On Tue, 20 May 2008, Andreas Leo Findeisen wrote:
Hallo Andreas, hier schreibt Leo Findeisen für [EMAIL PROTECTED]
Im Namen des Teams darf ich für dein Interesse und die vielen
präzisen Fragen danken. Allerdings haben wir uns gleichzeitig
gerne geschehn - was ich vergessen hatte zu schreiben: Es ist sinnlos,
sich wegen finanzieller Fragen zu zerstreiten.
gefragt, ob du schon einmal bei einer NetzNetz-Vergabe mitgemacht hast?
Oder hast du in anderen Budgets der Stadt erfolgreich eingereicht und
deshalb auch die bestehenden Regeln im Prozess der Abrechnung
kennengelernt?
es ist zwar schon eine Weile her, und die Regeln sind seither sicher
nicht simpler geworden.
Mit den selbst erlebten - ich sag mal beschoenigend "Skurrilitaeten" - und
jenen Erlebnissen, die ich von anderen subventionsempfangenden
Leidensgenossen erfahren hab, moecht ich euch nicht langweilen.
Ich hab damals fuer mich entschieden, nicht von Subventionen abhaengig
sein zu wollen - was mich natuerlich nicht gehindert hat, in Einzelfaellen
an subventionierten Projekten mitzuwirken und daher auch Nutzniesser von
Subventionen zu sein, allerdings ohne, wie schon erwaehnt, davon abhaengig
zu sein.
Ich hab halt in Bereichen, wo mir ein Engagement sinnvoll erschienen ist,
andere Wege beschritten - man kann z.B. Vereine gruenden, und versuchen
notwendige Mittel ueber Mitgliedsbeitraege ( und Spenden ) aufzubringen.
Mann/Frau kann Solidaritatsfestln veranstalten ;-))
Ohne die uebeliche Selbstausbeutung gehts natuerlich auch hier nicht, nur
wenn sich der Aufwand auf mehrere Gleichgesinnte verteilt, ists wohl fuer
den einzelnen ertraeglicher - und dennoch rinnen fuer jeden Beteiligten
unzaehlige Stunden unbezahlter Arbeit in derartige Projekte...
mich provoziert und verarscht fühlen" ...
Da wären mehr Informationen hilfreich, um dir gezielter antworten zu können.
ich moechte mit einem Zitat antworten:
draussen steht zwei Millionen - drinnen steht leider nein
Tschuldigung, aber unter einem Budget hab ich mir wirklich etwas anderes
vorgestellt, und aus dieser Enttaeuschung heraus ist dann wohl meine Mail
entstanden.
Natuerlich ists gut, die Gesamtzahlen zu kennen, und gut ist es auch, zu
wissen, wo redet die Kulturabteilung mit ( und vielleicht auch noch die
Stadtkassa und die MA 4711 ).
Ich denke eventuell daran, an netznetz aktiver teilzunehmen, daher auch
meine vielleicht etwas zu grosse Neugier.
Die Vergabe ist ja aus den diversen Protokollen gut ersichtlich,
interessant waere eben, Gruende fuer die Abweichungen von diesen Zahlen
kennenzulernen - nein, nicht ueber die Mailingliste, es gibt hier schon
genug nervige Beitraege.
Dass von den veranschlagten 30000 nur 12000 ausgeschoepft worden sind, ist
mir auch aufgefallen - so schoen es ist, Geld zu den Projekten umschichten
zu koennen, waeren auch hier die Hinterguende interessant ( Details
wuerden den Rahmen sprengen, daher vorerst einmal keine).
Worum es in NetzNetz v.a. geht sind die Vorteile, die sich für die
verschiedenen Szenen ergeben, wenn man und frau immer wieder das Ensemble
der aktuellen Projektideen und deren Leute zu sehen bekommt - also auch mit
ihnen nach Belieben in Kontakt treten kann.
das sehe ich auch so, nur gibts meinerseits im Moment keine neue
Projektidee, die finanzieller Unterstuetzung beduerfte.
( Ein Verein mit - Hausnummer - 100 physischen und juristischen
Mitgliedern, die brav ihre Mitgliedsbeitraege zahlen, und der mit
diesem Geld in Deutschland einen Sever mietet, der den Mitgliedern zur
Verfuegung steht ist ja wohl wirklich nicht sehr orginell - oder
vielleicht doch, wenn ich Deine Antwort auf Martins Mail bis zum Ende
lese )
Der Datenschutz für die Abrechnungen ist eine rechtliche Verbindlichkeit der
MA 7.
das war mir klar
Die `City Grants´ gibt es übrigens nicht mehr, sie wurden im Jahr 2007
von der Stadt Wien selbst vergeben.
irgendwie war mir das auch klar, ich hab ich mich dann nur gefragt, wieso
die im Budget dabei waren - das ist wahscheinlich hoehere Kulturamtslogik.
* Abrechung der NetzNetz-Projektkosten
Dass allerdings Sari Zott und Vali Göschl hier in "IT", "Wahlen" und
"Koordination" unterscheiden hat sachliche Gründe. Das sind eben die
Posten, die sich bei diesem Projekt, - das übrigens nicht auf
Vorgängermodelle zurückgreifen kann, weil es noch niemand vorher probiert
hat - enstanden sind. Und sie sind natürlich alle zuvor mit der MA 7
Irgendwie musst Du ja die Kosten gliedern - hier schreibst auch Du nichts
von Datenschutz, es waere also eine noch detaillierte Giederung moeglich
gewesen - ich bin davon ausgegangen, dass die Zahlen detailliert
( und - siehe Einheitskontenrahmen - gut gegliedert verbucht ) vorliegen
und daher keine Mehrarbeit entstanden waere, habe aber nicht geahnt, dass
die MA 7 noch immer der Kameralistik ( oder deren Nachfolger ) huldigt.
begünstigt, bzw. "andere Vergaben" möglich. Sie alle kamen Projekten zugute,
die im Bereich der Digitalen Kunst und Digitalen Kultur arbeiten - damit hat
wohl niemand ein Problem.
ich hab kein Problem, nur ist fuer mich die Entscheidungsfindung nicht
transparent - ich hab einfach im swiki unter dem Suchbegriff Andere
Vergaben nichts gefunden - lag vielleicht am falschen Suchbegriff oder an
der falschen Suche.
* Budget und Abrechung der Annual Convention
Die ÿÿ 100.000.- für die Annual Convention sind völlig o.k. Oder geht
es dir um die runde Summe? Solche sind im Förderbereich durchaus üblich,
denn es geht darum, einem so großen Projekt wie einem internationalen
Stadtfestival auch zu ermöglichen, durch Eigenmittel Sponsoren aufzustellen.
Unter www.paraflows.at kannst du sehen, wieviel Programm und
Ausstellungsinhalte damit realisiert wurden.
Kein Zweifel, ein beachtliches Programm. Wie gesagt, ich hab auch damit
kein Problem, ich bin eben nur neugierig, ich seh nirgends die gesamte
Summe betreffend paraflows 07, kann also nicht einschaetzen welchen Anteil
die EUR 100000 am Gesamten haben.
* Infrastruktur von NetzNetz
Hier kann ich mitteilen, dass ein eigener HP-Server mit RAID bei der Firma
nessus die technische Infrastruktur von NetzNetz trägt.
Auch wenn Martin das ein wenig als zu viel des Guten sieht - ich wuerde
das auch so machen - und womoeglich taeglich automatisiert sichern.
Immerhin gehts da einerseits um das kollektive Gedaechtnis des Projekts
und daher um groesstmoegliche Datensicherheit, die mit effizientem
Ressourceneinsatz (moeglichst wenig Personenstunden) erreicht werden kann.
Ich glaub, da gibts nichts guenstigeres....
Soviel einmal, wir hoffen, die wesentlichen Punkte deiner Fragen
sind damit behandelt worden und wünschen einen guten Abend,
vielen herzlichen Dank, ich hoff, mit meiner vorigen mail niemand
geaergert und diesmal im Ton weniger ueberzogen zu haben.
liebe Gruesse
A.
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