Hi Cord, > Laeuft der PC von morgen dann nur noch mit Betriebssystemen, die den > bewussten Chip kennen und umgekehrt?
c't sieht in Palladium den weltuntergang und verbreitet verschw�rungstheorien (so zumindest mein letzter Stand vom Sommer). Bruce Schneier meinte in seinem Newsletter, das w�re eh nur f�r Regierungsbeh�rden, NSA und Co, was solls also (ausserhalb der USA wird vermutlich eh niemand der Software vertrauen). Ich selbst versuche darin mal einen positiven Aspekt zu sehen: der Versuch den PC sicherer und leicher administrierbar zu machen. Hat jemand mal einen Uni Computer pool betreut? Dann wist ihr ja: erstmal das Booten umkonfigurieren. Solange die leute Ihre eigenen CDs, disketten oder vom netz booten k�nnen ist mit sicherheit nichts zu wollen. Slashdot hatte einen Weltuntergangsartikel dazu, aber mal ehrlich: eine kiste ist nur sicher, wenn sie nur sachen bootet, die man als sicher betrachtet. Das Problem ist nun eher die frage: Was ist denn sicher? Microsofts l�sung dazu ist: Pr�fsumme und Signatur. Naja, das ist an sich nichts neues. Win 2k hat schon signierte Treiber. Wer verspielte Benutzer betreuen muss kennt das problem: dauernd kommen Sie mit neuer hardware, die Sie nutzen wollen. Also ist es entweder dauernd arbeit f�r den admin, oder man gibt den leuten eben admin rechte auf ihrem Laptop oder Desktop. Beide L�sungen sind nicht sonderlich befriedigend. Microsoft bietet einen dritten weg: man erlaubt die Installation signierter Treiber. Also nur Treiber, die zertifiziert sind, keine Probleme verursachen sollten und keine Hintert�ren haben sollten. So, jetzt fallen tausend leute �ber mich her, weil man Microsoft doch eh nicht vertrauen kann und die Treiber von Microsoft doch die fehlerhaftesten sind. Gut, kann jemand das belegen? Ich weis das viele Leute immernoch �ber die Blue screens spotten, ein sauberes win2k st�rzt aber nicht ab. Und daher m�chte ich doch mal nachfragen: sind Microsoft Treiber wirklich schlecht? Richtig beantworten kann das wohl nur jemand, der es mal ausprobiert hat, und unter ein paar hundert Windows Rechnern mit verschiedenster hardware nehme ich niemanden ernst. Leute mit solchem Umfeld gibt es, ich kenne auch welche, aber auf dieser Liste ist meines wissens keiner. Schade eigentlich. Naja, und nach langem umweg zur�ck zu Paladdium: Schon mal versucht dem benutzer programme zu verbieten? Abgesehen vom schlanken rechner mit minmaler installation bleibt da nur die White list. Der schlanke rechner ist mit windows aber wirklich viel arbeit, und ob nun minesweeper.exe installiert ist oder nicht ist nicht das eigentliche Problem. Zudem sind web anwendungen viel zu h�uffig, �ber die software ausstattung erreicht man bei heutigen rechnern am internet also gar nichts. Die white liste mit allen programmen die man ausf�hren darf hilft genausowenig, denn es gibt zuviele web anwendungen, und die whitelist enth�lt nur dateinamen, keine pfade. minesweeper.exe wird also in word.exe umbenannt, und schon geht es wieder. �hnlich wir mit den Treibern will microsoft auch hier einen dritten weg zeiten: Limitiere doch einfach die software auf von microsoft zertifizierter software. Meine windows kollegen haben duzende MSI packete von allem m�glichen erstellt, und konnten mir best�tigen: Microsoft software ist was verteilung, installation, pflege etc. betrifft mit am einfachsten zu handhaben. Schweinereien findet man eher in dritt software (sowas wie logfiles in %SYSTEMROOT%\win32 anlegen wollen - als benutzer). F�r die Praxis k�nnte es also durchaus praktisch sein, nur die Installation von Microsoft Programmen zu erlauben. Man erzeugt damit nur einschr�nkungen f�r normale benutzer, genaugenommen erlaubt man denen etwas, das sie sonst nicht d�rfen. Administratoren machen weiter was sie wollen. Problematisch werden nun viele das Wort "Microsoft" sehen: das Zertifikat dieser Firma legt fest, ob ein Treiber / Programm installierbar ist oder nicht. Beim Konfigurationswahn der typischen Microsoft Programme w�rde es mich aber nicht wundern, wenn man den Schl�ssel irgendwo austauschen kann. Nur wer will das denn? Wer hat den die Zeit und F�higkeiten, eine eigene Liste von vertrauensw�rdigen Programmen oder Treibern zu Pflegen. Unter ein paar zig tausend windows rechnern lohnt der aufwand vermutlich nicht. Allerdings fragt man sich doch: Windows benutzen und Microsoft nicht vertrauen? Ist da nicht eh was schiefgelaufen? Und da sind wir IMO schon beim knackpunkt: Immer unter der annahme, das die erlaubnis zertifizierte treiber/software zu installieren mehr bringt als schadet, wer hat denn ein Interesse an solchen L�sungen? Im wesentlichen Gro�betriebe mit tausenden von Windows Rechnern. Und die machen insgesamt wieviel aus? 0.1% aller kommerziellen Windows benutzer? oder 1%? ich weis es nicht, allzuviele werden es aber nicht sein. Es ist aber eine Kundschaft, die Ansehen und viel Geld mit sich bringt, weshalb sich Microsoft im schritt von win NT zu win 2k fast ausschliesslich mit diesem clientel besch�ftigt hat, fast aller neuerungen und erweiterungen bringen dem normalanwender gar nichts (active directory, distributed filesyste, smartcard integration, unterst�tzung bis 32 prozessoren etc.) Es raft sich ja sonst niemand dazu auf zu untersuchen, ob Paladium nicht vor Otto Normal admin irgendwie praktisch wird. Also habe ich es hiermit mal versucht. Fazit: vielleicht, aber nur selten, eher nicht. Egal wie falsch ich liege, Flames bitte nach /dev/null. Ich will gar nicht behaupten, das ich richtig liege, mir scheint die Diskussion lediglich zu sehr gep�gt von Mistrauen, Verschw�rungstheorien, und keinerlei Ahnung von Windows. Andreas
