Hey Jörg, *,

also, ich habe den Artikel am Wochenende auch gelesen - und stolperte
zuerst über die gleichen Stellen, wie du.

Andererseits - so unrecht haben sie doch gar nicht. Im Artikel selbst
gibt es andere Aussagen, die ich schlechter finde - z.B. das Fehlen
eines Aufgabenbereiches in Writer und Calc, und die daraus resultierende
"inkonsistente Bedienung". Das kann eigentlich nur ein Redakteur mit
eime mindestens 21" Bildschirm schreiben. Wer mal versucht hat, Impress
jetzt sinnvoll auf einen 15" Monitor oder auch einem 17 Zoll Monitor mit
maximal 1024*768 Pixeln zu fahren, der weiss, was ich meine.

Die Schlussaussage lautet doch denn auch: "Es dürfte sich aber lohnen,
auf das kostenlose OpenOffice zu warten ...".

Der letzte Satz: "Wer aber Wert auf höchste Sicherheit und Updates legt,
ist mit der kommerziellen Variante freilich besser bedient" ist
vielleicht etwas unglücklich formuliert, stellt aber durchaus die
Stimmung im gewerblichen Bereich "draußen" dar. Dort wird es als großer
Nachteil von OOo angesehen, dass es keine "Fehlerpatches" gibt, sondern
nur eine komplette neue Version. Während StarOffice ihre Versionsnummer
7.0 beibehalten aht bis zum erscheinen der 8.0, hat OpenOffice.org vier
- jetzt bald fünf - Versionen produziert (1.1.0 bis 1.1.5). Das ist
ungünstig im produktivbetrieb, und ich kenne viele Unternehmen, die
fahren nach wie vor 1.1.0 - Fehlerpatches hätten Sie vielleicht
eingespielt, eine komplett neue Version nicht. Der benötigte
Leistungsumfang wird auch von der 1.1.0 abgedeckt, die korrigierten
Sachen spielen dann nur eine untergeordente Rolle.
Für Fimen ist es schon recht wichtig, dass eine Programmversion eine
Halbwertszeit von mindestens 1,5 bis 2 Jahren hat und nicht im drei
Monatsabstand "grundrenoviert" wird.

Ich denke, dass müssten wir im Projekt mal überlegen, ob es nicht auch
eine Art "Fehlerpatches" geben kann.

> Marko Moeller schrieb:
> 
>>Sicher, das Problem ist jedoch, dass unsere Kontakte zur Presse (und
>>gerade zur C't) soweit ich weiss, bei weitem nicht so gut
>>sind, wie die z. B. von SUN.
> 
> Ja und? Ich habe ja gerade angedeutet man sollte versuche diese zu
> verbessern. Wenn jedoch das Problem wäre wir können diese schlechten
> Bedingungen nicht verbessern weil sie schlecht sind drehen wir uns
> irgendwie im Kreis.

Also, da seh ich auch kein Problem. Das ist einfach auch Marketing.
Lobbyarbeit, Information etc. Und hier muss man einfach sagen, ist Sun
"professioneller". Die dort angekündigte Veröffentlichenug von
StarOffice 8.0 wurde eben "durchgezogen", mit allen Konsequenzen. Daran
können sich Redakteure halten, Ihre Artikel planen und entsprechend
veröffentlichen. Bedenkt, dass der vorgestern erschienene Artikel etwa
vor vier Wochen fertig sein musste. Wer vom Team OOo hätte vor vier
Wochen sagen können, dass OOo 2.0 Mitte September fertig ist - und die
Zeitschriften wollen eben Zuverlässigkeit und aktuelle Artikel.
Hier ziehe ich meinen Hut vor Sun, die einfach den Markeingplan auch
eingehalten hat.
> 
>>Auch in der Vergangenheit waren die Meldungen in der C't (und anderen
>>Zeitschriften) nicht immer ausreichend recherchiert oder es handelte
>>sich um verkürzte Wiedergaben unserer Informationen.

Jeder kann doch mit Heise-Redaktueren Kontakt aufnehmen. Je mehr "heiße"
Infos die bekommen, um so interessanter wird der Kontakt. Auch das
Zeitschriftenbusiness ist ein "hartes" Geschäft. Na, vielleicht haben
wir ja während der Systems Gelegenheit, die Kontakte zu Heise zu
vertiefen ;-)

> 
>>Die Inhalte der Beiträge kommen meist aus den Fachredaktionen
>>oder von
>>freien Mitarbeiten. Mir ist nicht bekannt, dass wir die Möglichkeit
>>hätten, eigene Beiträge gerade in den Printmedien zu platzieren.

Klar. Sie muss nur jemand schreiben. Sie müssen gut sein, aktuell und
"lesenswert" für den Leser. Was für Profis eben - und die haben wir vor
kurzen "rausgekrault". Schliesslich wird Geld für Artikel bezahlt.

> [..]Ich habe das jetzt hier nur mal angesprochen, und obwohl ich persönlich
> schon Vorschläge hätte sehe ich das nicht als meine Aufgabe insofern ich
> annehme die Marketing-Leute hier im Projekt können das viel besser als
> ich.

Klar. Nur haben wir wenige, die genau davon leben. Kontakte mit
Redaktueren und Zeitschriftenmachern zu machen und zu halten ist quasi
ein "Fulltimejob" und eine entsprechende "fachliche Autorität" sollte es
dann auch noch sein - so etwas wie der "offizielle Pressesprecher" des
Projektes. Ja, Titel kommen schon an in der Welt der Presse, doch auch
andere Leistungen werden akzeptiert. Natürlich muss daneben auch der
"Schreibstil" in Ordnung sein, ein bischen Ahnung vom "Funktionieren"
einer Redaktion sollte auch da sein und so weiter....
Tia, und die Schwierigkeiten kennst du?

>>Inwieweit eine Bitte um Richtigstellung durch uns als Projekt etwas
>>nützen würde, kann ich nicht beurteilen.

Gar nicht. Lieber ein positiver Artikel über OOo - bringt sicher mehr,
als dem Redakteur zu sgen: "Da hast du aber unrecht!"

>>Die einzige Möglichkeit um als OpenOffice.org garantiert auch in den
>>Printmedien zu erscheinen ist das Schalten einer Anzeige
>>(wurde meines
>>Wissens schon einmal vom internationalen Marketing gemacht),
>>was mangels
>>finazieller Ressourcen wohl aber keine Option ist.

Nein, das stimmt nicht. Auch wenn es möglicherweise hilft - eine
Zeitschrift braucht aktuelle, interessante Berichte, möglichst exklusiv
und vor anderen Printmedien, das ist wichtiger. Insiderwissen!

Wir müssen uns einfach klar sein, dass die Marketingabteilung hier im
Projekt nur vermitteln kann, was bereits exixtent ist. Stellt euch vor,
wir geben einen Releaseplan raus und erwarten eine Einhaltung - eben
auch eventuell eine Veröffentlichung einer nicht endgültig ausgeprüften
Software, nur weil wir den Erscheinungstermin schon publiziert haben....
Hier kaum vorstellbar - und auch nicht wünschenswert.

Ich denke, der Artikel hilft uns stark - und ich sehe ihn positiv.

Gruss

Thomas


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