Am 29.04.2015 um 07:41 schrieb Michael Kiesenhofer:
On Tue, 28 Apr 2015 22:24:34 +0200
[email protected] wrote:
[...]
Aber anstatt das Ergebnis gut sein zu lassen und sich um die Verbreitung
zu kümmern, wird seit Jahren an NEO 3.0 geforscht. Und zwar Open End,
wie es mir scheint, denn von einer Roadmap oder einem aktuellen Stand
ist dem WIKI nichts zu entnehmen.
Auf NEO 2.0 kann ich also nicht bauen, denn es ist ja klar, da kommt was
gänzlich anderes, und ob NEO 2.0 dann in ein paar Jahren noch
unterstützt wird, ist fraglich.
[...]
Noch nicht mal irgendwelche
Infos zu Bezugsquellen bzgl. Hardware sind auf der Seite zu finden,
dabei gibt es z.B. NEO-Tastaturaufkleber mit allen sechs Ebenen drauf
und Tastaturhersteller, die prinzipiell bereit sind, eine Tastatur mit
beliebigem Layout zu bestücken. Da gibt es keinerlei Kooperation mit den
bereits existierenden Hardwareleuten - wieso sollte sich von Seiten der
produzierenden Industrie dann wirklich jemand ernsthaft mit
NEO-Produkten befassen? Es gibt z.B. www.go-dvorak.de - warum nicht
einmal den Hersteller kontaktieren, ob er an einem www.go-neo2.de
Interesse hätte?
Also ich muss schon sagen: Ich finde diese Mail mega motivierend. Ein
richtiger Wachrüttler aus Außensicht.
[...]
Windows z.B. sieht für deutsche Anwender gar keine Alternative zu QWERTZ
vor; [...]
Daran wird vielleicht deutlich, dass NEO nicht daran scheitern wird,
dass es anstelle 22x so effizient wie QWERTZ nur 20x so effizient wie
QWERTZ ist. Mal abgesehen davon, dass die 5000. Tastaturlayoutvariante
bzgl. ihrer Effizienzsteigerung einfach irgendwann im Rauschen untergeht.
[...]
wäre das nicht eine Möglichkeit,
hier in Zusammenarbeit mit einem etablierten Hersteller mal etwas auf
die Beine zu stellen? Wenn eine Idee steht -> zum Beispiel mal Heise.de
kontaktieren. Mit etwas Glück bringen die zumindest eine kleine
Randnotiz in einer ihrer Zeitschriften, was dem Projekt sicher in einer
entscheidenden Phase sehr weiterhelfen würde.
Und wenn es dann mal gescheite Hardware gibt, einfach mal den
Perfektionismus in Sachen Optimierung gut sein lassen und die Hardware
promoten und Öffentlichkeitsarbeit machen.
Ich denke auch, dass es Sinn macht, wenn man aktiv nach außen
Öffentlichkeitsarbeit macht, aber erst dann, wenn man einen festen Stand
der Dinge hat. Den haben wir mMn derzeit nicht. Wenn es aber so weit
wäre, wäre es für mich ein leichtes und gern gemachte Sache, ein paar
E-Mails oder Telefonanrufe oder gar Briefe zu machen, um die Industrie
darauf aufmerksam zu machen. Es muss ja nicht gleich jedes Unternehmen
einsteigen, aber wichtig ist, dass man es schonmal gehört hat und es im
Hinterkopf ist. Gut bei Tastaturherstellern sollte man davon ausgehen,
dass sie schonmal von DVORAK & NEO gehört haben xD
[...]
z.B. mal ein paar Schulen
neben PCs auch mit NEO-Tastaturen auszurüsten. Kinder, die in der Schule
NEO lernen, werden das auch später (zu) nutzen (wissen). Bei den alten
Laien ist da nichts mehr zu holen; die sind schon festgefahren,
Ich habe mir schon vor Jahren gedacht, dass es interessant wäre in
Schulen 60 Minuten - Vorträge über NEO zu halten. Vorraussetzung dafür
ist natürlich ein fester Stand der Dinge, der seit Jahren mMn nicht
vorzeigbar ist. Aber grundsätzlich würde ich mich dafür interessieren
sowas zu machen. Und ich finde das auch den richtigen Ansatz. Man sollte
die Lehrer davon überzeugen, dass es egal ist, ob sie im Fach
"Textverarbeitung" (So hieß es bei mir) den Kindern qwertz oder neo
beibringen. Was zählt ist nur die Fähigkeit schnell zu schreiben und
diese kann man mit der einen oder mit der anderen Tastatur in der
Prüfung testen. So könnten die Kinder sogar zu beginn des Faches jeder
für sich selbst entscheiden ob derjenige qwertz oder neo oder sonstwas
lernen will.
Am 29.04.2015 um 08:14 schrieb Vlyn:
[...]dass du es deinen Kindern zumuten willst: Finger weg! [...] Egal
ob in der Schule, im Studium oder in der Arbeit, die bekommen riesige
Probleme ohne QWERTZ im deutschsprachigen Raum. Lern es selbst wenn es
dich interessiert und wenn sie älter sind kannst du es ihnen ja
vorstellen, ich hab mich auch völlig auf NEO2 umgewöhnt im Alter von
ca. 20.
Und das finde ich genau die falsche Einstellung dazu. Denn die
Unterstützung (egal ob nun Software oder Mental) korreliert mit der
Anzahl der Nutzer. Desto mehr Menschen NEO bekannt ist, desto höher ist
die akzeptanz und desto wahrscheinlicher ist NEO als normale Alternative
vorgesehen.
Dankeschön
Michael