Ich hab ja lange überlegt, ob ich mich zu dieser Diskussion äußern soll.

Generell frage ich mich bei Computern sowieso was eigentlich zählt?
Qualität, technischer Fortschritt, Design, ...?
Die Qualitätsstandards scheinen bei Software generell nicht das
ausschlaggebende zu sein, allen voran Microsoft entwickelt lieber neue
Programme statt die bestehenden Fehler auszubügeln.

Hier sollte freie Software so frei sein, dem Gruppenzwang widerstehen
und eine klare Botschaft nach Redmond senden, die da lautet: "Wir
schaffen zwar keine vollkommene Software, aber eine perfekte." Oder:
"Wir machen zwar auch Fehler, aber wir korrigieren uns."

Ich persönlich vertrete die Meinung, man sollte die technologische
Entwicklung auf allen Gebieten zwei bis fünf Jahre auf Eis legen und
sich in dieser Zeit nur der Fehlerkorrektur der bestehenden Systeme
widmen. Sonst gleicht man schnell einem Maurer, der ein kleines Haus
baut und als er bemerkt, dass einiges schief gelaufen ist, lässt er die
Bauruine stehen und baut ein größeres Haus mit noch mehr Fehlern oder
einem Autobauer, der sich statt einer Rückrufaktion lieber dem
Flugzeugbau zuwendet.

Bei freier Software besteht doch kein wirtschaftlicher Erfolgsdruck oder
Sparzwang. Das Motto sollte lauten: "Von Anwendern für Anwender". Und
der Ehrgeiz es täglich besser zu machen sollte die treibende Motivation
dahinter sein.

Gruß Heinz




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