Moin, bei uns in Stormarn gab es letzten Monat einige Zeitungsartikel.
Ich meine es war das Hamburger Abendblatt, die hatten zusätzlich noch einen 
Anwalt befragt, die hat bestätigt, dass das ganze rechtlich völlig ok ist.

Sowas ist natürlich für die Öffentlichkeit super. Ein anderes Blatt wird diesen 
Monat noch mal speziell auf das Thema eingehen und im Zuge dessen vielleicht 
auch noch mal die rechtliche Seite zusammen mit einem Anwalt beleuchten. Das 
ist (mit) die beste Öffentlichkeits Arbeit für Personen, die technisch 
weniger/gar nicht begabt sind.

MfG
Kaj


Am 9. September 2015 11:27:54 MESZ, schrieb Pascal Pein <[email protected]>:
>Hallo zusammen,
>
>hier einmal eine nachdenkliche Mail, die das Potenzial hat, wilde
>Diskussionen auszulösen.
>
>Ich hatte gestern ein sehr interessantes Gespräch mit einer
>Journalistin
>aus dem Kreis Lauenburg. Sie ist sehr an der Freifunk-Initiative
>interessiert und würde uns gerne unterstützen, auch im Hinblick auf die
>Flüchtlinge. Sie hat offenbar sehr gute Kontakte in der Region, die sie
>nutzen könnte.
>
>Leider macht die aktuelle Gesetzeslage es schwierig, sich klar zu
>positionieren. Es tauchen bei Interessierten, wie dieser Dame immer
>wieder Bedenken auf, die ohne fundierte juristische Kenntnisse sehr
>schwer zu entkräften sind. An diesem Punkt kann ich in der Regel nur
>auf
>die detaillierten Informationen auf freifunk.net verweisen und sagen,
>dass ich zu dieser konkreten Frage keine absolut wasserdichte Antwort
>geben kann, da ich eben kein Jurist bin. Spätestens da habe ich
>"verloren" und das Thema "Freifunk" landet beim Gesprächspartner wieder
>in der "Schmuddelecke". Ich kann halt nicht garantieren, dass mein
>Gegenüber nicht verklagt oder abgemahnt werden kann.
>
>Im aktuellen Fall geht es so weit, dass zwar an einer
>Flüchtlingsunterkunft eine Freifunk-Lösung eingerichtet wurde, dies
>aber
>nicht öffentlich kommuniziert werden soll. Da der Internetverkehr über
>einen Server im Ausland läuft, haben die Verantwortlichen Angst, dass
>die Frage der "Providerhaftung" nicht ausreichend geklärt sei. Nun
>weiss
>ich bisher auch nicht, welche Firmware dort zum Einsatz kommt.
>
>Zitat:
>> Wie dem auch sei - es scheint hier im Ort eine hohe Bereitschaft zu
>> geben, Freifunk zu nutzen, allerdings wenig Bestrebungen, etwas
>> "möglicherweise Illegales" in der Öffentlichkeit zu vertreten. Dies
>> finde ich sehr schade und zeigt die Problematik, über die wir gestern
>> geredet haben (Freifunk-"Image").
>>
>> Mangels technischer Kenntnisse und fehlenden Informatik-Titels sehe
>> ich mich nicht in der Lage, hier weiter aktiv zu werden, so lange ich
>> die Frage der "Möglicherweisen Illegalität" nicht wirklich fundiert
>> beantworten kann. [...]
>>
>> Parallel dazu würde ich Ihnen gern als Tipp an die Hand geben, wie
>Sie
>> Freifunk aus dem "möglicherweise Illegalen" herausholen:
>>
>> 1. Sie veröffentlichen auf der Website, warum Freifunk nicht der
>> Störerhaftung unterliegt, evtl. Foto eines Prof. Dr. jur. Irgendwas,
>> vielleicht mit einem kleinen Erklärfilmchen für Doofe.
>> 2. Sie belegen die Legalität möglichst mit Stempel von irgendeinem
>> Ministerium, Amt oder Sonstigem
>> 3. Sie zeigen seriöse Freifunker: Einen CSU-Poltiker, einen Pastor,
>> einen Richter, eine Hausfrau, einen Geschäftsführer - also eine
>> "Testimonial-Kampagne", wie man in der Werbebranche so schön sagt.
>
>Ich bin mir sicher, dass dieses Thema auch am kommenden Wochenende
>angesprochen werden sollte. Es gibt viel zu tun. Jeder, der für
>Freifunk
>Öffentlichkeitsarbeit betreibt, sollte möglichst "rechtssichere"
>Argumente zur Hand haben. Das ist sicherlich nicht einfach, da jede
>Commmunity eine individuelle Herangehensweise hat (Serverstandorte,
>Webauftritt, etc.).
>
>Natürlich ist es auch gerade bei Freifunk nicht so einfach, angemessene
>"Lobbyarbeit" zu betreiben. Zu schnell tauchen politische Interessen
>auf
>und man sollte darauf achten, seine Arbeit nicht mit dem Stempel einer
>Partei versehen zu lassen. Gleichzeitig sollten sicherlich möglichst
>viele Politiker und Entscheidungsträger mit in das Freifunk-Boot geholt
>werden, da wir sonst irgendwann nicht mehr gegen den Strom ankommen
>können und immer neue "merkwürdige" Gesetze entstehen, die Freifunk
>nach
>und nach immer weiter kriminalisieren. Das kann's ja auch nicht sein...
>
>Lange Rede, kurzer Sinn: Wie können wir gute Öffentlichkeitsarbeiter
>für
>uns gewinnen, ohne sie zu verschrecken? Freifunk sollte in der breiten
>Bevölkerung bekannt werden und dabei nicht endgültig in der
>"Schmuddelecke" landen.
>
>Gruß
>Pascal
>
>
>------------------------------------------------------------------------
>
>
>_______________________________________________
>Freifunk mailing list
>[email protected]
>https://www.hamburg.ccc.de/mailman/listinfo/freifunk

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