Hallo Bernd, Am 22.03.2012 08:34, schrieb Bernd Wurst: > Wobei ich die Aussage gar nicht so schlimm finde, wenn man sie für sich > genommen betrachtet. Natürlich hat ein Hersteller proprietärer Software > (genauso wie Hardware) das Recht und die wirtschaftliche Pflicht um sein > Produkt ein Monopol aufzubauen (das ist immerhin sein Geschäftsmodell!).
Der Staat hat nicht die Aufgabe sicherzustellen, dass ein Geschäftsmodell funktioniert. Das Geschäftsmodell eines Kartells beruht z. B. auf der Verknappung des Angebots. Trotzdem sind Kartelle verboten. Der Staat betreibt Ordnungspolitik, damit die Wirtschaft für ihre Kunden arbeitet und nicht gegen sie. In einer Marktwirtschaft gibt es außer der Vertragserfüllung keine "wirtschaftliche Pflicht". Ein Bäcker hat nicht die Pflicht, die Bevölkerung mit Brot zu versorgen, sondern darf seinen Laden jederzeit schließen. Genaugenommen hat natürlich kein Softwarehersteller ein Monopol. Nur die Markteintrittsschranken liegen sehr hoch. Statt "study and adapt to your needs" heißt es dann "start from scratch". > Wichtig ist doch nur, dass die Menschen diesen Umstand erkennen und sich > dann bewusst gegen Produkte solcher Hersteller entscheiden können. Wenn es keine Freie-Software-Lösung gibt, werden 99% der Menschen an sich denken und zur unfreien Software greifen. Wäre unfreie Software verboten, könnten theoretisch 100% der potentiellen Kunden zusammenarbeiten, um eine Freie-Software-Lösung zu erstellen. Gruß Thomas _______________________________________________ fsfe-de mailing list [email protected] https://mail.fsfeurope.org/mailman/listinfo/fsfe-de
