Hallo Olaf,

in Deiner Mail vom 30.12.2010, 16:06 hast Du geschrieben:

"Der zukünftige Aufsichtsrat sollte den Vorstand beaufsichtigen und  
die richtungsweisenden Entscheidungen verantworten, er sollte sich  
jedoch *nicht* gleichzeitig als das Organ begreifen, das im  
wesentlichen auch die Vereinsarbeit macht."

In Deiner Mail vom 2.01.2011, 21:19 Uhr schreibst Du dann:

"Sollte ich selbst in den Vorstand gewählt werden, wird mich das  
besonders interessieren: Vielfältig Projekte zu fördern. Insbesondere  
unsere "Gegner" werden mich interessieren."

Ich vermute einfach mal, dass Du die Wahl in den *Aufsichtsrat*  
meinst, nicht in den Vorstand: Dort willst Du dann also doch gezielt  
Projekte fördern und unterstützen, und dies nicht etwa wie bisher  
ausschließlich nach der Qualität der Projekte, sondern danach, ob  
diese von Deinen "Gegnern" kommen (wer immer diese "Gegner" sind).  
D.h. also, in Deinem Modell wird die finale Entscheidung über Projekte  
doch im (deutlich verkleinerten!) "Aufsichtsrat" getroffen und  
zukünftig werden es Projekte, die nicht von Deinen "Gegnern" kommen,  
schwerer haben, Deine Zustimmung zu erreichen. Wie veträgt sich das  
mit Deiner Aussage: "Tatsächlich hätte ich gerne einen Verein, in dem  
der zukünftige Aufsichtsrat mehr beaufsichtigt und repräsentiert"?


Ebenfalls in Deiner Mail vom 30.12.2010, 16:06 hast Du mit Bezug auf  
den aktuellen Vorstand geschrieben:

"Unter den 10 Personen sind letztlich drei die Entscheidungsträger,  
die übrigen vertreten die Interesen, die sie in eigenen Projekten und  
Aufgabenstellungen haben. Der Vortand sichert die Arbeit dieser Gruppe  
und gewinnt damit deren Unterstützung."

Da dies ja ein zentrales Argument von Dir ist, das nämlich im  
aktuellen Vorstand lediglich drei Leute entscheiden würden, die  
anderen seien nur dort, um ihre Projekte zu unterstützen, mal die  
direkte Frage: Welche Projekte werden denn von diesen  
Vorstandsmitgliedern gepusht / protegiert / gefördert? Und zu Lasten  
welcher anderen Projekte, die eben deshalb nicht gefördert werden?

Und zwar, welche Projekt konkret? Du behauptest, das de facto im  
aktuellen Vorstand drei Leute das Sagen hätten (wer sind die  
eigentlich und wie kommst Du zu dem Schluss, diese wären die  
Entscheidungsträger?) und die anderen mitmachen, damit sie ihre  
Projekte gefördert bekommen. Da wirst Du sicher in der Lage sein,  
diese Projekte auch konkret zu benennen, oder? Ach ja, ich leg mal  
einen vor: Michail Jungierek setzt sich im Vorstand tatsächlich für  
die Förderung von Wikisource ein. Aktuelles Budget im Entwurf des  
Haushaltsplans: 3.000 Euro.

Und die anderen?

Viele Grüße,

Pavel Richter
Geschäftsführer
Wikimedia Deutschland e.V.



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