Hallo Helmut, > So isses - ist (um-)gewöhnungsbedürftig. > Und ändert die Aufgaben und Verantwortlichkeiten mal wieder ein wenig.
> a) wenn die Schüler per UMTS o.ä. "ins Netz" gehen, dann ist das nicht > mehr der Verantwortungsbereich des Netzbetreuers und/oder des > beaufsichtigenden Lehrers, > > b) während des Unterrichts (insbesondere bei Klausuren) muss der (auch > zur Aufsicht verpflichtete) Lehrer auch einkalkulieren, dass einzelne > Schüler sich mit anderen Sachen als dem Unterrichtsstoff beschäftigen. > Ok - ich habe damals unterm Tisch Krimis o.ä. gelesen ... (und meine > Frau hat "Käsekästchen" gespielt). So etwas wie "ich schalte jetzt das > Internet aus" geht schon seit einigen Jahren nicht mehr. Ich hatte dieses Jahr zwei Aha-Erlebnisse, die mich glauben lassen, dass wir mit dieser ständigen Kontrolle und zu wenig Vertrauen auch erzieherisch einen Fehler machen: 1) Ich habe in zwei Kursen J1/J2 "Citizen Four" gezeigt. Die Reaktionen waren - interessant. Irgendwie fanden die das schon schlimm, aber das ist eben "wie immer", und wenn man brav ist, hat man ja kein Problem. 2) Als ich die Freifunk-Router aufgestellt habe, haben mich unabhängig voneinander etwa 10 Schüler gefragt, ob Ich "denn da gar nicht sehen könnte, was Sie im Netz machen". Ich habe dann stets geantwortet, dass das Freifunk Netz mit dem Schulnetz nichts zu tun hat, und es eben vergleichbar zum UMTS Zugang zum Netz ist. Und das obwohl ich den Umstand, dass ich das im Schulnetz sehen könnte nicht sehr ausführlich kommuniziere. Ich weiß natürlich nicht, was die Kollegen machen, das Ergebnis schockiert mich jedenfalls, nämlich, dass ich 10.Klässlern an einem Gymnasium erklären muss, dass der Normalfall von Kommunikation der ist/sein sollte, dass niemand kontrolliert, wer mit wem was für Infos austauscht. Insgesamt hat mich das für mich folgern lassen, dass ich sehr vorsichtig sein muss, die Einstellung der Kinder zu Privacy-Themen komisch finde, ich habe da als Lehrer letztlich einen nicht unerheblichen Anteil dran, und das vorleben, dass "überwacht werden" normal ist, ist hochproblematisch. Und das Ganze verändert auch Sachen im Kopf der Schüler, die fragen ich plötzlich zurecht, warum es eigentlich nicht mehr offene W-Lans gibt und merken dann, dass man das selbst ändern kann.... Auch deswegen, hoffe ich jetzt, dass das WLan Konzept: "Freifunk für alle, WPA mit Coova für Lehrer" in der GLK und der Schulkonferenz nach dem Testlauf auch Zustimmung finden wird. (Sieht nach einigen Gesprächen nicht so schlecht aus, ich bin optimistisch). VG Frank _______________________________________________ linuxmuster-user mailing list [email protected] https://mail.lehrerpost.de/mailman/listinfo/linuxmuster-user
