Hallo Georg,
ach Gott, ich habe kaum was zu teilen. Ich habe um
Größenordnungen mehr Fragen als Antworten. Irgendwie nervt mich
das kreative Chaos unter Linux. Aber EOL von XP droht ... also
Augen zu und durch. Immer noch besser Linux als Windows XYZ.
<... dass
es native keine Verschlüsselung unterstützt. Hast Du Bedarf an Verschlüsselung
...>
Sorry, hatte ich vergessen zu erwähnen. Dito wie bei Partclone
auch keine Kompression.
Ja habe ich natürlich. Wollte gleich auf ein verschlüsseltes
System migrieren, habe die diesbzgl. Evaluierungsphase dann aber
erst mal abgebrochen. Geprägt durch mein Gespann
True Image & TrueCrypt unter Windows wollte ich mir
unter Linux erst nochmal einige subtile Fragen
eines Backups von verschlüsselten Quellverzeichnissen bzw.
dessen Recovery durch den Kopf gehen lassen. Leider hakt es
unter Linux ja nicht nur mit einem äquivalenten Verwöhn-Backup,
sondern auch mit TrueCrypt.
Aber ein Backup-Zielverzeichnis zu verschlüsseln (besonders
in der Cloud) ist ja eigentlich kein Thema. Dazu
gibt's in den Gazetten ja immer wieder einschlägige Artikel.
Dumm war mein Statement, das Zielverzeichnis
könne ja ggfs. auch die Kompression übernehmen. Da ein für den
normalen User brauchbares Btrfs ja auf sich warten läßt, hatte
ich im Hinterkopf ein komprimierendes NTFS-Verzeichnis. Aber ich
denke, der NTFS-Treiber von Linux wird sich an diesem Attribut
wohl nicht aufhalten. Windows selbst tut es ja auch nicht
durchgängig: Ein File wird nicht komprimiert, wenn er mittels
Explorer in ein komprimiertes Verzeichnis kopiert wird
(umgekehrt wird er wohl dekomprimiert).
Das ist doof, aber im Zeitalter riesiger billiger HDs und
schneller lokaler Schnittstellen und Leitungen zumindest für
meine paar -zig GBs verschmerzbar.
<Nutzt Du
Online-Speicher?>
Meine häusliche IT ist eine Clowd-freie Zone und wird es auch
immer bleiben.
Sorry für die verspätete Rückmeldung, mußte mich anderen Prios
fügen.
gruß wolf
Hallo Wolf,
vielen Dank, dass Du Deine Erfahrung mit unserer Community
teilst. Ich habe mir BackInTime angesehen und festgestellt,
dass es native keine Verschlüsselung unterstützt. Hast Du
Bedarf an Verschlüsselung und auch dafür für Dich eine Lösung
gefunden? Kannst Du uns hierzu Informatioen geben?
Noch eine Frage habe ich an Dich: Nutzt Du Online-Speicher?
Wie sieht Deine Backup-Lösung an dieser Stelle aus?
Ich bin gespannt auf Deine Antworten.
Viele herzliche Grüße
Georg
Hallo allerseits,
ich gehöre zu den
bislang ausschließlich still & interessiert
zuhörenden Mitgliedern der Liste. Nach mehreren
Jahrzehnten in der IT fernab von
Unix / Linux befasse ich mich nun
hobbymäßig mit Linux im Rahmen der
Migration meiner häuslichen IT von
XP nach Linux (z. Zt. Xubuntu).
Das Thema 'Backup' hat mich erfolgreich ausgebremst, weshalb
es zu einem meiner 'Lieblingsthemen' avanciert
ist. Ich möchte meine Backup-Philosophie
zwischen Wunsch und Wirklichkeit skizzieren,
denn da ich Tools nutze, die in den bisherigen
Stellungnahmen und Ausarbeitungen nicht erwähnt
worden sind (sorry, falls ich etwas überlesen
haben sollte), stellt das für den einen oder
anderen vielleicht eine Anregung dar. Für
kritische Anmerkungen und Erfahrungsaustausch
bin ich jederzeit dankbar.
Meine Intention war eine
rundum-sorglos-Backup-Lösung, wie sie mir unter
Windows 'Acronis True Image' bietet: Eine
Desaster-Recovery-fähige Imaging-Software, die
allerdings auch einen Griff in die Images
erlaubt und so ein selektives Recovery auf
File-Ebene ermöglicht mit weiteren Features wie
in situ-Verschlüsselung und -Kompression, Backup
/ Recovery aktiv genutzter Partitionen und
inkrementeller / differenteller Backups zur
schnellen Erfassung aktueller Änderungen des
Systems. Ich mußte dann lernen, daß es so etwas
unter Linux wohl nicht gibt (möglicherweise von
für den Hausgebrauch überdimensionierten
Server-basierten Lösungen einmal abgesehen). Aus
dem verwirrenden Bauchladen der
Backup-Helferleins habe ich mir die nachfolgend
skizzierte Vorgehensweise extrahiert.
Alle paar Wochen / Monate jeweils vor / nach
größeren Änderungen am Gesamtsystem (System,
/home, Partition meiner virt. Maschinen) ziehe
ich als Grundsicherung Images mit Partclone.
Dieses werkelt auch unter der Haube des immer
wieder besungenen Clonezilla, mit dem ich aus
verschiedenen Gründen aber nicht glücklich war.
Ein Restore eines solchen
Images ist im Fall der Fälle m. E.
allemal die schnellere und sorglosere
Variante als das System komplett neu
aufzusetzen incl. aller individuellen
Installationen und Settings. Mit
dem unabhängigen Tool Imagemount kann man
darüberhinaus in die Images 'reingreifen und so
ein selektives Recovery auf Fileebene
bewerkstelligen.
Die von Partclone zu sichernden Part. dürfen
nicht gemounted sein, weshalb ich die Scripts
von einem eh parallel installiertem Testsystem
starte. Gegenüber dd scheint mir Partclone die
smartere Lösung zu sein, da nicht genutzte
Sektoren nicht gesichert werden und die Images
so ohne weiteres Zutun nicht größer sind als
nötig. Inkr. / diff. Backups werden bislang
leider nicht unterstützt, und auch nicht in
situ-Kompression und Verschlüsselung. Die
letztgenannten Features können aber ggfs. vom
Backup-Zielverzeichnis übernommen werden.
Zur
regelmäßigen täglichen Sicherung von
/home (und systemseitig
evtl. auch noch /var,
/etc,
...?) nutze ich BackInTime, das als
ansprechende GUI zu rsync & Co.
verläßlich sein sollte und nativen
Zugriff auf die gesicherten Daten
erlaubt. Praktisch finde ich die
optionale automatische Verwaltung einer
Backup-History. Berechtigungsstrukturen
etc. werden in einer separaten Datei
gesichert, so daß man das Backup auch z.
B. unter NTFS ablegen kann.
Die erwähnten Tools haben sich in verschiedenen
notfallmäßigen sowie testweise durchgeführten
Recoveries bislang als zuverlässig
herausgestellt. Von Dejadup als sehr
Ubuntu-spezifischem Tool habe ich Abstand
genommen.
gruß wolf
Niederkassel
Am 18.01.2014 12:35, schrieb Joel Garske:
...
<Thread per 22.01.14>
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