Hi!

Ein bisserl überzogen fand ich die Anfrage vom Ton her schon, im großen
und ganzen finde ich die Antwort okay aber am Schluss stösst es mich
schon etwas sauer auf:
> Dass hier eine anonymisierte Übersicht über die zentralen Postenverteilungen
> möglich wäre, wurde schon diskutiert und wird vielleicht auch gemacht
> werden. Und nochmals: Das ist dann eine Zusatzleistung der Koordination, der
> MA 7 und der Geförderten - und keine Bringschuld.
>   
In einer wirklich demokratischen Kultur wäre eine detailliertere
Kostenaufstellung schon selbstverständlich.

netznetz-versteht sich ja angeblich als Selbstverwaltungsmodell und da
gehört es für mich dazu, dass die Verwaltung- und Gemeinkosten detailliert
offen gelegt werden. Auch um der Neiderpartie den Wind aus den Segeln zu
nehmen (reich wird bei netznetz auch unter perfekter Ausnutzung der
Freunderlwirtschaft niemand!)

> * Infrastruktur von NetzNetz
> Hier kann ich mitteilen, dass ein eigener HP-Server mit RAID bei der Firma
> nessus die technische Infrastruktur von NetzNetz trägt.
>
>   
Na, dass das netznetz-wiki einen eigenen RAID-Server braucht, finde ich
schon ein wenig zu viel des Guten. Ich hoffe, diese Infrastruktur wird
der gesamten netznetz-community zur Verfügung gestellt.

Ich musste leider unter anderem wegen Unverlässlichkeit meiner
Technikpartner aus der Wiener Netzkultur (ich lass mich lieber nicht
detailliert aus, ich war selbst viel zu blauäugig unterwegs) mein
Serverprojekt einstellen und bin nur noch Untermieter/Reseller bei einem
professionellen Provider. sonance kämpft, so wie ich höre, auch um eine
professionellere Lösung. Warum können sich nicht alle zusammensetzen und
gemeinsam ein vernünftige technische Infrastruktur aufbauen? Beim
derzeitigen Stand der Dinge halte ich es für sinnlos halbe Lösungen
gerade noch am Leben zu erhalten.

Zur Annual-Convention: Von Leo gab es einen Antrag, dass bei der
Convention sozusagen Subauftäge/Subprojekte von der Netzkulturcomunity
kommend auszuschreiben sind, um eine Monopolisierung der Convention zu
verhindern. Ich halte es nach wie vor für ungut, dass die Annual
Convention von einer Jury der Gemeinde Wien vergeben wird und nicht von
der netznetz-Szene selbst organisiert wird. Aber es scheint von der
netznetz-Szene zu wenig Interesse an echter Selbstorganisation zu geben,
daher scheint es im Moment der Vernünftigste zu sein, das wieder dem
Team um Günther Friesinger in die Hand zu geben, auch wenn meine
Begeisterung sich etwas in Grenzen hält (für einen klassischen Kongress
ist deren Organisation ganz gut, für ein Community-Event etwas verfehlt,
aber da ist die "Community" wohl selbst mitverantwortlich)

Leider war Leo bei der Werbung für seinen im Grunde sehr vernünftigen
Antrag nicht sehr geschickt und der Antrag ist sozusagen wieder in der
Schublade verschwunden.

Kritik ist wichtig, aber bitte dabei bedenken, dass eine "bessere
Lösung" nicht von selber kommt und schon gar nicht von oben herab.


netznetz ist teilweise sehr erfolgreich und teilweise wieder grandios
gescheitert. Mir wäre es auch lieber, die Lernprozesse (wie oft bei
netznetz das Rad neu erfunden wurde, ist schon sehr skurril) gingen
schneller ebenso die Überwindung des Clandenkens.

Liebe Grüsse

Martin


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