Am Samstag, 22. November 2008 05:34:22 schrieb Martin Schmitt:
> Michael Bischof schrieb:
> > Ok, wenn das so ist dass bei 8-bit eben bei 256 Schluss ist, das weißeste
> > Weiß dann hieße das dass eine digitale Kamera 1:256 Kontrastumfang
> > wiedergeben kann: also 8 Blendenstufen, richtig? Das ist nicht sooo viel.
>
> Ich weiß nicht, was 1:256 heißt, und wie sich das in Blendenstufen
> umrechnet, aber bei meiner DSLR zeigt das Histogramm (wie bei allen
> Canon-DSLRs) 5 Blendenstufen an, mit Spielraum bei der Raw-Verarbeitung.
> Falls Du früher mal Negative vergrößert hast, ist das wirklich extrem
> dünn, ja. Als Diafotograf solltest Du Dich aber eigentlich ganz heimisch
> fühlen. ;-)
>
> > ,,Man kann die Technik besser beherrschen. Bessere Fotos bedeutet das
> > noch lange nicht" - Max, natürlich nicht! Aber ich muß in meinem Kopf vor
> > dem Druck auf den Auslöser ,,sehen" können wie das Bild hinterher
> > aussieht. Darauf wollte ich hinaus.
>
> Da Deine Lumix ein Live-Histogramm anzeigt, ist vielleicht bei den
> folgenden Links was für Dich dabei:
>
> http://www.luminous-landscape.com/tutorials/expose-right.shtml

Danke! Sehr gute Arbeit. Das ist der Punkt, zu dem ich aufgrund meiner 
Experimente bis jetzt, der Antworten von Max und Hartwig auch gekommen war:

,,For film based photography, the highlight end of the scale is compressed by 
the shoulder portion of the D/log E curve. So as brighter and brighter 
objects are photographed, the highlight detail gets gradually compressed more 
and more until eventually the film saturates. But up until that point, the 
highlight compression progresses in a gradual fashion.
Solid state sensors in digital cameras behave very differently. As light falls 
on a sensor, a charge either accumulates or dissipates (depending on the 
sensor technology). Its response is well behaved right up until the point of 
saturation, at which time it abruptly stops. There is no forgiveness by 
gradually backing off, as was the case with film.
Because of this difference, setting up the exposure using an 18% gray card (as 
is typically done with film) does not work so well with a digital camera. You 
will get better results if you set your exposure such that the whitest white 
in the scene comes close to, but not quite reaching, the full digital scale 
(255 for 8-bit capture, 65535 for 16-bit capture). Base the exposure on the 
highlight for a digital camera, and a mid-tone (e.g. 18% gray card) for a 
film camera."
 
Man muß das Bild so machen das der hellste bildwichtigste Ton gerade noch 
differenziert bleibt, also nicht 256 ausmacht.

Und da wir heute frischen Schnee haben war es leicht das auch 
auszuprobieren! ;-)

> http://www.luminous-landscape.com/tutorials/understanding-series/understand
>ing-histograms.shtml

Danke, Martin, ebenfalls exzellenter Link. Aber als traditioneller Fotograf 
sagen mir diese Dichtekurven mehr, die man mit Gimp bei ,,Farben" und 
dann "Kurven" kriegt. Aber zum Verständnis des Ganzen ist dieser Artikel 
wunderbar.

> Das Netz da draußen ist übrigens randvoll mit Leuten, die sich über die
> Fototechnik ihre Köpfe heißdiskutieren und dabei keine ordentlichen
> Fotos zuwege bringen, während andere ganz große Kunst mit Plastiklinsen
> und Restbeständen von Polaroid machen.

Martin, das ist schon seit mindestens 1974 so, als ich zum ersten Mal in 
meinem Leben eine dieser Fotozeitschriften kaufte. Später fand ich dann bei 
Anselm Adams, einem amerikanischen Landschaftsfotografen, der seine 
Hauptarbeiten in den 30ern und 40ern gemacht hatte, und seinem 
Grauskala-Konzept die ultimative Herangehensweise. An der hat sich bis heute 
nichts geändert... da Du das Alter oft erwähnst: wenn man älter ist ist sind 
die meisten Dinge schon einmal da gewesen. Das ist auch hier so. Ich muß nur 
die neuen Schräubchen und Knöpfchen verstehen lernen, die ja abweichen vom 
Verfahren mit dem klassischen Film (der die logarithmische Kennline 
inkorporiert hat, zusammen mit der Zusammensetzung des Entwicklers).

Die große Kunst mit Plastiklinsen: tja, manche Menschen, aber sehr wenige, 
lernen das eben unterbewußt. Wenn sie es reproduzieren können, und das kann 
dann eben kaum noch Jemand: Klasse! Hierbei zählt ja nur das Ergebnis.
Das Geheimnis scheint zu sein, sich vor (!) dem Druck auf den Knopf das Bild 
und seine Wirkung richtig vorstellen zu können.

Gruß,

Michael Bischof 
 
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