Hallo David,

Am 09.10.2010 um 22:18 schrieb David Schröder:

> Hallo in die Runde,
> 
> da danke ich als bisher schweigender aber mitlesender Endanwender
> erst einmal für die dargelegten Standpunkte.
> 
> OpenOffice.org ist also nun definitiv in die Hände von Spekulanten gefallen,
> auch Aktionäre genannt, deren Interessen das Wichtigste wären.
> Die Rechte und Pflichten, die sich aus der Lizensierung ergeben sind 
> unwichtig.
> Man fühlt sich "beklaut".

Was soll das nun genau bedeuten? Was hat nun Deine persönliche politische 
Haltung gegenüber Marktkapitalismus mit OpenOffice.org und dem neuen Fork zu 
tun? So kann ich den Paragraphen leider nicht nachvollziehen.

> 
> Das LibreOffice nicht als Fork, sondern als Arbeitsname gedacht war,

Dies zu denken ist des jeden gutes Recht. Doch war es, in meinen Augen, 
ziemlich naiv und eigentlich auch  ein wenig töricht zu glauben, dass es man 
Oracle so einfach unter Druck setzen kann bzw. "erpressen", auch wenn es jetzt 
überspitzt klingen mag.

> ist bei uns Anwendern
> angekommen. Oracle wurde zur offenen Mitarbeit eingeladen, will aber
> lieber "selber
> wurschteln".

"Wurschteln" - schönes Wort :-) Heisst bei Oracle nun tatsächlich eine Horde 
Engineers, QAler, UXler, Program Manager etc zu beschäftigen, Büros zu mieten, 
Infrastruktur zu bezahlen. Wenn "wurschteln", dann aber im ganz großen Stil :-)

> Nach diesem "Nein, danke." von Oracle ist nun alles
> entschieden. Oder auch nicht.

Doch, das ist es.

> 
> Das Oracle das Recht hat, Code zu übernehmen, wird mit der (nur
> andersherum ausgedrückten) Forderung gekontert, LibreOffice solle
> diese submitten und ein paar neue Features, die Oracle durchaus
> übernehmen darf. Inkombatibilitäten? Wurde das ODF-Format geändert?
> FUD?

Kann ich nicht nachvollziehen. Was meinst Du genau?

> 
> Ich hatte die letzten Jahre und Monate nicht das Gefühl, bei OOo würde
> sich allzu viel tuen. OO later und die immer länger werdende

Schau Dir bitte mal die kommende 3.3 an. Wenn Du meinst, dass das nicht allzu 
viel ist, dann fang doch an zu coden und trage Deinen Teil bei. Die letzten 12 
Monate hat alleine das Renaissance iTeam in Impress massive Änderungen 
vorangetrieben und auch implementiert. Dazu hat das ganze Impress Team bei 
Oracle beigetragen. Hätten wir mehr Mitglieder, die sich mit dem Impress Code 
auskannten und auch Code anstatt von "Kot" schreiben könnten, dann wären wir 
bestimmt noch weiter.

Lass mich nun aber eine Frage stellen, ganz "gerade aus" und ohne Sarkasmus. 
Warum glaubst Du persönlich oder auch jeder andere, der die Foundation 
unterstützt, dass das Produkt, also LibreOffice in diesem Fall, durch die 
Abspaltung von Oracle zu einer besser Qualität finden sollte? Welche Qualität 
ist hier eigentlich gemeint, aus wessen Perspektive? 

> undurchschaubare Liste bei
> http://qa.openoffice.org/issues/reports.cgi?state=Open+issues&containing=&type=&x=Milestone&y=Priority
> haben bei mir ein Unmutsgfühl erzeugt.
> 
> Bei LO sehe ich (das) was abgeht.
> Ich habe mich entschieden: LibreOffice. Oracle ist mir zu gruselig. So
> mit Kanonen auf uns Spatzen.

Auch das ist Dein gutes Recht.

> 
> Grüße
> David

Viele Grüße,
Andreas
> 
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Andreas Bartel | User Experience Engineer
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