René F. Franke schrieb:
> Am Mittwoch, 8. November 2006 17:38 schrieb Klaus Klein:
> 
>> Den Kommentar verstehe ich nicht ganz. Wenn Du nur noch Knöpfe drücken
>> kannst und eben kein Kreuz mehr (nicht) machen kannst, ist es für das
>> 'mitdenken' zu spät!
>>
> soweit hast Du recht. allerdings unterstellst Du implizit, dass wahlen 
> manipuliert würden. dieweil ich der meinung bin, dass die leute auch ohne 
> beschiss so deppert wählen. im zweifelsfall gilt doch das gute alte "qui 
> bono?": wer hätte denn von fälschungen etwas? bislang reduziert sich die 
> ganze nummer doch eher darauf, dass "man" im gefühl der sicheren niederlage 
> (ohne überhaupt angetreten zu sein) schon mal sagt, dass es irregulär war.
> 

Jetzt muss ich mich aber auch einmal zu Wort melden.
Ich hatte vor ein paar Tagen genau das gleiche Thema mit einem Kollegen.
Es gibt einige die Interesse an einem bestimmten Ausgang einer Wahl
haben. Ich schmeiße jetzt einfach mal den Begriff Lobbyismus [1]. So
mancher Industrielle oder Konzern würde es bestimmt gerne sehen, dass
durch die Gesetzesnovelle XYZ sein eigenes Monopol weiter besteht oder
gar gestärkt wird. Dabei kann es in der Wirtschaft um Milliarden von
Euros gehen. Man denke dabei auch nur mal an die Softwarepatente oder
das Kyoto-Protokoll, aber das ist hier nicht das Thema...
So würde dieser Konzern gerne den Politiker an der Spitze sehen, der
sein Anliegen entsprechend vertritt und wenn es um Kopf und Kragen geht
wird er auch alles dafür tun.

Fakt ist nun an diesen Wahlmaschinen, dass sie manipulierbar sind.
Zwar wird ein gewisses Prozedere um diese Maschinen zum Wahlzeitpunkt
veranstaltet, wodurch Manipulationen nicht möglich gemacht werden sollen
- die Dinger werden besser bewacht als die Queen oder der POTUS, sollte
man jedenfalls vermuten.

Doch was passiert vorher?
Wer ist denn gut mit dem Gerätehersteller oder dem Chip-Lieferanten
befreundet? Oder wer will gerade sein bester Freund werden?
Apotheke - Pferde - kotzen... sage ich da nur...

So jetzt mal Schluss mit Verschwörungen und so weiter...

Meinen Kollegen wunderte es, dass bei der Auszählung der Stimmen (er
musste Knöpfchen drücken) so viel Zeit vergangen war. Das Auslesen der
Geräte dauerte über zwei Stunden...

Also, Wahlen sind dem deutschen Grundgesetz nach frei und offen.
Die Auszälung der Stimmen hat unter den Augen der Öffentlichkeit
stattzufinden - jeder darf dabei stehen und beobachten wie Maschinen
Zettel und Codes ausspucken oder Menschen sich andauernd verzählen und
immer wieder von vorn beginnen...

Denny hatte schon recht - eine Briefwahl ist nicht von einer Maschine
abhängig.

Soll aber jeder das tun was er / sie für richtig hält. Ich stehe diesen
Maschinen bzw. deren Umfeld jdenfalls kritisch gegenüber.

[1] http://de.wikipedia.org/wiki/Lobbyismus
-- 
Gruß
Patrick

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