Hallo André
Andre Schnabel schrieb:
Hallo nochmal,

sorry, dass ich einfach mitten in den Thread "platze" aber ich bin gerade 
hierüber gestolpert:

http://wiki.services.openoffice.org/wiki/Project_EDUCATION-ch

und aus meiner Sicht steckt auf dieser Seite .. konkret hier:
http://wiki.services.openoffice.org/wiki/Project_EDUCATION-ch#Die_Kosten_eines_Entwicklers


Der fundamentale Fehler all deiner Überlegungen. Der entscheidende Kostenfaktor 
bei einem Entwickler sind nicht die Hard- oder Softwareausstattung, die er 
benötigt, nicht die Internatanbindung und auch nicht die Reisekosten - der 
entscheidende Kostenfaktor ist *Zeit*.
Zu Beginn wird es keine bezahlte Entwicklerarbeit geben. Dafür braucht es schon einiges an Geld. Aber wir werden Leute finanziell unterstützen, und schauen, dass zumindest keine Kosten durch die Mitarbeit entsteht. Und das ist machbar.
Es gibt prinzipiell zwei Möglichkeiten, von welchem Budget ein Entwickler Zeit für das Projekt abzweigen kann. Entweder ist das Freizeit - die aber nur begrenzt zur Verfügung steht - oder es ist Arbeitszeit - und die kostet nun wirklich einiges.
Wer seine Freizeit für Projektarbeit nutzt - für den ist ein rein finanzieller 
Anreiz oft irrelevant.
Das ist vielleicht für dich irelevant, Aber für viele andere nicht. OpenOffice.org ist kein Hilfswerk das finanziell oder sozial benachteiligten Hilfe leistet. OOo ist ein Projekt, das auch komerziell genutzt wird. Wenn ich schon meine Freizeit da reingebe, dann will ich nicht auch noch mein Geld da rein stecken. Du wirst es sowieso kaum schaffen, Berufstätige Programmierer als Freiwillige ins Projekt einzuschleusen. Die haben nach der Arbeit genug von ihrem Job, und machen anschliessend was anderes. Bei Studenten hast du bessere Chancen. Gerade die sind aber auf finanzielle Unterstützung angewiesen.
Insofern sind diese Helfer ideal für's Projekt. Allerdings steht Freizeit nur begrenzt zur Verfügung ... "mal nebenher" massiv zum Projekt beitragen ist nur schwer möglich. Das ist (aus miener sicht) auch einer der wesentlichen Gründe, warum wir nur so wenige "Freizeitentwickler" haben.
Wenn du Anreize schaffen willst, mehr als nur mal eben die Freizeit für das 
Projekt zu opfern wirst du dieses auf dem Arbeitszeit-Budget nehmen müssen. Die 
im Wiki aufgeführten Reisekosten von 2000 CHF nehmen sich im Vergleich zu einem 
Jahr Entwicklerarbeit eher bescheiden aus.

Wie geasgt - hier sehe ich das wirkliche Problem des "Entwicklerpools" dieser 
wird nur funktionieren, wenn diesen Entwicklern auch ihre Arbeitszeit vergütet wird - und 
das ist aus meiner Sicht nach wie vor nicht Aufgabe eines Vereins sondern einer Firma.
Ne, das kann Aufgabe eines Vereins sein, eher noch als der einer Firma. Wie ich schon gesagt habe, eine Firma lässt sich nicht dazu zwingen was zurückzugeben. Einen Verein ist dazu da Kräfte zu bündeln. Die grösste Kraft sind die Anwender. wenn nur 1000 Anwender einen Jahresbeitrag von 30 CHF zahlen haben wir bereits 30'000 CHF. Zumal es hier eigentlich nicht um Spenden sondern um Beiträge geht. Das geld ist gut investiert, denn es fliesst direkt ins Produkt zurück. Open Source funktioniert nur wenn auch was zurückkommt. Das begreifen Anwender schnell, und dann dürfte es nicht mehr so schwer sein, Geld zu erhalten. Es ist ne Frage wie man das verkauft ;-)

Im ersten Jahr möchte ich persönlich 20'000 CHF umsetzen
2. Jahr 50'000 CHF
3. Jahr um die 100'000 CHF

Das mag auf den ersten Blick sehr ehrgeizig klingen. Aber mal Hand auf's Herz. Ein grösserer Dorfsportverein wälzt auch schon um die 100'000 um, also warum sollen wir das nicht schaffen?
André


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