Hi,
On Mon, Oct 21, 2002 at 09:52:13AM +0200, Axel H Horns wrote: > On 21 Oct 2002, at 13:44, Andreas Jellinghaus wrote: > > > c't sieht in Palladium den weltuntergang und verbreitet > > verschw�rungstheorien (so zumindest mein letzter Stand vom Sommer). > > Bruce Schneier meinte in seinem Newsletter, das w�re eh nur f�r > > Regierungsbeh�rden, NSA und Co, was solls also (ausserhalb der USA > > wird vermutlich eh niemand der Software vertrauen). > > Die Frage ist simpel die folgende: Wer hat die tatsaechliche > faktische Verfuegungsgewalt ueber das kryptographische > Schluesselmaterial? > > Der Kaeufer des Rechners, MS, --- oder wer sonst?? Nein. Das ist nicht der Punkt. Wenn das System wirklich so funktioniert wie behauptet wird (z.B. in [1]), dann gibt es keine zentrale Instanz, die die Verf�gungsgewalt �ber das Schl�sselmaterial hat. Das Ding macht es vielmehr m�glich, da� ein beliebiger (!) Dritter die M�glichkeit hat, mit der Einwilligung des Nutzers mit Software auf dem gesicherten Teil (ring -1 sozusagen) des Rechners zu kommunizieren, wobei er sicher sein kann, da� die Software ein von ihm akzeptiertes Zertifikat tr�gt. Die Bank kann z.B. sicher gehen, da� der Online-Banking- Server mit (von der Bank) zertifizierten Client-Code auf dem Rechner kommuniziert. Die Rede war auch von sicheren IO-Pfaden, d.h. die Bank kann auch darauf vertrauen, da� der Client-Code tats�chlich sicher mit dem User vor dem Rechner kommunizieren kann und kein anderes St�ck Software aus dem unsicheren Teil des Systems bei der Authentifzierung einer �berweisung dem User statt 20000 EUR nur 20 EUR anzeigt oder die PIN mitlesen kann oder so. Das ganze l��t sich perfekt auch f�r DRM ben�tzen. Da kann der Content-Provider n�mlich die verschl�sselten Daten nur dem zertifizierten Player/Reader zug�nglich machen, der sie dann �ber die sicheren IO-Pfade wiederum nur dem User zug�nglich macht. Das System wird also nicht die Macht �ber alle Rechner an Microsoft oder sonst irgendwem geben, sondern erlaubt beliebigen Dritten, auf dem Rechner des Users vertrauensw�rdige (aus Sicht des Dritten) Prozesse ablaufen zu lassen. Gewinner sind also alle, die nicht mit einem von dem User kontrollierten Universalrechner kommunizieren wollen, sondern am liebsten ein von ihnen gebautes und vom Nutzer nicht manipulierbares Terminal beim Nutzer stehen haben wollen. Martin [1] http://www.digitalidworld.com/print.php?sid=74
