Hallo Arne, hallo Liste.
Seit Dezember hab ich nun endlich wieder Zeit, mich dem optimierten Tastaturlayout zu widmen und bin auch gerade fleißig dabei, einen Optimierer zu entwerfen, der hoffentlich die Vorteile beider Optimierer verbinden kann: Flexibilität und Geschwindigkeit.
Am 12.01.2015 um 21:18 schrieb Arne Babenhauserheide:
Der Optimierer von Andreas ist bei weitem schneller als meiner. Bei weitem heißt, viele Größenordnungen. Meiner macht es einfacher, neuer Kriterien zu definieren - mit fast beliebiger Struktur (und hat meiner Meinung nach bessere Kriterien - aber wenn das nicht so wäre, hätte ich ihn schließlich längst für den von Andreas aufgegeben ☺).
Welcher *wirklich* bessere Ergebnisse liefert wissen wir nicht. Mal ganz davon abgesehen, dass wir auch noch nicht wissen, wie genau gute Kriterien aussehen müssen. Mit dem physiologischen Handmodell für Lastmodellierung bin ich leider nicht weiter gekommen (und auch das müsste erst validiert werden).
Bezüglich der Kriterien habe ich mich ja auch schon vor einiger Zeit (~2 Jahre?) mal gemeldet und plädiere immer noch dafür, neben Hand- und Fingerlast hauptsächlich Bigramme zu betrachten. Höhere n-Gramme sind mMn einfach zu aufwendig und 1-Gramme sollten nicht allzu hoch gewichtet werden, gerade genug, dass die Grundhaltung den Namen verdient. Falls n-Gramme verwendet werden, reicht es mMn auch vollkommen aus, nur das maximale n zu betrachten (+die 1-Gramme wegen der Grundhaltung), weil alle (n-1)-Gramme in den n-Grammen in der korrekten Häufigkeit vorhanden sind.
@Arne: Das „physiologische Handmodell“ hab ich hier, in doppelter Ausführung, eins links, eins rechts ;) Will sagen: Alle Theorie ist grau, lasst uns Tipptests durchführen! Was kommt besser an das Verhalten einer echten Hand ran als eine echte Hand? Um Einflüsse der Hardware auszuschließen, sollten möglichst viele Leute mit möglichst vielen Tastaturen mitmachen und die Werte entsprechend gewichtet werden. Insbesondere hier gilt aber auch, dass Tri- und höhere n-Gramme einen viel zu hohen Aufwand machen.
Ich selbst und meine Freundin haben alle Tastenbigramme beider Hände auf verschiedenen Tastaturen jeweils eine feste Zeit lang getippt. Als Kosten für das Tastenbigramm setze ich derzeit auf die Zeit, die das Tastenbigramm zum Tippen braucht, so dass man mit dem Layout möglichst schnell tippen können wird. Aus den Ergebnissen sind auch die Belastbarkeiten der einzelnen Finger ablesbar, aber gerade hier sollten möglichst viele Leute mitmachen, um verlässliche Aussagen zu kriegen. Meine linke Hand ist z.B. deutlich beweglicher als die rechte.
Grüße aus Karlsruhe marco8
