Hallo Ulf,

linbo ("SheilA") ist wirklich das Killerfeature von linuxmuster!
Ein zusätzliches Werkzeug für das Desktop Management benötigst Du kaum.

Wie linbo sich dem Benutzer präsentiert, kannst Du Dir hier anschauen.
http://www.linuxmuster.net/wiki/dokumentation:handbuch:linbo:os.start
Die Farben sehen inzwischen etwas anders aus ;-)

Damit Du Dir die erste Stolperstufe ersparst:
Die blanke Arbeitsstation muss unbedingt zuerst mit linbo partitioniert
werden!
Sonst zerlegst Du Dir allzu leicht eine vorhandene Installation.
Hast Du bereits eine, so spricht nichts dagegen, diese z. B. mit
clonezilla auf eine externe Festplatte zu sichern und nach dem
Partitionieren wieder zurückzuspielen. http://www.clonezilla.org/

Insbesondere die Aktivierung von Microsoftprodukten ist eklig, aber
linuxmuster kann damit inzwischen leidlich umgehen.
http://www.linuxmuster.net/wiki und nach "Aktivierung" suchen. Es gibt
für verschiedene Lizenzierungsarten verschiedene Seiten.

Es gibt viele schöne didaktische Serverlösungen: IServ, LogoDidact,
UCS@School, Net@School etc.
Die kochen alle mit Wasser. LogoDidact verwendet z.B. Rembo, die
kommerzielle Variante von linbo.
Die Frage ist, ob Du die Dinge mit einer Community im Rücken
eigenständig lösen möchtest/kannst oder ob Du eine Firma vertraglich
verpflichten und bezahlen (lassen) willst (nur!?) das Vereinbarte zu
leisten. Was für Dich und die Schule finanziell und qualitativ besser
ist - darüber streiten sich die Geister. Kommt letztendlich auf Dich und
Deine Motivation an.

Gruß Jürgen




Am 26.03.2016 um 08:28 schrieb Ulf Weikert:
>  
> Christoph Günschmann:
> > Lieber Ulf, > > noch eine Bitte: Wenn Du einen neuen beginnst, bitte nicht 
> > eine >
> vorgefundene eMail "beantworten", weil sie aufgrund ihrer ID sonst bei
> > der thread-Darstellung im Mailprogramm (bei mir thunderbird) in
> einen > thematisch anderen Zusammenhang "rutscht". Viele von uns
> sortieren aber > die eMails hier in Zweige, damit wir die Übersicht
> behalten.
> Sorry. Das war eigentlich mein Ziel. Hatte gedacht das reicht, wenn
> ich an die Liste schreibe und Sortierung erfolgt über Betreff. Ich
> wusste nicht, dass dort noch eine ID mit drin ist. Nächstes mal.
> > > Ich hatte nun nicht den Eindruck, dass Du die LML 6.x "verreißt",
> aber > Du solltest wissen, welche Möglichkeiten sie hat (vielleicht
> einfach mal > in zwei bis drei virtuelle Maschinen zuhause
> ausprobieren, so mache ich > das auch).
>
> Danke.
> > > Also erstens: > Ein unbeschädigtes "jungfräuliches" Image findet
> sich bereits lokal auf > den clients und kann per Tastendruck von
> JEDEM Benutzer (es sei denn, > eine Konfigurationsdatei hat hier eine
> andere Einstellung) restauriert > werden. Je nach Größe des Images,
> Prozessor und Festplatte /SSD dauert > dieser Prozess zwischen 2 und
> 20 Minuten. Wenn Du also einem Benutzer > (eingeschränkte)
> Admin-Rechte gibst, kann der nächste den Rechner wieder >
> restaurieren, sofern der Administrator vor ihm zuviel verändert / Mist
> > gebaut hat.
> Überzeugt mich vom Lesen noch nicht direkt. Aber zumindest etwas was
> ich mir anschauen werde.
> > > Zweitens: > Das Rückspielen übers Netz geht natürlich auch, entweder
> dezentral oder > zentral, bnutzergesteuert oder durch einen Admin
> erzwungen.
> ok
> > > Drittens: > Wenn Du virtualisierst, hast Du noch mehr Optionen, die
> hier kaum > aufzuzählen sind, die aber alle den Vorteil der sehr
> schnellen > Wiederherstellung haben. Erfordernis hier: Ein
> hardwaremäßig gut > ausgerüsteter Client.
> Ja performante Clients ist so ne Sache. Haben wir teilweise. Teilweise
> auch nicht. Bei 700 Clients versuchen wir pro Jahre ca. 100 zu
> besorgen. Um dann einen 7-8 Jahreszyklus einzuhalten. Wobei die ersten
> 4 Jahre für Fachbereiche bestimmt sind die laut Vorgabe einen PC haben
> müssen. Die restlichen 4 für Fachbereiche von denen wir der Meinung
> sind, dass die einen PC haben sollten.
> > > Viertens: > Kombinationen aus linbo, leoclient machen alle Deine
> Vorstellungen auch > ohne Phantosys möglich. > > Wie wäre es überdies
> mit Linux-Clients ? Die sind wesentlich mehr sexy > als die
> Windows-Clients und ermöglichen Dir durch selbstgeschriebene > Skripte
> alle erdenklichen Szenarien ! Denn das sehr Coole bei der LML > ist,
> dass aus Linbo heraus Änderungen der Clients möglich sind, BEVOR >
> diese ihr Betriebssystem starten. Denk da mal drüber nach !
> Wird auf absehbare Zeit nicht passieren. Grund ist folgender.
> Wirtschafts- und damit Ausbildungsbetriebe arbeiten mit Microsoft
> Windows und fast immer Microsoft Office. Diese Betriebe fordern (zu
> Recht), dass die Prüfungen der Realität des Wirtschafslebens
> entsprechen. Sprich in der Prüfung wird mit Windows geprüft. Und damit
> sind Clients die ein OS fahren welches nicht Windows ist, nicht
> machbar. Selbstverständlich ist dann zusätzlich noch LibreOffice etc.
> installiert. Aber der Kampf für freie Software muss an dieser Stelle
> auf Seiten der Betriebe gekämpft werden.
> > > > Herzlich, > Christoph
>>
>> Am 25.03.2016 um 20:29 schrieb Ulf Weikert:
>>> Moin Moin,
>>>
>>>
>>> es fällt mir ehrlich gesagt schwer, eine vernünftige Einleitung zu
>>> schreiben, weil meine Anfrage bestimmtes Wissen voraussetzt. Deshalb
>>> werde ich einfach meine Erfahrungen niederschreiben die ich in den
>>> letzten Monaten gesammelt habe. Ich hoffe daraus wird dann klar,
>>> wieso ich auf der Suche nach einer neuen Lösung bin. Und wieso mich
>>> linuxmuster.net in seiner jetzigen Form nicht überzeugt. Ich
>>> entschuldige mich im Vorfeld dafür, dass der Text so lang ist. TL;DR
>>> ist am Ende zu finden.
>>>
>>>
>>> Ich bin verantwortlich für die IT der BBS Haarentor in Oldenburg mit
>>> ca. 700 Clients.
>>>
>>> Im letzten Jahr half ich dabei einen Neubau einer anderen BBS,
>>> ebenfalls in Oldenburg, mit IT Infrastruktur auszustatten. Dort bin
>>> ich das erste mal mit den sogenannten pädagogischen Systemen in
>>> Berührung gekommen. In besagter BBS wurde die paedML 3.0 Windows
>>> Variante eingesetzt. Ich half bei Installation und später Wartung
>>> sowohl der Server sowie Client Seite.
>>>
>>> Ohne zuviel ins Detail gehen zu wollen; Das Prinzip hinter paedML
>>> 3.0 Windows finde ich spannend. Hat seine Vor- und Nachteile.
>>> Alleine von der Idee her sehe ich aber definitiv Einsatzorte.
>>>
>>>
>>> Die Umsetzung und Qualität des Systems bzw. der ausgelieferten
>>> Software ist imho jedoch miserabel! Ich rede hier nicht vom
>>> klassischen "Das ist Windows und damit sowieso doof" Geflame. Das
>>> ist mir zu einfach und nicht zielführend. Ich rede von 6 Monaten
>>> Erfahrung mit paedML 3.0 Windows und deren Administration. Von
>>> aufwendig anzulegenden Benutzerprofilen. Von nicht zu löschenden
>>> Benutzeraccounts. Von Supportmitarbeitern die sich von außen ohne
>>> mein Zutun auf meine Firewall schalten können (WTF! Hallo geht’s
>>> noch?).
>>>
>>> Wäre ich gezwungen ein Fazit in einem Satz abzugeben, würde es
>>> vermutlich „Frickeliges Bastelsystem mit Interessanten Aspekten,
>>> jedoch nicht für Produktivsysteme geeignet“ lauten. Oder so ähnlich...
>>>
>>>
>>> Da mich aber wie gesagt die Idee hinter diesem System durchaus
>>> interessiert habe ich weiter recherchiert. Nach meinem bisherigen
>>> Kentnisstand gibt es neben der paedML 3.0 Windows noch weitere
>>> Systeme die Funktionen wie Dokumente verteilen, Internet sperren,
>>> Klassenarbeitsmodus etc. zur Verfügung stellen und damit für mich
>>> als „pädagogische Lösung“ gelten.
>>>
>>> Momentane Liste ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
>>>
>>> - paedML 3.0 Windows
>>>
>>> - paedML 3.0 Linux
>>>
>>> - Iserv Schulserver
>>>
>>> - linuxmuster.net
>>>
>>> Alle diese Systeme ähnlich sich. In der Regel gibt es einen
>>> Hauptserver, eine Dateiablage und eine Firewall. Durch welche
>>> Software diese Punkte letztlich realisiert sind ist zum jetzigen
>>> Zeitpunkt nicht weiter wichtig. Es wird idR eine Kontrollinstanz
>>> geschaffen (z.B. der Domainkontroller), alle Nutzeraccounts erhalten
>>> standardmäßig so gut wie gar keine Rechte (zumindest war das der
>>> Fall in der paedML 3.0 Windows) und über die Firewall werden
>>> Zugriffe nach außen kontrolliert etc.
>>> Entscheidend für mich an dieser Ecke ist die Tatsache wie
>>> Nutzeraccounts behandelt werden. Charakteristisch erscheint mir die
>>> Tatsache, dass diese in der Standardkonfiguration eben keine Rechte
>>> besitzen und damit auf den Clients keine Software installieren
>>> können. Um die Clients davor zu schützen verhunzt werden, kann ich
>>> techisch diesen Schritt auch nachvollziehen. Unserer Ansatz ist
>>> jedoch ein anderer. Wir möchten, dass der User – nicht nur, aber
>>> hauptsächlich in den IT-Klassen - auf dem Client alle Software
>>> installieren kann die er möchte. Ohne aber den Rechner zu verhunzen.
>>> Hier schlage ich jetzt die Brücke zu Phantosys.
>>> Um den Nutzer die maximale Freiheit am Client zu geben, ohne aber
>>> diesen jede Woche neu installieren zu müssen, setzen wir auf eine
>>> Software namens Phantosys. Diese stammt ursprünglich aus Japan. Wird
>>> dort u.a. von Foxconn eingesetzt und wird hier in Deutschland von
>>> einem Softwarehaus namens Copac vertrieben.
>>>
>>> Phantosys arbeitet im Groben wie folgt:
>>> Man installiert sich einen Client. Ganz normale Desktop
>>> Installation. Keine PC Aufnahme wie mit opsi. Von diesem Client wird
>>> mittels Phantosys Client-Software ein Festplattenabbild erstellt,
>>> dieses auf den Phantosys Server übertragen und dort gespeichert. Nun
>>> lassen sich über die Server-Software beliebig viele Clients mit
>>> diesem Image betanken und haben anschließend alle den selben Stand.
>>> Die Sicherung der Clients gegen Verhunzen kann man sich in etwa wie
>>> ein inkrementelles Backup vorstellen. Der Nutzer hat zur Laufzeit
>>> alle Rechte. Kann alles installieren, löschen, whatever. Nach einem
>>> Reboot ist das System wieder frisch. Hierfür wird über PXE gebootet,
>>> beim Phantosysserver ein Abgleich zum Festplattenabbild durchgeführt
>>> und anschließend über Netzwerk nur die Daten neu geladen die vorher
>>> im Betrieb geändert wurden. So erhällt man ein frisches System in
>>> normal bzw. etwas verlängerter Bootzeit. Diese ist natürlich von
>>> Alter, Modell und Netzwerkanbindung abhängig.
>>> Bei paedML 3.0 Windows und ich vermute es ist bei allen Lösungen die
>>> mit opsi als Softwareverteilung arbeiten so, muss eine komplette
>>> Neuinstallation durchgeführt werden wenn der Rechner frisch sein
>>> soll. Entweder über Netzwerk oder über eine extra angelegte
>>> Partition auf dem Client. Diese Installation dauert dann eben so
>>> lange wie sie dauert. Je nach Rechner 30min, 60min, 120min. An
>>> dieser Stelle sehe ich klare Vorteile von Phantosys. Zumindest für uns.
>>>
>>> Wir haben an unserer Schule keine Domäne. Lediglich einen
>>> Fileserver. Damit umgehen wir das “Problem” der serverseitigen
>>> Domänenprofile. Bei Einführung von Phantosys (war vor meiner Zeit)
>>> gab es wohl keine Möglichkeit Profile serverseitig zu lagern.
>>> Arbeiten mit Domänenprofilen hätten zur Folge gehabt, dass bei jeder
>>> Anmeldung eines Users das gesamte Nutzerprofil auf den Client
>>> übertragen wird. Die zu erwartende Netzlast war nicht tragbar und
>>> daher wurde der Fileserver als Alternative aufgebaut. Nun hab ich
>>> aber bei paedML 3.0 Windows gesehen, dass man Nutzeraccounts doch
>>> komplett und vor allem transparent für den Nutzer auf das
>>> Netzlaufwerk mappen kann. Ohne den ganzen Schmu jedes mal in Gänze
>>> übers Netz ziehen zu müssen. Und wenn ich die Doku von
>>> linuxmuster.net richtig verstehe, dann ist das hier nicht anders.
>>>
>>> Ok wow. Nach dem ganzen Geschreibe hoffe ich, ich hab euch nicht
>>> verloren. Aber es war mir wichtig, zu erklären was meine Beweggründe
>>> sind. Ich möchte also letztlich ein System haben was die Vorteile
>>> aus beiden Welten vereint.
>>> Die pädagogischen Fähigkeiten wie Dokumente austeilen,
>>> Klassenarbeitsmodus etc. mit den administrativen Feinheiten wie
>>> einfacher und schneller SheilA Modus. Ich will dass der Nutzer auf
>>> der lokalen Maschine alle Rechte besitzt und trotzdem nichts
>>> wirklich kaputt machen kann. Er soll sein eigenes Verzeichnis
>>> bekommen was beim einloggen am Client automatisch gemappt wird.
>>> Diese LoginDaten sollen ebenfalls für den WLAN Zugriff gelten. Ob
>>> wir eine Owncloud Anbindung nach außen ermöglichen ist noch nicht
>>> entschieden, aber Interesse besteht.
>>> Daher meine zugegeben sicherlich schwierige Frage. Seht ihr die
>>> Möglichkeit hier beide Systeme irgendwie zu kombinieren? Lohnt es
>>> sich in so ein Projekt Arbeit reinzustecken? Hat vielleicht sogar
>>> schon jemand mit dieser Idee Erfahrungen und kann berichten?
>>>
>>> Wenn irgend etwas unklar geblieben ist, bitte nachfragen.
>>>
>>> Vielen Vielen Dank, frohe Ostern und Gruß aus Oldenburg
>>>
>>> Ulf
>>> --
>>> Freundliche Grüße
>>> Im Auftrag
>>> Ulf Weikert
>>> Systemadministrator
>>> Berufsbildende Schulen Haarentor der Stadt Oldenburg
>>> Ammerländer Heerstr. 33-39 | 26129 Oldenburg
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