Bettina Jodda wrote:
On Sun, 12 Oct 2003 08:42:39 +1000 (EST)

Ich habe hier aber die Wahl - ein mobiles Telephon mit mir
tragen oder nicht. Die Wahl, welche Pl�tze ich aufsuche
ohne dass die Kameras mich anglubschen (pardon f�r den
Ausdruck) wird immer schwieriger. Wenn ich morgens nur
meine Arbeitsst�tte aufsuchen will, muss ich mich den Kameras ausliefern. Ebenfalls keine sehr angenehme
Entwicklung.

So �hnlich l�uft das inzwischen mit den Babyphonen. Kinder sind unausgesprochen von kleinst auf an den gro�en Bruder gew�hnt. So unterl�uft man sehr elegant und unbemerkt die Unverletzlichkeit der Privatsph�re, bevor sie dem Menschen �berhaupt schon einmal bewu�t geworden ist. Ich selber habe einmal bei Freunden mit meiner Partnerin im ehemaligen G�stezimmer �bernachtet. Nach einer ganz normalen Nacht stellte ich am n�chsten Morgen fest, da� direkt �ber dem Bett, wo sonst der Nachwuchs schlief, ein Babyphon hing. Ziemlich komisches Gef�hl.


Nehmen wir an, meiner Verwandten passiert etwas a) sie ist
krank (dann kann ich immernoch spaeter informiert werden) b)
sie ist tot (dann ist es theoretisch kein gro�er Unterschied,
wann ich informiert werde) c) sie ist im Krankenhaus (dito)

Der Mensch ist hunderttausende von Jahren ohne diese Leine ausgekommen, ohne da� es ihm geschadet hat.



Ich wei�, das h�rt sich kaltschn�uzig an, ist aber keinesfalls so gemeint, bitte nicht falsch verstehen. Aber gerade, was das Handy angeht, so bringt man uns in eine Abhaengigkeit --- und man kann sich wehren. Will man das? ***Das*** ist eben die Frage.

Vorallem ist es eine unglaubliche Frechheit, unseren Lebensraum allgemein mit Hochfrequenz zu fluten, die dort nie war. Das k�nnen wir uns n�mlich seit einigen Jahren wirklich nicht mehr aussuchen, ob wir die Belastung hinnehmen wollen oder nicht.


Mit freundlichen Gr��en


R. Lemke



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