Am Donnerstag, 31. August 2006 10:52 schrieb David Blaum:
 
> Bei einem Streit können ruhig mal hart Worte fallen, solange am Ende ein
> sinnvoller Konsens steht.
>
>  ;-)

Den haben wir ja - wir nehmen dieses Beispiel nicht für den Anfänger-Workshop.
 
> > Für Windows kann man diese Tips benutzen:
> > http://www.pctipp.ch/helpdesk/kummerkasten/archiv/div/30078.asp
 
> Also ich finde das ziemlich umständlich. Das mag ja gehn, wenn man nur
> ab und zu seinen Namen mit Sonderzeichen schreibt...

Da stimme ich Dir zu! 
>
> > > oder was auch immer und leg dir in deinem E-Mail Programm eine Signatur
> > > an.
> >
> > Was meinst Du damit? Das verstehe ich nicht!
 
> Wer aber öfters in kyrillisch, griechisch, türkisch ect. schriebt
> braucht wohl eine entsprechende Tastatur mit Sonderzeichen in der
> entsprechenden Sprache und eine eigenes Tastatur-Einstellung (egal ob
> KDE oder Win) für diese.

Nein, nein! Du rufst kcharset auf, klickst die 4-5 wichtigen Sonderzeichen an 
und mit dem copy-and-paste-System von Linux (das erheblich besser als das von 
Windows ist) überträgst Du bei Bedarf diese Sonderzeichen in Deinen Text. 
Unter Windows geht das auch, klar - mit charmap.exe. Nur umständlicher. 
Dann aber speicherst Du Deine Textdatei unter utf-8 oder, bei Türkisch, unter 
iso-8859-9. Geht mit kwrite ganz leicht - letzteres würde bei Windows 
vermutlich (?) auch gehen, wenn man bei Sprachoptionen extra (!) auch 
Türkisch installiert hätte. Auf einem normalen Windows XP geht es nicht! D.h.
hier wäre der Anfänger am Ende.

Und Du mußt sie auch so öffnen! Geht mit Beiden, wenn es utf-8 ist. Mit 
iso-8859-9 geht es bei mir und in der Schule mit Windows nicht.

Bis auf wenige Nerds kann das bei uns kein Schüler. Und IT-Lehrer sagen und 
bestehen auch darauf, dass so etwas nicht gelehrt würde: der Vorteil von 
Windows sei doch gerade, dass es "auch so" geht, ohne dass sich der Anwender 
groß Gedanken darüber machen muß, was er macht. Deshalb sieht man auch die 
Dateinamensendungen nicht - es sei besser so! Das mache Windows hatl 
automatisch. 
Die Zumutung, den eigenen Namen richtig schreiben zu sollen, verlagert man ins 
Reich der "Programmierer". 
Das ist mein Punkt: ein System/Konzept, das diese Banalität nicht kann, nicht 
enhält, kann nur mit "kann's nicht" beschrieben werden. 
Wenn ich, damit der Namen richtig geschrieben werden kann, auf charmap 
verweise und damit automatisch auf den Unterschied zwischen "Speichern" und 
"Speichern unter..." (und was da dran hängt), habe ich das oben zitierte 
Konzept verlassen, es "geknackt".
Und ich ziehe daraus den Schluß, dass Windows für Anfänger, die mit Anderen 
kommunzieren wollen, weniger geeignet ist - weil es für einfache 
Anforderungen gegenüber Linux/KDE erheblich kompliziertere und umständlichere 
Lösungen liefert. 
 
Für mich und das Umfeld, in dem ich arbeite (das sind eben nicht Leute mit den 
Fähigkeiten von Markus, Klaus und Dir), ist die Schlußfolgerung 
unausweichlich. 

Wenn wir weitergehen zu einer immer noch einfachen Aufgabe (einen formatierten 
Text mit eingebauten Bildern herstellen, der auf der Maschine des Adressaten 
genauso aussehen muß und keine proprietären, nichtöffentlichen Dateiformate 
enthalten darf) übergehen ist Windows ohnehin aus dem Rennen. Es gibt so 
zahlreiche "Zusatzverbote", die man hierbei beachten muß, um diese Aufgabe zu 
lösen, dass die Frage nur lauten kann: wie kann man ein System, das es dem 
Anfänger so schwer macht, diesen zumuten? 

Gruß,

Michael Bischof 
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PUG - Penguin User Group Wiesbaden - http://www.pug.org

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