Peter Eberhard schrieb:
> Im Portugiesischen gibt es das ã (der Entdecker Magalhães [Magellan], 
> die brasilianische Seleção) und das õ (informações) als Nasale, im 
> Estnischen kommt das õ auch vor. Portugiesische Wörter mit Tilde kommen 
> doch ab und zu auch im Deutschen Sprachgebrauch vor, z.B. wenn ein 
> Sportreporter über die Seleção schreibt oder jemand den Karneval in São 
> Paulo besucht. Außerdem gibt es alle Vokale mit Tilde im 
> Vietnamesischen.

Vielen Dank für diese Auskunft. :)

> Was meinst du mit DIESER Anordnung? Den Status quo?

Jepp.

> So schlecht finde ich den nun auch wieder nicht. Und ich weiß nicht, ob 
> Anordnungen, bei denen NUR das Aussehen eine Rolle spielt, wirklich 
> besser gemerkt werden können.

Ich finde es immer noch einfacher die Zeichen anhand Form, Spiegelung, 
Verdopplung, Transformation zu memorieren (anstatt an Sprachregionen).

> Z.B. halte ich die Zusammengehörigkeit von `´ˆ auf einer Ebene für sehr 
> gut merkbar, diese Akzente kennen die meisten schon.

Ja, die erste Ebene ist noch supi merkbar, ab der zweiten hört es aber 
auch schon auf.

> Die Häufigkeit bestimmt sich aber nicht nach Anzahl der Buchstaben, 
> sondern nach Verbreitung der Sprachen, in denen sie vorkommen. 
> Französisch, Spanisch und Portugiesisch gebührt hier eine 
> Vorrangstellung.

Jo, das sehe ich auch so. Diakritika aus nichtgebräuchlichen Sprachen 
sollten auf höhere Ebenen wandern (wobei bei Breve, Makron, und Punkt 
obendrüber fragwürdig ist, ob sie so selten sind)

> Diesem Paradigma würde ich nicht folgen.

Es ist nicht meines.

> Man will sehr wohl komplette Sprachen tippen.

OK.

> Ein Fremdsprachenlerner will nicht gleich auch eine neue Tastatur 
> lernen,

Könnte man jetzt auch auf das Erlernen einer neuen 
Neo-Tote-Tasten-Belegung beziehen :|.

> um Texte in dieser Sprache zu schreiben, zumal die dann meistens eine 
> Version von Qwert sind, dem man sich doch gerade noch entronnen wähnte. 
> Dadurch bekommt die Einteilung nach Sprachen schon nochmal Gewicht.

Kann ich nicht wirklich sehen.

Warum nicht die Verteilung für alle einfach machen? Für Nutzer mit 
verschiedenen Sprachen (auch gelegentlich) ist das sicherlich ein Vorteil 
und für die Schreiber einer Sprache erwächst kein Nachteil.

Das Faszinierende an Neo ist für mich, dass die Buchstaben, die 
Sonderzeichen und die 4. Ebene und in Abhängigkeit die griechische und 
die naturwissenschaftliche Ebene so fantastisch angeordnet sind; nur 
die toten Tasten fallen irgendwie aus der Reihe.

> Wer redet denn von Idioten. […]

Ich meinte vielmehr, dass es nicht schwer ist, sich mit der Erzeugung der 
5. und 6. Ebene anzufreunden.

> > > Man könnte dem leicht durch Tauschen der Ebenen 5 und 6 sowie einer 
> > > Griechen-Groß-Ebene (Shift+Mod3+Mod4, und ein Mod3 
> > > +Mod4-„Griechen-Lock“ auf Tab) abhelfen, da könnte man dann auch 
> > > gleich die griechischen Diakritika unterbringen. Für Derartiges ist 
> > > es aber zu spät.

Zu spät ist es dafür nie. Wenn wir eine Umsetzung dafür haben (und eine 
umsetzungswillige Mehrheit), können wir das alles noch einführen (wobei 
ich mich wirklich frage, ob Neo dann nicht doch überladen ist, hm …).

> > Ich fände hier eine eigenes symbol (de neo-gr) zielführender und 
> > einfacher.
> 
> Aber unten schreibst du, der Vorschlag sei bemerkenswert…

Vielleicht hätte ich noch hinzufügen sollen, dass ich es eher mit einem 
eigenen Layout halte. Denn ich weiß nicht, ob der Tausch von E5/6 und die 
Hinzufügung einer E8-Großschreibebene zur nunmehr 6. Ebene wirklich 
mehrheitsfähig wäre. Dazu wäre es einfach gut zu wissen, ob die 
Verwendung von lateinischen Großbuchstaben statt ihrer gleichaussehenden 
griechischen Pendants bei der Darstellung und Verarbeitung auf 
gängigen/verwendeten Systemen zu Problemen/Merkwürdigkeiten führt. 
Außerdem ist herauszufinden, ob ein E6-Lock überhaupt möglich ist (da ja 
zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden). Um dies zu umgehen ist es imho 
sowieso einfacher auf der 1. Ebene zu schreiben und die Diakritika gleich 
passenderweise anzuordnen.

Was mir vielleicht ein bisschen zu viel des Guten ist, ist der E6-Lock, 
ansonsten finde ich den Tausch von E5/6 und die Einführung von E8 gut 
(was kommt dann auf die griechischen Buchstaben auf E5? Die wären dann ja 
doppelt. Fragen über Fragen …).

> Mir ist auch nicht ganz klar, was du mit einem eigenen Symbol meinst. 
> Eine eigene Neo-Griechisch-Belegung, das die ersten beiden Ebenen durch 
> Griechisch ersetzt?

Richtig. So wie bei der Lang-s-Belegung, die in der de-Datei durch ein 
eigenes „symbol“ repräsentiert wird.

Gruß,
 Martin

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