Am Sonntag, 17. April 2011, 16:15:47 schrieb Michael Gattinger:
> Ich bin seit 2 Monaten dabei mir ein Programm zu schreiben

Ich bin ungern derjenige, der eine engagierte Arbeit möglicherweise hinfällig 
macht. Dennoch wundere ich mich darüber, dass so leichtfertig und 
unhinterfragt eine Enzyklopädie als sinnvoller Korpus erachtet wird.

Neo2 ist bereits eine gute Tastatur, bei einer zukünftigen Neo3 darf man 
durchaus von „hochoptimiert“ sprechen. Eine so weitgehende Optimierung setzt 
natürlich voraus, dass sämtliche Zwischenschritte – insbesondere die Wahl des 
Korpus – den gleichen hohen Ansprüchen genügen.
Genau dies sehe ich bei der Wikipedia für unsere Zwecke nicht geben!

Natürlich ist die umfangreiche, freie und leicht zugängliche Textmenge 
verführerisch – jedoch deckt sich der lexikalische Schreibstil nicht mit dem 
eines gängigen Anwenders.

Das vermutlich einfachste und zugleich einsichtigest Beispiel ist das Wort 
„ich“. Wärend fast keine E‑Mail ohne dieses Wort auskommt, hat ein 
Stichprobentest in nur einem von 10 Wikipedia‑Artikeln einen Treffer egeben – 
und zwar in einem Zitat. Gleiches gilt für andere Wörter: du, wir, uns, mir, 
mich, sich, …

Da ein Großteil der am PC geschriebenen Texte zur Kommunikation gehören 
(E‑Mail, Chat, IRC, Twitter, soziale Netzwerke, …) sehe ich die einen 
enzyklopädischen Korpus kritisch.
Jede darauf aufbauende Optimierung ist zumindest fraglich und kann nicht 
zweifelsfrei behaupten, die selbst gesteckten hohen Ansprüche zu erfüllen.


Skeptische Grüße,
Pascal

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