Hi Ralph


| 2: someone who cuts or beautifies hair [syn: {hairdresser}, | {hairstylist}

Das war das, was ich immer mit "Stylist" assoziiert habe.


Weswegen der Begriff von einigen englisch sprechenden abgelehnt wurde. (Ich finde es Ãbrigens unsinnig, Ãber Begriffe im deutschsprachigen Raum zu reden und ein englisches Dictionary zu befragen)



Die Frage ist IMHO nicht, ob "Formatvorlagen und Formatierungen"
besser an diese FunktionalitÃt heranfÃhrt, sondern ob es weniger
vortÃuscht, daà da ein groÃes, gehimnisvolles Konzept dahinter
steckt (tut es nÃmlich nicht, bloà muà man das erst wissen).


Und hier gehen unsere beiden Meinungen ziemlich weit auseinander. Sicher steckt hinter dem Stylisten nichts geheimnisvolles, aber sehr wohl etwas sehr wichtiges. Die MÃglichkeit, wirklich sauber mit Formatvorlagen bringt bei richtiger Anwendung massive Vorteile gegenÃber dem, was Word zu bieten hat. (mal abgesehen davon ,dass die Formatvorlagen im Word nichtmehr richtig funktionieren, wenn man versucht, sie auszureizen).
Ich glaube, nur AmiPro kann mit Ãhnlich komplexen formatvorlagen umgehen (habe aber nie wirklich damit gearbeitet). Da AmiPro inzwischen so gut wir tot ist, bildet diese FunktionlitÃt ein Alleinstellungsmerkmal fÃr OOo (und hat damit aus meiner Sicht einen Eigennamen verdient - genau wie der Navigator)


Wenn man neue Begriffe, neue Terminologie in einem Text oder
in einem Programm antrifft, dann nimmt man immer zuerst an,
daà sich etwas wichtiges, etwas bedeutungsschweres dahinter
verbirgt.


siehe oben: genau das tut es aus meiner Sicht.

Sonst wÃrde man ja auch nicht ein neues Wort brauchen,
oder? Zumindest mir geht es immer so, wenn ich mich durch
neue, schwer verstÃndliche Texte durchkÃmpfe. Ich finde
OpenOffice sollte soche Barrieren nicht kÃnstlich aufbauen --
zumindest dort nicht, wo es nicht notwendig ist, weil es
eine (relativ) klar verstÃndliche Umschreibung gibt.


Nein, die Bezeichnung "Formatvorlagen und Formatierung" ist fÃr mich zu sehr an Word angelehnt. Das fÃhrt dazu, dass der Anwender denkt "aha, das kenn ich ja .. wird wahrscheinlich wieder was sein, was etwa so wie in Word funktioniert, aber nicht ganz so gut ist".
Und schon ist er in die Falle getappt Word kann nicht:
- Formatvorlagen fÃr Nummerierungen verwalten
- Formatvorlagen fÃr Rahmen verwalten (falls Ãberhaupt noch jemand das Rahmenkonzept in Word findet)
- Formatvorlagen fÃr Seiten verwalten (einer der hÃfigsten fragen, die sich leicht mit dem Satz "Rufe den Stylist auf und schau dir die Seitenvorlagen genauer an" beantworten lÃsst .. das Wort Stylist bleibt oftmals hÃngen)


Den Dialog, um neue Formatvorlagen in Word zu definieren (oder vorhandene zu Ãndern) finde ich grauenhaft (um etwas anderes als einfache Attribute zu Ãndern, muss man einen weiteren Dialog aufrufen, der sich hinter einem Drop-Down Button versteckt).

Was Word allerdings als Vorteil hat, ist die MÃglichkeit Formatvorlagen fÃr Tabellen zu verwalten sowie eine direkte Vorschau des Formates im entsprechenden Fenster).

Ich mÃchte damit nur sagen, dass die Funktion in Word evtl. besser bezeichnet, aber schlechter zu benutzen ist, als in OOo. Findet der Anwender jetzt eine vermeintlich bekannte, aber nicht sinnvoll nutzbare FunktionalitÃt, wird er diese auch nicht benutzen.



Es geht nicht nur darum, daà Leute an den Stylist rangefÃhrt werden.
Es geht auch darum, daà Leute die den Stylist nicht verwenden und
nicht brauchen nicht das GefÃhl vermittelt kriegen sie wÃrden was
wichtiges verpassen. Viele SekretÃrinnen tippen tagein, tagaus
Texte die kaum lÃnger als eine Seite sind. Die vermissen echt nix
wenn sie den Stylist nicht verstanden haben. Warum willst du denen
ein geheimnisvolles neues Konzept aufzwingen?


Ich will es ihenn nicht aufzwingen, ich will sie aber drauf hinweisen 8und einen Begriff geben, an den sie sich erinnern).
Weil
- sie tagein, tagaus mit Ãhnlichen Texten arbeiten,
- weil sie sich an Firmenstandards halten mÃssen,
- weil Angebote, die sie bearbeiten auch mal mehrere Seiten haben (allein das Standardangebot meines ex-Arbeitgebers hatte 17 Seiten, ohne dass da projektbezogener Text drinnestand)
- weil verschiedene Leute an einem Dokument arbeiten.


Bei all diesen Sachen geht Zeit verloren, wenn mit direkter Formatierung gearbeitet wird.

Aber es ist ja egal .. wer damit nicht arbeiten will, wird das auchnciht tun, egal obs Formatvorlagen sind, oder ob man den Stylist benutzt.

Wer den Stylisten einmal kennt, schient gut damit klar zu kommen.


Aber die Schwelle die *bis dahin* Ãberwunden werden muÃ, die
ist unnÃtig. Die kostet *uns* Benutzer (nÃmlich diejenigen,
die es nicht interessiert was neues zu lernen, die einfach
nur was tippen wollen). Und die mÃchte ich nicht verlieren.


Es kam hier schonmal in Ãhnlicher Weise und ich antworte wieder so darauf:
Benutzer, die nicht bereit sind, etwas neues zu lernen, sind mir wesentlich weniger wichtig als solche, die hier im Projekt mithelfen.
Warum? Weil wir als Projekt davon leben, dass Benutzer zu Helfern werden. Wenn ein Benutzer nicht breit ist, etwas neues zu lernen, ist er erst recht nicht bereit, mitzuhelfen.
Das Streben nach mehr Benutzern, nur um mehr Anwender zu haben, ist dann richtig, wenn man die Software verkauft. OpenOffice.org funktioniert aber anders. (oder zumindest sollte es das .. ansonsten wÃre der Titel "OpenSource Project" nur ein Alibi)


Ja, nur warum ohne Not die Dinge verkomplizieren? Warum sich nicht
gleich verstÃndlich ausdrÃcken? Ich seh den Nachteil dabei nicht.



Wie gesagt: aus meiner Sicht ist die Formulierung "Formate und Formatvorlagen" zu nah an der Ãhnlichen (aber weniger brauchbaren) Word FunktionalitÃt dran, was dazu fÃhrt, dass wir missverstanden werden.


Nun kÃnnte man zwar einen neuen Begriff einfÃhren, wobei aber die Frage nach einem einprÃgsamen Begriff, der die FunktionalitÃt passend beschreibt, offenbleibt. Konsequenz fÃr mich ist, den etablierten (wen auch nur fÃr "Insider") Begriff Stylist weiterhin zu verwenden.

Andre

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