Hallo zusammen, Am Mo., 12. Jan. 2026 um 18:38 Uhr schrieb Mario Blättermann <[email protected]>: > > Hallo Holger, > > Am So., 11. Jan. 2026 um 23:08 Uhr schrieb Holger Wansing > <[email protected]>: > > > > Hi, > > > > Am 6. Januar 2026 12:42:16 MEZ schrieb "Mario Blättermann" > > <[email protected]>: > > > > > >Die schlechte Nachricht: Nahezu nichts davon kann wirklich 1:1, also > > >in einem vollautomatisierten Ablauf, verwendet werden. Die Ausgaben > > >sind grammatisch und syntaktisch meist OK, bergen aber nicht immer > > >offensichtliche logische Fehler, oder die Begriffswelt passt nicht zu > > >unseren Standards, oder (insbesondere bei Hilfetexten) passt die > > >Formatierung nicht zum Original, zum Beispiel bei Weblinks oder > > >dokumentinternen Querverweisen. > > > > Ich persönlich befürchte, dass der Schritt mit dem nachträglichen > > Korrekturlesen sehr oft ausfällt (aus Zeitmangel, weil man irgendwo gehört > > hat, dass die Übersetzungs-KI viel besser geworden ist, oder ähnliches), > > und das am Ende der Anteil reiner KI-Übersetzungen ständig steigt und die > > Qualität maßgeblich sinkt. > > > > Das wird kommen, dessen bin auch ich mir sicher. Eines Tages führt > vielleicht Launchpad genau so ein Skript ein, das ganze .po-Dateien > vollautomatisch übersetzt, wie ich es beschrieben habe. Dann ist es > sicher relativ einfach, die Unklar-Markierungen unredigiert zu > entfernen. Und derjenige, der das tut, glaubt dann womöglich noch, er > hätte eine Art Beitrag zur freien Software geleistet. Sorry, dass ich > hier gerade auf Launchpad herumtrample, aber dort sind mir leider > bisher die miesesten Übersetzungen begegnet. > > > Gleichzeitig befürchte ich aber auch, dass sich an diesem Trend nichts > > ändern lässt. > > > Das beginnt schon damit, dass man heutzutage die meisten Webseiten mit > zwei, drei Mausklicks direkt in der Browseransicht übersetzen kann. > Diese Version wird sowieso von niemandem gegengelesen… > > > > > Sorry, kein konstruktiver Beitrag > > > Aber eine Meinungsäußerung, danke. > > Bis große Distributoren mal umsetzbare Richtlinien haben und die > vielleicht auch noch untereinander halbwegs konform gehen, ist es um > die Qualität wahrscheinlich längst geschehen. Was die KI hervorbringt, > klingt erst mal gut und wird es auch in Zukunft. Aber der Teufel > steckt nicht in den Formulierungen oder der Grammatik, sondern in > nicht funktionierenden Links oder subtilen logischen Fehlern, die die > Aussage des Originaltexts schon mal völlig infrage stellen können. > > Ich denke, solange es von höherer Stelle nichts Brauchbares gibt (FSF? > Linux Foundation?), machen wir so weiter. Richtlinien in Form der > Wortliste oder bezüglich der Qualität haben wir, da ändert sich ja > nichts. Die KI bleibt ein Zwischenschritt; eine Übersetzung darf nicht > autark werden. >
Wie es aussieht, werden wir gar nicht mehr dazu kommen, die KI-Übersetzungen in irgendwelche Bahnen zu lenken. Gerade habe ich die neueste Version der gettext-tools übersetzt, und siehe da, es gibt in der Sammlung ein neues Programm namens »spit«[1], das ziemlich genau das tut, was ich in der Idee zu einem Skript beschrieben habe: Es hat eine direkte Anbindung an einen LLM-Server (Large Language Model), in diesem Fall Ollama[2]. Nun ja, bleibt abzuwarten, wie das in der Praxis funktioniert, und wann es in Lokalize, Poedit, Gnome Translator usw. integriert wird. [1] https://gitweb.git.savannah.gnu.org/gitweb/?p=gettext.git;a=blob;f=gettext-tools/src/spit.c;h=c00c43a5f1232ca7bc1fb068a6a4409c7c308a2b;hb=HEAD [2] https://ollama.com/ Gruß Mario

