Hallo Uwe,
Hallo Jan,
Hallo Mitlesende, 
 
danke für Eure Antworten.
 
Derzeit sind die 3 TB Platten zu 45 % gefüllt. Es liegen aber auch Daten von 1998 bis heute dort. Jährlich kommen ca. 25 GB dazu, d. h. die restlichen 1,5 TB reichen also noch ne Weile.
 
Backups schreibe ich jährlich weg, d. h. ich brauche ca. 1 Bluray Disk für jedes Jahr. Finde ich vertretbar. Ich habe allerdings eine etwas ungewöhnliche Struktur eingerichtet:
 
100_static
200_volatile
 
ähnlich wie beim Debian OS.
 
In 100_static liegen die Daten, die jahresunabhängig zur Verfügung stehen sollen, z. B. meine Literaturdatenbank. In 200_volatile liegen die Jahresdaten, die nur in diesem einen Jahr gültig sind, z. B. die Steuererklärung für das laufende Jahr. ich muss also auch die im laufenden Jahr in 100_static hinzugekommen Daten sichern. Da ich ein papierloses Büro unterhalte (mittels Fujitsu fi-7160 Double Sided Feeder Scanner; ich schäme mich nicht, den unter Windows zu betreiben :) ), sind die Daten für mich sehr wichtig. Papierdokumente lagere ich nur soweit das gesetzlich vorgeschrieben ist, z. B. für Steuerbelege, Bescheide, sonstige amtliche Dokumente. Ein Verlust meiner Daten wäre deshalb ein datentechnischer Gau.
 
Die HP ProLiant Microserver habe ich mr angesehen, aber am Ende doch ausgeschlossen. Ich habe einfach zu wenig Informationen, ob ich damit gut fahren würde. Die Terramaster NAS Systeme, insbesondere das Terramaster F5-422, positiv in ct 02.2020 vom 04.01.2020 auf Seite 102 getestet, wäre eine echte Alternative, da ich hier den internen USB-Stick mit dem Terramaster OS TOS durch ein anderes OS ersetzen könnte. Allerding ist mir nicht klar, ob ich einen Festplatteneinschub entfernen und durch ein internes Bluray Laufwerk ersetzen kann. Außerdem ist mir unklar, ob es nicht auch ein kleineres Modell tut; hier weiss ich aber nicht, ob ich dort auch einfach den USB Stick mit dem TOS entfernen kann. Das Terramaster F5-422 wurde deshalb von ct gelobt, weil es über eine halbwegs aktuelle Hardware verfügt und für weniger als EUR 600,00 zu haben ist.
 
Den Dell PowerEdge Server schaue ich mir mal an.
 
Viele Grüße
 
Georg
 
Gesendet: Sonntag, 02. Februar 2020 um 08:05 Uhr
Von: "Uwe Ziegenhagen" <[email protected]>
An: [email protected]
Betreff: Re: Umzug HDDs aus Synology NAS auf DIY Server
Hi Georg,
 
meine paar Cents dazu:
 
1) Übernimm die Platten nicht einfach, sondern kopier nur die Daten. Man weiß nie, wo Synology genau welche Anpassungen vornimmt. Wäre mir persönlich zu gefährlich.
 
2) "(2) Könnte es dann beim Betrieb der HDDs im neuen Do-It-Yourself Server Probleme geben, z. B. Datenverlust?"
 
Wer kann Dir diese Frage wirklich beantworten, außer vielleicht der Synology Support? :-)
 
3) Warum Sicherung auf Blu Ray? Wieviele Disks willst Du nutzen, um 3 TB wegzusichern?
 
4) Hast mal die Stromkosten für den Eigenbauserver ermittelt? Über 4--5 Jahre kann sich das Delta zwischen einem echten NAS und einem Eigenbau deutlich bemerkbar machen.
 
5) Warum nimmst keinen fertigen Microserver? Die Dinger von HP gibt es auch gebraucht günstig. Da kannst sogar ein Slimline-Laufwerk einbauen.
 
 
Alternativ schau mal nach Terramaster, in der Eigenbauszene haben die einen ganz guten Ruf:
 
 
Viele Grüße aus Köln
 
Uwe
 
 
 
Am So., 2. Feb. 2020 um 02:06 Uhr schrieb <[email protected]>:
Hallo zusammen,

-- Aktuelle Situation --
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Vor dem Jahreswechsel hatte ich ja noch mal nach der Möglichkeit gefragt, an Synology NAS Systeme externe optische Laufwerke anzuschließen. Hier gab es nichts Neues: Synology unterstützt weiterhin keine optischen Laufwerke am vorhandenen USB 3.0 Anschluss.

Mein Synology NAS DS216j ist ein kleines NAS für Private/Home User. Es verfügt nur über den schwachen Prozessor Marvel Armada 385 88F6820 - Dual Core - 1 GHz und 512 MB DDR3 RAM. Virtualisierung mit Docker oder VirtualBox wird nicht unterstützt. Ein Wechsel des Prozessors und ein Ausbau des Speichers sind nicht möglich.

Mittlerweile habe ich auch festgestellt, dass der Arbeitsspeicher häufig fast vollständig ausgelastet ist.

Das Synology NAS ist mit 2x 3TB Western Digital RED bestückt, Betrieb im RAID-1 Verbund. Am NAS hängt eine 3 TB externe Samsung USB 3.0 HDD für tägliche inkrementelle Backups. Ein weiteres tägliches inkrementelles Backup wird in die STRATO Cloud geschrieben.

Die Unzulänglichkeiten des Synology NAS haben mich dazu bewegt, über einen Do-It-Yourself Server nachzudenken, da NAS-Systeme mit eingebautem optischen Laufwerk sehr, sehr selten sind. Einige wenige High-End Business NAS sind so ausgestattet. Der Preis ist für mich aber zu unattraktiv.

-- Planung --
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Ich habe deshalb recherchiert und habe jetzt folgendes System in Planung:

Processor: Intel Pentium Gold G5400 - Coffee Lake Architektur
Board: ASUS Server P11C-I - Sockel LGA1151v2 - ITX - M.2
Memory: Crucial DDR-4-2400 - 8 GB - Value CL 17
Storage System: Transcent MTS400S - M.2 HDD 2,5 SSD - 32 GB
Storage Data Disk 1: Western Digital RED - 3 TB
Storage Data Disk 2: Western Digital RED - 3 TB
Opical Drive: BluRay LG BH16NS55 - SATA
Power: ATX 400W BeQuiet System Power 9
Case: CoolerMaster Elite 130 - Mini-ITX
Assembly: inkl. über Händler

Der Zusammenbau läuft über Händler, da das meine Kompetenzen übersteigt.

Das System erfüllt damit folgende Anforderungen:

(1) NAS-Server
(2) Server für den Betrieb von Virtuellen Maschinen unter Docker und VirtualBox für Software-Tests
(3) Nutzung des Server für Machine Learning Anwendungen
(4) Backup der Daten auf ein internes optisches Laufwerk
(5) System mit aktueller Hardware, ausreichend für die geplante Lebensdauer von ca. 5 - 7 Jahren.

Die Gesamtkosten liegen bei ca. EUR 869,00, was mein Budget bei übersteigt.

Ich habe deshalb nach Alternativen gesucht. Eine wäre, auf die zwei neuen Western Digital REDs (je EUR 100,00) zu verzichten. Ich könnte diese aus dem Synology NAS übernehmen. Das würde auch die Datenübernahme (Kopieren) überflüssig machen.

-- Vorgehen --
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Deshalb habe ich ein HDD-Laufwerk aus dem Synology NAS ausgebaut und unter Debian GNU/Linux 10.2 mit Hilfe von "mdadm", "lvm2" und "ext3/4" eingebunden. Der Zugriff auf meine Daten war problemlos möglich. Synology hat das RAID-1 also nicht über einen eigenen Hardware-Controller, sondern über Linux Software-RAID realisiert, was mir sehr entgegen kommt.

Auf der HDD aus dem Synology NAS befindet sich jetzt ein Haufen Verzeichnisse und Dateien:

(1) Verzeichniss mit "@": @AntiVirus, @appstore, @autoupdate, @cloudsync, @database, @download, @eaDir, @img_bkp_cache, @iSCSI, @quarantine, @S2S, @tmp, @USBCopy, @webdav, @SYNO.Core.Packa.core, @synoagentregist.core,
(2) Dateien: quota.group, aquota.user, synoquota.db

-- Meine Fragen --
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(1) Wenn ich die Western Digital RED HDDs aus dem Synology NAS einfach mit "adadm" und "lvm2" in den neuen Do-It-Yourself Server übernehme, kann ich die von Synology NAS angelegten Verzeichnisse und Dateien alle löschen?
(2) Könnte es dann beim Betrieb der HDDs im neuen Do-It-Yourself Server Probleme geben, z. B. Datenverlust?

Könnt Ihr mir da weiterhelfen?

Viele Grüße

Georg

 


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Dr. Uwe Ziegenhagen

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