

 Tobias> OKay....was willst du mir damit sagen??? das SAP nich coden
 Tobias> kann???

Das ist default ;-)  Nein, die erweiterte Funktionalit�t des GUI wird
mit extremen Anforderungen erkauft - 256MB, PIII/700 (rate ich mal).
Fr�her hat man in 16MB ein SAP R/2 f�r 70 Anwender betreiben k�nnen -
dieselben Anwender jammern heute (4 Server f�r R/3, alles 4-6
Prozessoren, 2GB Speicher) �ber die Performance.

Gewiss, es sind einige nette Funktionen dazugekommen, aber es ist
nicht alles Gold was gl�nzt.

 Tobias> Aber die Plattformunabh�ngigkeit ist ja nicht DER wirkliche
 Tobias> einzigste allgegenw�rtige Vorteil von Java (Auch wenns gerne
 Tobias> so dargestellt wird). Der wichtigste Vorteil ist eigentlich,
 Tobias> nach der Objektorientierung (die auch dank C++, eine gute
 Tobias> Entscheidung, in C eingeflossen ist), die "fehlende"
 Tobias> Speicherverwaltung.  Ja, da "rennt" den ganzen lieben langen
 Tobias> Tag der nette Herr G.C. im RAM rum und frag "Hallo, kennt
 Tobias> dich eigentlich jemand? Wenn nein, biste f�llig!". Nat�rlich
 Tobias> frisst das CPU-Zyklen, aber ist das nicht der Preis der
 Tobias> Bequemlichkeit sich aufs Wesentliche konzentrieren zu k�nnen?

 >> Hat jemand etwas von Common Lisp gesagt?  Alles kalter Kaffee.

 Tobias> Lesen lernen. u. s. Sek. 'fr�her'.

Was willst Du mir damit sagen?  Meine Aussage ist:  Fast alles, was
als Java-Silberkugel verkauft wird war, so oder so �hnlich, irgendwo
schonmal implementiert.

Erstaunlich finde ich, wie wenig freie Software in Java ich bisher so
interessant fand, dass ich die installieren wollte.  F�r mich ein
nettes Ma� f�r die Verbreitung von Java.

 >> <flame>Und wirgendwo kommt der Spruch "write once, test
 >> everywhere" ja her.</flame>

 Tobias> ich hab das auch nicht geleugnet, aber das stand ja auch
 Tobias> schon in der Letzten Mail (10 Zeilen dr�ber... lesen lernen

Ich glaube Du meinst eine andere Mail als die, die hier liegt.  Ich
kann in Deiner dazu nichts finden - allerdings bin ich auch krank und
eher unkonzentriert.

 Tobias> Andererseits stimmt die Aussage, das man das auch _mal_
 Tobias> gemacht haben mu�!!! Aber nur um die Technik zu
 Tobias> begreifen. Danach sollte man Abstand gewinnen und mit der
 Tobias> Zeit gehen.

 >> Sicher - ich habe damit kein Problem.

 Tobias> Das ist ja schonmal was, auch wenn du dir damit teilweise
 Tobias> selbst wiedersprichst...

Nein - ich mache nur nicht jede Mode um jeden Preis mit.

Jochen

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