Michael Bischof schrieb:
Nein, nein! Du rufst kcharset auf, klickst die 4-5 wichtigen Sonderzeichen an
und mit dem copy-and-paste-System von Linux
Wenn ueberhaupt, dann das von deinem Windowmanager. "Linux" kennt kein
Copy und Paste.
(das erheblich besser als das von
Windows ist)
Den Unterschied erklaer mir mal bitte!
überträgst Du bei Bedarf diese Sonderzeichen in Deinen Text.
Unter Windows geht das auch, klar - mit charmap.exe. Nur umständlicher.
??
Dann aber speicherst Du Deine Textdatei unter utf-8 oder, bei Türkisch, unter
iso-8859-9. Geht mit kwrite ganz leicht - letzteres würde bei Windows
vermutlich (?) auch gehen, wenn man bei Sprachoptionen extra (!) auch
Türkisch installiert hätte. Auf einem normalen Windows XP geht es nicht! D.h.
hier wäre der Anfänger am Ende.
Man kann auf einem Windowssystem selbstverstaendlich das Tastaturlayout
auf tuerkisch umstellen. Fuer das ganze System auf tuerkisch braeuchte
man ein tuerkisches Windows(wasauchimmer)
Und Du mußt sie auch so öffnen! Geht mit Beiden, wenn es utf-8 ist. Mit
iso-8859-9 geht es bei mir und in der Schule mit Windows nicht.
Dann stimmt etwas mit den Einstellungen nicht.
Bis auf wenige Nerds kann das bei uns kein Schüler. Und IT-Lehrer sagen und
bestehen auch darauf, dass so etwas nicht gelehrt würde: der Vorteil von
Windows sei doch gerade, dass es "auch so" geht, ohne dass sich der Anwender
groß Gedanken darüber machen muß, was er macht. Deshalb sieht man auch die
Dateinamensendungen nicht - es sei besser so! Das mache Windows hatl
automatisch.
Da besteht bestimmt Klaerungsbedarf.
Die Zumutung, den eigenen Namen richtig schreiben zu sollen, verlagert man ins
Reich der "Programmierer".
Das ist mein Punkt: ein System/Konzept, das diese Banalität nicht kann, nicht
enhält, kann nur mit "kann's nicht" beschrieben werden.
Wenn ich, damit der Namen richtig geschrieben werden kann, auf charmap
verweise und damit automatisch auf den Unterschied zwischen "Speichern" und
"Speichern unter..." (und was da dran hängt), habe ich das oben zitierte
Konzept verlassen, es "geknackt".
Und ich ziehe daraus den Schluß, dass Windows für Anfänger, die mit Anderen
kommunzieren wollen, weniger geeignet ist - weil es für einfache
Anforderungen gegenüber Linux/KDE erheblich kompliziertere und umständlichere
Lösungen liefert.
Linux mit installiertem X und Windowmanager(foobar) ist eben
multilingual benutzbar, vermeintlich "umsonst". Windows(foobar) ist auf
die Sprache begrenzt in der es gekauft wurde.
Für mich und das Umfeld, in dem ich arbeite (das sind eben nicht Leute mit den
Fähigkeiten von Markus, Klaus und Dir), ist die Schlußfolgerung
unausweichlich.
Welche?
Wenn wir weitergehen zu einer immer noch einfachen Aufgabe (einen formatierten
Text mit eingebauten Bildern herstellen, der auf der Maschine des Adressaten
genauso aussehen muß und keine proprietären, nichtöffentlichen Dateiformate
enthalten darf) übergehen ist Windows ohnehin aus dem Rennen.
Es gibt PDF und LaTex. (und vermtl. noch anderes)
Es gibt so
zahlreiche "Zusatzverbote", die man hierbei beachten muß, um diese Aufgabe zu
lösen, dass die Frage nur lauten kann: wie kann man ein System, das es dem
Anfänger so schwer macht, diesen zumuten?
Um zu Deinem Beispiel aus einem anderen Posting, von Dir, zu kommen: Ich
habe erst angefangen mir dicke Buecher unter den Arm zu klemmen,
*nachdem* ich mich mit Linux beschaeftigt habe. So intuitiv, genial und
einfach finde _ich_ Linux nicht.
ciao,Manfred
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