Hi Georg!

Bin mal gespannt, wie am Ende Dein Selbstbau-Server aussieht.

Ich habe mir zum Jahreswechsel auch einen kleinen NAS-Server gebaut, nachdem 
ich mit Raspi & Co bzgl. Zuverlässigkeit schlechte Erfahrungen gemacht habe.
Allerdings benötige ich deutlich weniger Plattenplatz als Du, habe kein RAID
und muss auf dem Ding nicht Virtualisieren. Deshalb habe ich mich für ein
Intel NUC mit einem Celeron J3455 entschieden. Mit Platte und RAM habe ich
ca. 200 Euro bezahlt. Außerdem ist der süße Würfel nicht viel größer als ein
Raspi im Gehäuse und fällt im TV-Schrank nicht auf. Und Linux klappt damit
hervorragend! Ich denke, für Dich wird das aber nichts sein

Ansonsten kann ich Dir nur empfehlen, mal nach einem Small Business Server
Ausschau zu halten. Habe sehr gute Erfahrungen mit den Dell PowerEdge-Servern
gemacht. Das ist Hardware, die auf 24h-Betrieb und hohe Zuverlässikeit bei
gleichzeitig niedrigem Energieverbrauch ausgelegt ist.

Gruß, Jan

On Sun, Feb 02, 2020 at 02:06:17AM +0100, Georg Maubach wrote:
> Hallo zusammen,
> 
> -- Aktuelle Situation --
> ========================
> Vor dem Jahreswechsel hatte ich ja noch mal nach der Möglichkeit gefragt, an 
> Synology NAS Systeme externe optische Laufwerke anzuschließen. Hier gab es 
> nichts Neues: Synology unterstützt weiterhin keine optischen Laufwerke am 
> vorhandenen USB 3.0 Anschluss.
> 
> Mein Synology NAS DS216j ist ein kleines NAS für Private/Home User. Es 
> verfügt nur über den schwachen Prozessor Marvel Armada 385 88F6820 - Dual 
> Core - 1 GHz und 512 MB DDR3 RAM. Virtualisierung mit Docker oder VirtualBox 
> wird nicht unterstützt. Ein Wechsel des Prozessors und ein Ausbau des 
> Speichers sind nicht möglich.
> 
> Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass der Arbeitsspeicher häufig fast 
> vollständig ausgelastet ist.
> 
> Das Synology NAS ist mit 2x 3TB Western Digital RED bestückt, Betrieb im 
> RAID-1 Verbund. Am NAS hängt eine 3 TB externe Samsung USB 3.0 HDD für 
> tägliche inkrementelle Backups. Ein weiteres tägliches inkrementelles Backup 
> wird in die STRATO Cloud geschrieben.
> 
> Die Unzulänglichkeiten des Synology NAS haben mich dazu bewegt, über einen 
> Do-It-Yourself Server nachzudenken, da NAS-Systeme mit eingebautem optischen 
> Laufwerk sehr, sehr selten sind. Einige wenige High-End Business NAS sind so 
> ausgestattet. Der Preis ist für mich aber zu unattraktiv.
> 
> -- Planung --
> =============
> Ich habe deshalb recherchiert und habe jetzt folgendes System in Planung:
> 
> Processor: Intel Pentium Gold G5400 - Coffee Lake Architektur
> Board: ASUS Server P11C-I - Sockel LGA1151v2 - ITX - M.2
> Memory: Crucial DDR-4-2400 - 8 GB - Value CL 17
> Storage System: Transcent MTS400S - M.2 HDD 2,5 SSD - 32 GB
> Storage Data Disk 1: Western Digital RED - 3 TB
> Storage Data Disk 2: Western Digital RED - 3 TB
> Opical Drive: BluRay LG BH16NS55 - SATA
> Power: ATX 400W BeQuiet System Power 9
> Case: CoolerMaster Elite 130 - Mini-ITX
> Assembly: inkl. über Händler
> 
> Der Zusammenbau läuft über Händler, da das meine Kompetenzen übersteigt.
> 
> Das System erfüllt damit folgende Anforderungen:
> 
> (1) NAS-Server
> (2) Server für den Betrieb von Virtuellen Maschinen unter Docker und 
> VirtualBox für Software-Tests
> (3) Nutzung des Server für Machine Learning Anwendungen
> (4) Backup der Daten auf ein internes optisches Laufwerk
> (5) System mit aktueller Hardware, ausreichend für die geplante Lebensdauer 
> von ca. 5 - 7 Jahren.
> 
> Die Gesamtkosten liegen bei ca. EUR 869,00, was mein Budget bei übersteigt.
> 
> Ich habe deshalb nach Alternativen gesucht. Eine wäre, auf die zwei neuen 
> Western Digital REDs (je EUR 100,00) zu verzichten. Ich könnte diese aus dem 
> Synology NAS übernehmen. Das würde auch die Datenübernahme (Kopieren) 
> überflüssig machen.
> 
> -- Vorgehen --
> ==============
> Deshalb habe ich ein HDD-Laufwerk aus dem Synology NAS ausgebaut und unter 
> Debian GNU/Linux 10.2 mit Hilfe von "mdadm", "lvm2" und "ext3/4" eingebunden. 
> Der Zugriff auf meine Daten war problemlos möglich. Synology hat das RAID-1 
> also nicht über einen eigenen Hardware-Controller, sondern über Linux 
> Software-RAID realisiert, was mir sehr entgegen kommt.
> 
> Auf der HDD aus dem Synology NAS befindet sich jetzt ein Haufen Verzeichnisse 
> und Dateien:
> 
> (1) Verzeichniss mit "@": @AntiVirus, @appstore, @autoupdate, @cloudsync, 
> @database, @download, @eaDir, @img_bkp_cache, @iSCSI, @quarantine, @S2S, 
> @tmp, @USBCopy, @webdav, @SYNO.Core.Packa.core, @synoagentregist.core, 
> (2) Dateien: quota.group, aquota.user, synoquota.db
> 
> -- Meine Fragen --
> ==================
> (1) Wenn ich die Western Digital RED HDDs aus dem Synology NAS einfach mit 
> "adadm" und "lvm2" in den neuen Do-It-Yourself Server übernehme, kann ich die 
> von Synology NAS angelegten Verzeichnisse und Dateien alle löschen?
> (2) Könnte es dann beim Betrieb der HDDs im neuen Do-It-Yourself Server 
> Probleme geben, z. B. Datenverlust?
> 
> Könnt Ihr mir da weiterhelfen?
> 
> Viele Grüße
> 
> Georg
> 
> 

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