Hallo,

Ich mische mich jetzt auch mal ein.

Am Samstag, 17. Dezember 2016, 16:54:44 schrieb Holger Schulz:
> Am 2016-12-17 um 16:05 schrieb Jörg Schmidt <[email protected]>:
> >> From: Holger Schulz [mailto:[email protected]]
> >> 
> >>> Indem Du erst die Verankerung auf "am Zeichen" änderst,
> >> danach das Bild
> >>> auschneidest und dann wieder an dem Zeichen einfügst wo es
> >> verankert sein soll.> >> 
> >> Wenn ich ehrlich bin, klingt das ein wenig umständlich.
> > 
> > Es IST umständlich und klingt nicht nur so.
Und ist unnötig.

Man *kann* ein Bild verschieben, indem man es mit der Maus packt (also mit der 
linken Maustaste drauf klickt) und (bei gedrückter linken Maustaste) 
verschiebt.

Der Anker des Bildes wandert mit. 
Das ist dann offensichtlich, wenn man die Steuerzeichen sichtbar macht und 
folgendes für das Bild einstellt:
Verankerung:            am Absatz
Position horizontal:    links zu Absatzbereich 
Position vertikal:      oben zu Absatztextbereich

Diese drei Dinge gehören zusammen und beschreiben die Position eines Bildes im 
Text! 
Die obige Einstellung ist bei mir Standard, es vereinfacht einiges. Notfalls 
wird es beim ersten Bild, das in den Text kommt, so eingestellt. Erst danach 
wird die endgültige Position festgelegt.

Der Anker ist der Aufhängepunkt, also die "eigentliche" Position des Bildes im 
Absatz. Bei einer Verankerung am Absatzbereich/Absatztextbereich (wie oben; 
Wichtig: und zwar horizontal *und* vertikal) ist diese immer direkt nach der 
vorhergehenden Absatzmarke. Bei der mitteleuropäischen Schreibrichtung: Oben 
links am Anfang des Absatzes.
Stell dir das als den Nullpunkt eines Koordinatensystems vor, mit den 
positiven Achsenabschnitten in Schreibrichtung, also nach rechts und nach 
unten (hier bei uns). Die Darstellung des Bildes/der Grafik wird relativ zu 
diesem Ankerpunkt/Nullpunkt des Koordinatensystems positioniert.
Dafür dienen dann die Einstellungen Rechts, Links, Mitte, von Links respekive 
Oben, Unten, Mitte, von Oben. 
Der Ankerpunkt kann aber auch an eine Zeichenposition geheftet sein, an die 
Seite (das Blatt) oder an den Seiten-/Absatztextbereich. Bei der horizontalen 
Position kommen noch die jeweiligen Ränder hinzu. Das Prinzip bleibt aber 
immer gleich.

Wenn das Bild, am Absatz verankert wie oben beschrieben, eingefügt wird, wird 
als erstes eine neue Zeile aufgespannt und dann das Bild innerhalb dieser 
Zeile platziert. Wenn kein Umlauf definiert wird, entstehen dabei links 
und/oder rechts leere Bereiche, weil das Bild die gesamte Zeile belegt. Es ist 
aber möglich hier Zeichen zu positionieren, wenn der Umlauf entsprechend 
definiert wird. Wenn das Bild dann relativ zum Ankerpunkt verschoben wird, 
kann Text vor das Bild rutschen, da dann ja uU vor dem Bild Platz für 
Textzeilen entsteht.

Zu deinem Problem, dass das Bild unmittelbar an dem vorhergehenden und 
nachfolgenden Text quasi klebt, liegt an der Tatsache, dass für das Bild kein 
Rand, über den Umlauf, definiert ist.

Wenn du das Bild in einen eigenen Absatz einfügst, kannst du Ränder nach oben 
und unten auch durch die Absatzformatierung definieren.

Und ja: eine Textverarbeitung hat einiges an Mathe im Bauch!

> Schade.
> 
> > Bleiben wir vielleicht der Einfachheit beim Fall, das das
> > 
> >> Bild nach bzw. am Ende eines Absatzes stehen soll.
Denke daran: Nullpunkt/Anker *immer* am Absatzanfang. Das Bild relativ dazu 
positioniert.

> >> Ich denke
> >> da an den Fall, dass man etwas wie "..., wie in folgendem
> >> Bild dargestellt wird:" schreibt und dann eben das Bild kommt.
Das Bild dann am nächsten, notfalls am eigenen Bild-Absatz, verankern oder so 
weit relativ zum Ankerpunkt verschieben (ich weiß ich wiederhole mich, Absicht 
:-) ), dass genug Platz für den Text davor ist.

> > 
> > Dann würde ich das Bild "als Zeichen" verankern, was ich persönlich
> > ohnehin
> > bevorzuge, was aber objektiv nicht immer die beste Verankeruing ist.
Nee, ganz bestimmt nicht, meistens passt am Absatz, in Verbindung mit Umlauf 
und Ränder ganz gut.

> >> Umgekehrt könnte auch die Beschriftung am Bild verankert
> >> werden. Des käme meiner Intuition näher. Immerhin füge ich
> >> die Beschriftung dem Bild hinzu.
Nein, aber du fügst einen Rahmen für die Beschriftung des Bildes ein. Dadurch 
wird das Bild an den Rahmen verankert, dh der bisherige Anker (am Absatz) wird 
gelöst und an den Rahmen geheftet, genauso wie die Beschriftung (die meiner 
Meinung auch eine Art Anker hat) für das Bild. 
Für die jeweiligen Anker (Rahmenanker im Text und Bildanker am Rahmen) gelten 
dann wieder die obigen mathematischen Regeln, bezogen auf das jeweilige 
Basiselement (Beschriftungsrahmen bzw Dokumententext).

Hab ich das schon geschrieben: In einer Textverarbeiten steckt ne *ganze 
Menge* Mathe drin :-)


Snip
> Letztendlich habe ich aber schon ein "anderes Programm".
Nur ganz nebenbei: Ich würde weg von Open Office (OOo) hin zu Libre Office 
(LO). Libre Office ist ein spin off von Open Office, dessen Zukunft besser 
gesichert zu sein scheint, als die von Open Office (das wiederum ein spin off 
von Star Office ist).
http://stadt-bremerhaven.de/openoffice-blickt-in-eine-ungewisse-zukunft/
http://www.pro-linux.de/news/1/22261/openoffice-kurz-vor-dem-ende.html
http://www.heute.de/freie-buerosoftware-openoffice-vor-dem-aus-45246944.html



> Ich verfasse meine
> Texte nicht mit OpenOffice. Ich beabsichtige auch nicht as zu ändern.
> Nunmehr bin ich aber angehalten, den Umgang mit Textbearbeitungsprogrammen
> zu lehren, damit die Schüler in der Lage sind Praktikumsberichte,
> Projektjournale u.ä zu verfassen. Gegen mein Anraten wünschen EDV-ferne
> Kollegen immer, dass das am Computer gemacht wird.
Du bist also Lehrer.
Mich würde mal interessieren, welche Gründe gegen die Verwendung von Computern 
zum Verfassen von solchen Berichten sprechen.

Snip

> 'Rumprobieren ist eines der größten Probleme in der Computernutzung. Auch
> beim Texte tippen "arbeiten" viele Leute so. Man weiß, was dabei so
> 'rauskommt.
Du wirst nicht drum herum kommen. Allerdings würde ich das nicht 
"rumprobieren" nennen, sondern hoch offiziell "experimentieren".

> Ich habe aber auch den Anspruch an mich, solche Dinge zu verstehen. Wenn ich
> schon dieses Programm nutze, dann will auch wissen, was gespielt wird und
> in welcher Tonlage.
Als Lehrer hast du ein wissenschaftliches Studium hinter dir. Dann weißt du 
auch, dass Erkenntnis auf Versuch und Irrtum, also Experimenten, Hypothesen, 
Theorien und Bestätigung/Widerlegung basiert. Ach ja: und auf Dokumentation 
(Hilfe zu OOo)/andere Erkenntnisse (Wiki zu OOo oder LO/Forschungsberichte 
(dicke Bücher) lesen.

> Mit "kompliziert" und "'rumprobieren" kann ich allerdings auch keinen
> nachhaltig positiven Eindruck von OO vermitteln.
Du sollst Experimente machen und deinen Schülern die Erkenntnisse als Basis 
für eigene Forschungen vermitteln! Die Zeiten in der ein Lehrer unumstößliche 
Wahrheiten verkündet, die keiner anzweifeln darf, sind vorbei! Zumindest in 
Europa!

-- 
Mit freundlichen Grüßen
Matthias Müller
(Benutzer #439779 im Linux-Counter http://counter.li.org)
PS: Bitte senden Sie als Antwort auf meine E-Mails reine Text-Nachrichten!

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