Hallo Jörg, *,

On Tue, Sep 13, 2005 at 08:20:08PM +0200, Jörg Schmidt wrote:
> Christian Lohmaier schrieb:
> > Die ist möglich. Es wird zwar bestimmt einen Aufschrei der
> > "frei-um-jeden-Preis" anhänger geben, aber den kann ich gut
> > verschmerzen.
> 
> ich auch, denn frei heißt hier offener Code und nicht kostenfrei

Das SiSiSi-Rechtschreibemodul wäre aber bestimmt auch nicht offener Code
sondern nur frei wie in Freibier (und auch das nur für "geladene Gäste")

> [...] 
> Auch richtig.
> Es ist jetzt sicherlich auch eine Frage der Definition, nur ich sehe bei
> dem was wir hier andenken eher das es sich um eine Art der Distribution
> handeln würde. 

Nein, keine Distribution. Das wäre Standard-OOo mit einer zusätlichen
Silbentrennung, mit einenem neuen Feature. Nicht mehr, nicht weniger.

> Es läuft ja gerade darauf hinaus etwas an OOo zu binden
> i.d.S. wie es SUN mit SO auch tut.

Nein. Sun packt etwas hinzu was nicht in OOo enthalten ist. Die
Silbentrennung wäre aber Teil von OOo.

> Und da bin ich etwas unsicher ob wir hier überhaupt dafür Leute finden,
> denn irgendwie ist ja das Projekt der jenige der den OpenOffice-"Kern"
> und keine Distribution erzeugt. Tendenziell denke ich solche Aktivitäten
> wären möglicherweise in einem Team ähnlich der Prooo-Box einzuordnen und
> nicht im "zentralen" Bereich.

Nein, das sehe ich wiegesagt anders.
Und die bisherige Silbentrennung würde nicht wegfallen, es gäbe
zusätzlich eine andere Silbentrennung.

Schau mal in den Linguistik-Optionen.
Da wo "ALTLinux LibHnj Hypehnator" steht stünde dann zusätzlich "SiSiSI
Silbentrennung" oder ähnlich.

> Inhaltlich hätte ich auch Bedenken, falls die SiSiSi Leute andere
> Distributoren ausschließen, denn dann würde es künftig keine
> "einheitliche" Plattform mehr geben. 

Ein optionales Modul zur Plattform zu zählen ist schon verkehrt. 

> Hier sehe ich dann Gefahren, weil
> ich denke OOo muß im Kern OpenSource sein und sollte selbst keine
> Distribution werden. Auch wenn es im Moment vielleicht nicht so gut mit
> der Rechtschreibprüfung steht wäre es wohl besser hier langfristig
> weiterzuarbeiten und bei LGPL zu bleiben.

Wo sind denn da die Gefahren? 

> OpenSource ist ebend der Natur
> nach frei und sollte sich hier (bezüglich des eigentlichen OOo-Projekts)
> nicht unvorsichtig auf die Anbindung fremder Bibliotheken verlassen, die
> zwar heute Freeware sein mögen aber deren künftige Entwicklung nicht
> vorhersehbar ist, denn zwagsläufig würde ja IMHO keine eigene
> Weiterentwicklung einer reinen OpenSource-Rechtschreibprüfung mehr
> erfolgen.

Freeware wäre es ja erstens nicht und zweitens kannst Du Dich ja
hinsetzen und einen Ersatz programmieren.
Wenn das so einfach wäre gäbe es das schon längst. Du wirst vielleicht
Leute finden die eine Silbentrennung für englisch zusammenbauen, für
detsch schaust Du dann aber wieder in die Röhre.

> [...] 
> Ich sehe diese Absicht (Kooperation mit SiSiSi) also wirklich eher als
> 'Distribution', aber natürlich ist das nur _meine_ _Meinung_.

Das Original ist keine Distribution. 

> Wenn nun IMHO der Distributionscharakter überwiegt, muß ich sagen (neben
> SOT-Office u.a.), es gibt bereits StarOffice und der Duden kündigt auch
> ein Paket an:
> 
> http://www.duden.de/produkte/produkte.php?nid=138&isbn=3-411-06433-1
> 
> http://www.heise.de/newsticker/meldung/62870
> http://www.golem.de/0508/39892.html
> 
> Und gerade das sind doch die Synergien die wir mit OpenSource erreichen
> wollen, nämlich das andere bereits Geschaffenes nutzen und mithelfen die
> Software zu verbreiten.

Vorher schreibst Du: bloß keine nicht-offenen Komponenten einbauen und
dann preist Du genau das als "die Synergien die wir [..] erreichen wollen"?

Dieser Logik kann ich nicht folgen.

> Und meine Ansicht:
> Ich habe jetzt nur schnell die 3 Links rausgesucht und weiß nicht was
> der Duden im "Umfeld" beabsichtigt, weil man ja durchaus der Meinung
> sein kann die leisten im Speziellen keine Code-Beiträge zu
> OpenOffice.org (weiß ich aber nicht). 

Ist doch klar: Die wollen ihre Rechtschreibprüfung verkaufen. 

> [...]
> Wir können IMHO nicht für ein Konzept sein welches OpenSource bezüglich
> LGPL in unserer Einschätzung in 2 Klassen teilt, im Sinne einer
> "erstklassigen Nutzung der LGPL" die kostenlose Software (mit, für oder
> im Umfeld von OOo) hervorbringt und einer "zweitklassigen" die nur
> deshalb als zweitklassig gesehen wird weil sie nicht kostenlos ist.

1. Wer propagiert diese 2-Klassen Einteilung?
2. Was hat es mit diesem Thema zu tun?

ciao
Christian
-- 
NP: Metallica - The More I See

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