In Wed, 3 Mar 2010, Alexander Gretencord cum veritate scripsit : > On Tuesday 02 March 2010, Frank Bergmann wrote: > > Bei Linux mehren sich die Stellen immer mehr, wo ich Hand anlegen muss. > > Das wuerde mich interessieren. Hast du da konkrete Beispiele? Und musst du > nicht bei LFS die meiste Hand anlegen, da du alles selber machen musst? > > Wann ich das letzte Mal eine XF86Config (aeh achnee, xorg.conf :)) anfassen
Da hast Du das mit dem "Hand anlegen" falsch verstanden: Ich meinte damit nicht, dass ich Konfigurationsdateien per Hand (z.B. mit meinem heiss und innig geliebten vim) editiere / editieren muss. Vielmehr meinte ich damit, dass ich generelle Unzulaenglichkeiten der Distro durch Verwendung anderer Softwarepakete beseitige. Gentoo ist Hacker's best friend, der groesste Schrott vor dem Herrn. Homeuser wie Du beschweren sich ueber Kompilationsorgien und auf dem Server kannst Du das nicht ernsthaft und guten Gewissens im Produktivbetrieb einsetzen, da der gcc als DEFAULT-DEPENDENCY mit installiert wird. Wenn Du naemlich den gcc entfernen willst, musst Du auch die glibc entfernen. Nicht, dass ich was gegen das Entfernen der glibc haette - ganz und gar nicht! Aber gentoo wuerde dann nicht mehr funktionieren. So wird sich weiterhin jeder Hacker bei einem frisch geenterten Linuxsystem freuen, dass er ein gentoo hat, weil ihm das gleich einen gcc und noch jede Menge anderen auf einem Server ueberfluessigen Mist zur Verfuegung stellt. Daher stellt sich die philosophische Frage: Wenn nicht fuer Desktop und Server, fuer was ist gentoo ueberhaupt geeignet? Ein Kollege und gentoo-Verfechter hat mich schon oft gefragt, warum *ich* denn kein gentoo-Freund waere, da ich doch selber sehr viele eigene rpm-Pakete habe und doch selbst vieles "from Scratch" kompilieren wuerde. Meine Antwort ist immer: Ich habe meine eigenen Pakete. Wenn ich die uebersetzt habe, habe ich auch direkt Binaerpakete, die ich mit ruhigem Gewissen auch auf einem Server im Produktivbetrieb einspielen kann. Ich muss mir nicht extra einen "Binhost" vorhalten, der nur damit beschaeftigt ist, die ueblichen gentoo-Kompilationsorgien durchzufuehren, damit er die Pakete dem Produktivserver dann doch Binaer zur Verfuegung stellen kann. Damit ist dann aber auch einer der viel geruehmten "Vorteile" von gentoo dahin: Auf jedem Host speziell angepasst alle Software optimiert fuer seine Hardware (Prozessor und Co) zu uebersetzen. Dass dieser Performancegewinn durch "optimierte gcc-Optionen" vielleicht 1% gross ist, verschweigen die gentoo-Juenger. Wieviel Gewinn bei Aenderung der Programmierung aber drin ist, hat mein letztes Beispiel beim Vortrag gestern gezeigt: grep statt fast 2 Minuten in unter 5 Sekunden. Zurueck zum Thema: "Hand anlegen" bedeutet beispielsweise bei einem frisch installierten Server das Aufuehren des folgenden Befehls (bei einer rpm-basierten Distro): rpm -e inetd xinetd bind sendmail vixie-cron isc-cron rpm -i postfix-small-fwb djbdns ucspi-tcp daemontools dcron Demnaechst werde ich das noch ergaenzen durch: rpm -e SysV-Init upstart; rpm -i minit-for-redhat-fwb Frank PS: Mein sig-Generator muss tatsaechlich intelligent sein. Zum Thema "Hand anlegen" hat er zufaellig was passendes rausgesucht: EDV Frank Bergmann Tel. 05221-9249753 LPIC-2 Linux Professional Fax 05221-9249754 Elverdisser Str. 25 email [email protected] 32052 Herford USt-IdNr DE237314606 -- Ecasound still rules though. The best part is to experience the jaw-drops when folks ask you, "what did you mix the song with?" "vi" -- Linux mailing list [email protected] subscribe/unsubscribe: http://lug-owl.de/mailman/listinfo/linux Hinweise zur Nutzung: http://www.lug-owl.de/Mailingliste/hints.epo
