On Sunday 04 July 2004 15:43, Michael Bischof wrote:
>
> Nein. Es geht nicht darum ob eine �ffentliche Stelle MS hat oder nicht. Man 
> kann auch unter Word .rtf-Dateien machen und an Andere weitergeben - aber 
> eben niemals .doc-Dateien oder excel, Alles, wo die Schnittstellen offen 
> sind, aber bitte nur das. Nat�rlich ist mir die Konsequenz klar. 

Ja, aber .rtf und .csv sind offene Formate, die - glaube ich - auch M$ geh�ren 
und (deshalb) nur einen kleinen Teil der M�glichkeiten abdecken.

> Die kleinen Nutzer verfolge ich nicht, 
> halte sie aber im Zustand des potentiell Kriminellen. Vieles an dieser 
> Branche geht mir auf den S...

d'accord! 

> > Der Weg ist richtig. Wenn aber der erste Einzelfall auftaucht, dass ein
> > Sch�ler eine wirklich ausgereifte Pr�sentation anbringt, die niemand in 
ein
> > �ffentliches Format bringen kann, muss man etwas nachgeben und dann ist
> > vieles nicht mehr aufzuhalten.
> Wieso nachgeben ? Wenn ich einen Brief verschicke mu� ich auch eine g�ltige 
> Briefmarke drauf kleben. Eine Pr�sentation, die nur auf dem Rechner eines 
> Sch�lers l�uft ? Ziel verfehlt. Die Schule kann und darf sich nicht in die 
> privaten Spielpl�tze von Sch�lerInnen und LehrerInnen einmischen - aber
> diese Spielpl�tze sollen und m�ssen auch privat bleiben.

Aber die Schule wird doch keine UPS-Sendungen ablehnen, nur weil diese nicht 
�ffentlich, sondern privat versendet sind, oder?

Szenario: eine besonders talentierte Sch�lerin schreibt mit C++, Java oder 
Lisp ein Programm, dass unter Linux eine Pr�sentation kontextabh�ngig 
sprachgesteuert f�hrt. Da sie daf�r nicht offene - aber f�r Ausbildungszwecke 
kostenfreie - Bibliotheken verwendet, handelt es sich auch um ein nicht 
offenes Format und Abspielprogramm. Willst Du ihr jetzt verbieten, die 
Pr�sentation zu halten, obwohl ein wichtiger Teil der Leistung eben darin 
besteht, dass nicht ein Mitsch�ler auf die Worte reagiert und Folien von Hand 
wechselt oder in OO die entsprechende Taste dr�ckt?
Solange es eine einfache L�sung gibt, wie "Drucke Deine legale ppt.-Datei in 
eine .pdf!" oder "Lade die .ppt mit OO und speichere sie als .sx*!" ist ja 
nichts dagegen einzuwenden.

Aus meiner Sicht gibt es aber Grenzen. Legale private M$-Software ist nicht 
per se schlecht (solange es sich nicht um Unterricht, sondern um 
Sonderleistungen in Eigeninitiative handelt). Du kannst nat�rlich Dir die 
Lizenz vorlegen lassen. Verlangst Du aber auch von Kindern kleiner 
Unternehmer, die mit einem Auto zur Schule gebracht werden einen Nachweis, 
dass die Fahrt nicht in der Firma abgesetzt wird? Schlie�lich wwei� jeder, 
dass dort besonders viel Schmuh getrieben wird und dies auch teilweise von 
Autoh�ndlern und sogar Steuerberatern unterst�tzt wird.

Es ist richtig dagegen anzugehen, aber die Verh�ltnism��igkeit muss gewahrt 
bleiben. Das beste Argument ist immer noch, wenn auf den Schulrechnern kein 
M$ installiert w�re und die Pr�sentationen mit Schulmitteln durchzuf�hren 
sind. Aber mit einem freien Reader oder dem oben selbst geschriebenen 
Programm, ist dem in der Regel Gen�ge getan.

Es ist ja nur meine Meinung, die Du hoffentlich auch lesen wolltest. Ich habe 
Probleme damit, wenn die Regelungen die Kreativit�t der Sch�ler �bergeb�hlich 
einschr�nken. Und die Grenze exakt zu ziehen, ist eine sehr anspruchsvolle 
Aufgabe. Besonders wenn Kollegen parallel dazu auf M$ ausbilden.

Gru�    Dirk
-- 
Dirk Hanss
[EMAIL PROTECTED]

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