Hallo allerseits

Nachdem sich der urspruengliche Thread zu einer Diskussion ueber 
Install-Probleme entwickelt hat, aendere ich mal das Subject. Ich will mal 
auf den ersten Teil der Mail eingehen.


On Sunday 28 March 2004 13:31, you wrote:
> Hallo Liste,
>
> jetzt ist es eine Woche her da� wir das Seminar hatten. Ich m�chte die
> Teilnehmer dazu einladen ein bi�chen feed back zu geben.
>
> Zum Raum und der Infrastruktur mu� ich wohl nicht viel sagen. Kein Internet
> zu haben ist bl�d, klar. L��t sich 100 m weiter �ndern - es gibt einen
> Computerclub im Keller unserer Turnhalle mit einer Reihe installierter PCs
> und Internet. Die daddeln da vorwiegend, haben aber durchaus Interesse an
> Linux ( Danke an Richard Stahl f�r den Kontakt !). Freilich sind diese
> R�umlichkeiten sehr beschr�nkt, anders als in unserem Ruda.
>

Mit dem Internet war ja vorher klar, ich hab's auch nicht vermisst. Der 
Mirror war eine gute Sache, auch wenn ich nicht darauf zurueckgreifen musste, 
mir reichten meine Selbstgebrannten.

> Debian ist als Thema m.E. sehr komplex.
> Selber habe ich das Gef�hl gerade mal an der Vorspeise geschnuppert zu
> haben. Nach meinem Eindruck sollte man solch ein Seminar , das ist meine
> Folgerung, machen wenn alle Kisten die kommen eine Grundinstallation schon
> haben - und m�glichst die gleiche. Dann erst kann es an die Feinheiten
> gehen ... solange man nur die Grundinstallation  macht ( und dann noch die
> �blichen nicht vorhersehbaren technischen Probleme hat ! Wie ich z.B.,
> sorry ...) kommt man nicht weit...
>

Na ja, die gleiche Grundinstallation halte ich fuer unrealistisch, das, was 
ich auf meine Rechner spiele, muss schon etwas mit den Moeglichkeiten der 
Hardware und dem spaeteren Verwendungszweck zu tun haben. Ein 
funktionierendes Debian waere aber wirklich der kleinste gemeinsame Nenner.

Das allerneuste KDE ans Laufen zu bringen kann dagegen fuer mich nicht das 
Thema eines Debian-Seminars sein, da sollte man dann bitte ein KDE-Seminar 
draus machen. Ich schlage mich privat derzeit mit Maschinen rum, die 
teilweise nur im Textmodus oder gar nur ueber die serielle Schnittstelle oder 
Netz mit mir reden, was fuer Serveranwendungen auch vollkommen reicht. Und am 
Arbeitsplatz versuchen wir gerade, X so klein wie moeglich zu kriegen, da ist 
KDE auch fehl am Platze. Will sagen: im Debian-Umfeld gibt es nicht nur 
Maschinen mit einsteigerfreundlichem grafischen Interface. Und da waeren dann 
auch noch die Gnome-Fans ...

> F�r Linux an der Max-Planck-Schule war dieses Seminar sehr gut. Es war
> sozusagen die Elite der motiviertesten Sch�ler der jeweiligen Jahrg�nge da
> und die nehmen Debian auch als sportliche Herausforderung. Und, klar, die
> fanden das Seminar und Euch ganz nett...

Wenn wir ein paar Leuten was haben zeigen koennen, mit dem sie was anfangen 
koennen, dann war das doch kein schlechter Tag.

> Jetzt im Alltag bin ich freilich die oft �berforderte Anlaufstelle. Mu� ich
> doch selber noch �ben !

Fragen, fragen, fragen. Aber da sage ich dir ja nichts neues.

> Mein Vorschlag: dieses Seminar etwa Ende Mai fortsetzen. Etwa so:
> - Jemand von uns richtet Debian Woody auf 3-4 Rechnern des Computerclubs
> in deren Seminarraum ein ( von 8.30 - 9.30, etwa ). W�hrenddessen k�nnen
> die Anderen im Ruda ihre Apparate aufbauen.
> - wir machen von 10 - 13 Uhr ein "richtiges" Seminar im Seminarraum des
> Clubs - ab 13 Uhr versuchen wir im Ruda das Gelernte auf unseren eigenen
> Kisten umzusetzen...
>
> Wie w�re das ?

Wie stellst du dir das konkret vor? Vorletzten Samstag betrachte ich im 
Nachhinein nicht als Seminar, eher als Installationsparty. War nett, sich mal 
wieder zu sehen, vor allem da ich nicht mehr zum Stammtisch kommen kann, 
ansonsten aber ziemlich unstrukturiert. Unter einem Seminar verstehe ich 
etwas anderes.

Infrastruktur ist das Eine, aber hast du Referenten? Eine Themenliste? Da hat 
es in meinen Augen beim letzten Mal gehapert. Torsten hatte ja ein paar 
Sachen angekuendigt, aber ueber ein paar einleitende Worte hinaus hat sich 
dann nichts ergeben, solange ich da war. Kunststueck, er war ja mit 
Vor-Ort-Hilfe ausreichend beschaeftigt.

Was lernt uns das? Beim Seminar-Teil fuer die Zuhoerer Computerverbot? 

Fuer mich war es die erste Teilnahme an einem PUG-Seminar, ich habe den 
Eindruck, wir ueben noch. Das Thema ist interessant und lohnt die 
Fortsetzung. 

Das allgegenwaertige Raum-Problem hattest du mit deinem Einsatz geloest - 
Internet-Anbindung hin oder her. Wenn wir mit dem inhaltlichen Angebot noch 
ein Stueck besser werden, bin ich beim naechsten Mal wieder dabei.

Nachsatz: ich will hier niemandem Vorwuerfe machen. Mir geht es um eine 
sachliche und offene Antwort auf Michaels Mail, versteht mich also nicht 
falsch. Thomas Borger fragte nach einem Debian-Seminar, bei dem er was lernen 
wollte, kriegte dann die Organisation zugeschoben, neben Torsten Gowik 
reagierte niemand auf die Referenten-Suche, die Frage der Raeumlichkeiten 
hing lange in der Luft - ein Wunder, das ueberhaupt was zustande kam. Von 
diesem Stand aus koennen wir eigentlich nur besser werden.

In diesem Sinne gruesst,

   Hartwig

(der weiss, dass man sich mit so einer Mail eigentlich nur die Finger 
verbrennen kann - sei's drum)

>
> Gruss,
>
> Michael Bischof
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PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

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