> Ich möchte mich zwar nicht als Experte aufschwingen, bin aber an der 
> Anordnung der toten Tasten interessiert.

Genauso geht’s mir auch.

>  ┌─┬─┬─┬─┐
>  │3│2│1│ │
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │´│ˆ│↻│1│
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │`│ˇ│˚│2│
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │/│˘│˙│3│
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │˞│¯│.│4│
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │¸│ʾ│ʿ│5│
>  ├─┼─┼─┼─┤
>  │˝│˜│¨│6│
>  └─┴─┴─┴─┘

Nun, die Prinzipien hinter deinem Vorschlag finde ich gut, den Vorschlag
selbst nicht.

• häufige Zeichen wie  ˜,¨,¸ sollten keineswegs auf die 5. und 6. Ebene.
Die findet da einfach keiner. Viele Leute¹ brauchen diese Ebenen nie,
wissen daher gar nicht, wie man sie erzeugt und benutzen dann diese
Diakritika nicht, und dann liest man wieder Noel statt Noël und El Nino
statt El Niño *schauder*. 

• ↻ auf der ersten Ebene? Dann zeig mir doch mal einer EIN wichtiges
Zeichen, das man mit ↻ erzeugt. Ich hab mir alle aufgeschrieben, und das
für mich wichtigste wäre noch ↻] = ␣ (liegt aber auch auf KP0(2)). Dann
noch ein paar mathematische Zeichen wie ↻∈ = ∋, ↻⊂ = ⊃. Wie oft braucht
man die denn? Und die diakritischen Zeichen, die man damit machen kann,
sind auch nur völlig unwichtige wie x̑, x̏, x̱ usw. die nur in
wissenschaftlichen Transkriptionen &c. vorkommen.
↻ liegt eigentlich selbst auf der dritten Ebene noch zu gut, finde ich.
In einem Vorschlag, den ich erst noch unterbreiten muss, kommt es auf
die 6. Ebene. Nun, das ist vermutlich nicht mehrheitsfähig, aber dann
wenigstens auf die 3. Ebene, wo die Taste auch sinnvoll ist.

• Griechische Diakritika gibt es sehr viele, ich sehe nicht so recht
ein, warum man gerade das iota subscriptum auf die 5. Ebene legen
sollte. Zugegeben, der Haken passt nicht so recht zu Griechisch, aber
umso mehr zu der Zweitverwendung von ʾ als vietnamesischen Haken. Die
Cedille/Ogonek-Taste ist außerhalb von Griechisch zu wichtig, als auf
die 5. Ebene zu kommen.
Es gibt übrigens noch ein griechisches Diakritikum, das sich noch gar
nicht schreiben lässt: Den Tonos für modernes monotonisches Griechisch.
Momentan schreibt man ´α → ά, das ist aber ein antikes, polytonisches
Alpha, das anders Unicode-codiert ist. Modernes Griechisch kann man
momentan einfach nicht schreiben, aber dazu fehlen sowieso die
Großbuchstaben. Man könnte dem leicht durch Tauschen der Ebenen 5 und 6
sowie einer Griechen-Groß-Ebene (Shift+Mod3+Mod4, und ein Mod3
+Mod4-„Griechen-Lock“ auf Tab) abhelfen, da könnte man dann auch gleich
die griechischen Diakritika unterbringen. Für Derartiges ist es aber zu
spät. (Freilich nicht für mein persönliches Neo, ätsch! ;-p)

• Auch bezüglich dem, was Pascal un seiner Kritik der bisherigen
Vorschläge schrieb (gleiche Sprachen möglichst auf gleiche Ebenen),
versagt der Vorschlag.

• Es ist eine völlige Neuordnung des Status Quo. In den anderen
Vorschlägen sind wir behutsamer vorgegangen und haben nur die Ebenen 4–6
verändert, und davon unabhängig evtl. noch den Tausch ↻ ↔ ¨.

Gut ist hingegen, dass die drei Formen (Strich, auf/ab, Rund) auf
verschiedenen Tasten sind. In den bisherigen Vorschlägen werden sie
gemischt (T2: aufwärts/Punkt, T3: abwärts/rund).

Einen Vorschlag, der deine Prinzipien beibehält, aber einige der obigen
Punkte berücksichtigt, habe ich versucht, aber so richtig hat sich das
nicht durchziehen lassen. :-(

Gruß, Peter


¹ Also, mit „Viele Leute“ meine ich hypothetische
Nicht-Akademikerer-Normalos, die Neo vielleicht ja auch irgendwann
benutzen wollen; deshalb sollte man sie berücksichtigen.





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